Transalpine Run: Fünf Podestplätze für Teams mit Allgäuer Beteiligung!

GORE-TEX TRANSALPINE RUN
Siegten souverän bei den Senior Masters: Thomas Miksch und Michael Sommer. Fotos: Charles Abarr

Beine hochlegen. Es ist geschafft! Die Allgäuer Teilnehmer haben beim Transalpine Run  von Oberstdorf nach Latsch/Südtirol einmal mehr für Furore gesorgt. Insgesamt wurden nach 260 Kilometern und knapp 16000 Höhenmetern im Aufstieg in fünf Wertungsklassen fünf Podestplätze mit Allgäu-Beteiligung erzielt!

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Munki beim Transalp (6. Etappe): Böser Chrash, Allgäuer Erfolge und lustige Uhus

Michael MunklerDas Allgäu ist beim Transalpine auch nach der gestrigen sechsten Etappe von Scuol nach St. Valentin auf der Haide am Reschenpass in Südtirol (38 Kilometer/1633 Höhenmeter) weiter nicht nur zahlenmäßig stark vertreten, sondern stellt auch eine große Zahl von Spitzenläufern. Dazu zählen vor allem die Führenden in der Senioren-Klasse (zusammen über 100 Jahre) Thomas Miksch (Kempten) und Michael Sommer (Oberstenfeld) und deren Verfolger mit dem Kemptener Jörg Schreiber.

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Ski-Langläufer Michael Schnetzer überrascht Trail-Runner

Michael Schnetzer
Michael Schnetzer im Ziel bei den 4-Trails. Foto: Uli Schnetzer

Da staunte die Konkurrenz nicht schlecht. Michael Schnetzer, 23, aus Rettenberg hat bei seinem ersten Berglauf-Etappenrennen für Aufsehen gesorgt. Der Ski-Langläufer kam bei der Alpenhatz von Garmisch-Partenkirchen nach Samnaun/Schweiz (160 Kilometer und  10 000 Höhenmeter) als Sechster in 19:17:08 Stunden auf Anhieb unter die Top 10. „Hut ab vor dieser Leistung. Mich freut es, dass ein neues Gesicht aus dem Allgäu vorne mitmischt“, sagte Routinier Dodo Philipp aus Weitnau-Rechtis, der bei den Masters in 18:46:24 Stunden Zweiter wurde. Kurios: Für Schnetzer kam die Teilnahme an den „Salomon 4-Trails“ zufällig.

Der Sportsoldat, der dem Skizug Füssen angehört, sprang kurzfristig ein, nachdem ein Läufer des Skizuges absagen musste. Dass er sich derart gut im Feld der 500 Starter schlagen würde, überraschte den Senkrechtstarter selbst. „Das war ein tolles Erlebnis. Berglauf ist eine neue Perspektive für mich, nachdem es zuletzt im Ski-Langlauf schwierig lief“, sagte Schnetzer, der im Vorjahr erstmals keinem Kader mehr angehörte.

Beim Berglauf profitierte er unter anderem vom privaten Training, das er seit Frühling mit seinem Kumpel, dem Kombinierer Johannes Rydzek, absolviert. An der Seite des Olympia-Bronzemedaillengewinners  war er viel auf dem Rad und in den Bergen unterwegs. „Das hat riesigen Spaß gemacht. Ich habe einen freien Kopf und das hat man bei den 4-Trails auch gemerkt. Da habe ich zu früherer Stärke zurückgefunden“, sagt Schnetzer.

Tipps fürs Berglaufen hat er sich bei Traillauf-Spezialist Christian Stork, 43, geholt, der wie er aus Rettenberg stammt und früher selbst Ski-Langläufer war. Vor allem bergauf konnte Schnetzer sehr gut mithalten, da er als Langläufer den Einsatz der Stöcke bestens beherrscht und von seinen kräftigen Oberarmen profitierte. Seit seiner Zielankunft weiß die Berglauf-Szene: Dieses Gesicht muss man sich merken….

(Ausführlicher Artikel in der AZ folgt)