Bodensee erweist sich als Biest: Hamza muss Längsquerung abbrechen

Hamza 1Die Allgäuer Ausdauersportler drückten ihm  fest die Daumen! Doch es hat nicht gereicht. Extremschwimmer Hamza Bakircioglu (43) aus Sonthofen musste am Dienstag seinen dritten Versuch abbrechen, den Bodensee der Länge nach über 64 Kilometer von Bodmann nach Bregenz zu durchqueren.  Im Interview mit der Allgäuer Zeitung  spricht er über den Grund für das Aus nach 51 Kilometern und 26:33 Stunden im Wasser und über seine Päne für die Zukunft. Der erneute Rückschlag  hat  seine stets positive Einstellung nicht geändert.

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Sparkasse-Marathon: Beste Stimmung am Bodensee

Stimmung garantiert: 6500 Läufer aus 63 Nationen nahmen am Sparkasse-Marathon am Bodensee teil. Foto: DED

Die Läufer aus Kenia haben dem 8. Sparkasse-Marathon von Lindau nach Bregenz ihren Stempel aufgedrückt. International besetzt war das Teilnehmerfeld: 6500 Starter aus 63 Nationen verzeichneten die Veranstalter.

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Drei-Länder-Marathon: Kenianerin läuft neuen Streckenrekord bei den Frauen

Der Ausflug an den Bodensee hat sich für die Kenianerin Wanjiru Esther Macharia nicht nur wegen der schönen Aussicht gelohnt: Die 26-jährige triumphierte beim Drei-Länder-Marathon von Lindau nach Bregenz mit neuer Rekordzeit – und knackte in 2:30:50 Stunden den Jackpot, der für einen Sieg in neuer Bestzeit 3500 Euro bereithielt. Mit ihrem Spitzenergebnis unterbot sie die bisherige Bestmarke ihrer Landsfrau Ednah Kimajyo aus dem Jahr 2012 um fast fünf Minuten. Bei ihrem fulminanter Auftritt gelang Macharia zugleich eine neue persönliche Bestzeit. Die Konkurrenz konnte da nur staunen: Die Schweizerin Astrid Müller belegte in 2:53:05 Stunden Platz zwei vor der Norwegerin Dagny Inger Saanum (2:59:40). Beste Allgäuerin war Alice Pulfer vom TV Immenstadt auf Platz 25 in 3:37:39 Stunden.

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Hamza „Hammerhart“: Nur ein Gewitter konnte ihn stoppen

Gab alles, doch es sollte nicht sein: Hamza Bacirkioglu wurde am Bodensee von einem Unwetter gestoppt. Fotos: bodenseequerung

Nicht nur in Schwimmerkreisen hat sich Hamza Bakircioglu aus Sonthofen reichlich Respekt verschafft: Doch der Bodensee fuhr alle Geschütze auf, um den zweiten Durchritt innerhalb eines Monats zu verhindern. Nach dem erfolgreichen „Erstlingscrossing“ von Christof Wandratsch nach den strengen Regeln der „Bodenseequerung“ wurde Hamza von einem Unwetter nach 56  von 64 Kilometern von einem Gewitter gestoppt.

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Bodenseequerung: Für Hamza läuft der Countdown!

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Hamza startet am Freitag um 16 Uhr auf seine Bodensee-Tour. Foto: privat

Ab heute Nachmittag heißt es Daumen drücken für einen außergewöhnlichen Ausdauersportler: Hobbyschwimmer Hamza Bakircioglu startet am Freitag um 16 Uhr zur Bodenseedurchquerung. Der  41-Jährige aus Sonthofen will am darauffolgenden Samstag gegen 17 Uhr das Ufer in Bregenz erreichen. Somit wäre er der zweite Schwimmer nach Christof Wandrasch, der den See mit einer Länge von 64 Kilometern nach den strengen Regeln der Bodenseequerung durchschwommen hätte. „Ein bisschen nervös ist man automatisch vor so einem Ereignis. Aber eigentlich seh‘ ich das ganz easy. Ich habe fleißig trainiert und fühle mich gut. Das passt schon“, sagt Bakircioglu, der von einer sechsköpfigen Crew im Motorboot begleitet wird. Darunter ist neben seinem Bruder Nuri sowei Betreuerin Mimi Gendrong auch ein Notar und der Veranstalter der Bodenseequerung. Hamza  trägt nur Badehose, Schwimmbrille und Badekappe.

Zu seiner Vorbereitung zählten extreme Langeinsätze: Drei Mal schwamm er 64 Kilometer am Stück im „Wonnemar“, mehrmals absolvierte er 32 Kilometer ohne Unterbrechung – zuletzt auch im Sonthofer See bei nur 18 Grad Wassertemperatur. „Ich will als erster Hobbyschwimmer die Längsquerung schaffen – und zeigen, dass man mit seinem Willen viel erreichen kann“, sagt Hamza. Schwimmen, Hamza

Zugleich sammelt er Geld für das Kinderhospiz in Bad Grönenbach. Er hofft, dass pro zurückgelegten Kilometer fleißig gespendet wird und am Schluss 6000 Euro zusammen kommen. „Kinder bedeuten mir wahnsinnig viel. Sie brauchen Unterstützung – erst Recht in Notlagen“, sagt der Industriemeister und Vater von zwei Kindern. In Bregenz wird er von seiner Familie erwartet. „Meine Kids werden den Vormittag über selbst ins Wasser gehen. Und zwar im Freibad in Lindau, wo sie sich austoben können.“

Ob Hamza die Zeit von Christof Wandratsch (20:41 Stunden) knacken kann, ist für ihn zweitrangig. Das Durchkommen zählt, für den 1,82 Meter großen und 82 Kilo schweren Allgäuer. Auf seiner Schwimmreise wird er sich übrigens ernähren wie auf einer Bergtour: „Ich lass‘ mir Wienerle und Breze in einer Tupperdose ins Wasser reichen.“

(Ein Interview mit Hamza lest ihr in der Freitagsausgabe der Allgäuer Zeitung. Ob der Sonthofer sein Abenteuer besteht, könnt ihr im Liveticker auf der Seite der Bodenseequerung verfolgen.)

Hamza Bakircioglu, Schwimmen
Starkes Team in den vergangenen zehn Monaten: (von links): Nuri Bakircioglu, Anja Strobel, Hamza Bakircioglu, Steffanie Kuisle und Mimi Gendrong.

 

„Wahnsinns-Wandratsch“ packt Bodenseequerung – Hamza gratuliert

Christof Wandratsch
Hamza
Hamza Bakircioglu

Wahnsinn, dieser Wandratsch! Christof Wandratsch aus Haiming hat gestern Abend die Bodenseequerung der Länge nach gepackt. Der 46-Jährige ist der erste Mensch, der nach dem strengen Reglement der Bodenseequerung das „schwäbische Meer“ nonstop und ohne Neoprenanzug durchschwamm. Zu den ersten Gratulanten zählte der Allgäuer Extremschwimmer Hamza Bakircioglu aus Sonthofen: „Ich habe ihm im Internet zum Rekord und zu seiner super Zeit beglückwünscht. 20 Stunden und 41 Minuten für 64 Kilometer ist sehr stark. So schnell werde ich das nicht schaffen – außer Strömung und Wind verwandeln mich in einen Turbo“, sagte der 41-Jährige soeben allgaeu-ausdauer.de.

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