Ironman Malaysia: Thomas Haibel strahlt unter Palmen

privatFür seinen achten Triathlon über die Ironman-Distanz von 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Laufen und abschließend 42,195 Kilometer Laufen hatte sich Thomas Haibel vom TSV Moosbach etwas ganz Besonderes ausgedacht. Vor 10 Jahren war er durch Studium und Praktikum das erste Mal in Asien, genauer gesagt auf der Insel Langkawi in Malaysia, und hatte seitdem den Traum, in seiner zweiten Heimat einmal den Langdistanz-Triathlon zu absolvieren. Von Hannes Nägele 

Ende Oktober ging es für den 33-jährigen Duracher, der mittlerweile in Regensburg wohnt und arbeitet, mit seiner Freundin Kathrin und Schwester Carolin los. Nachdem auch der organisatorische Aufwand, das ganze Triathlon-Equipment  nach Asien zu bringen, gemeistert war, verbrachte er zur Akklimatisierung noch einige Zeit in Nordsumatra und Indonesien, bevor es auf die Insel Langkawi weiterging.

Nach den letzten Trainingseinheiten gab es vor dem Wettkampf am 12. November statt der sonst üblichen Nudelparty  eben landestypisch Nasi Goreng (gebratenen Reis) zum Speicher auffüllen. Um fünf Uhr morgens ging es dann mit dem Motorroller zum Strand, dort erfolgte der Schwimmstart in mehreren Wellen.

„Im warmen Meer zu schwimmen war ein Traum, aber ohne unterstützenden Neopren und im Salzwasser doch sehr ungewohnt, zudem machten mehrere Begegnungen mit Quallen den Auftakt doch teilweise schmerzhaft. Ich bin aber sehr gut durch meine schwächste Disziplin gekommen, die 3,8 Kilometer habe ich in 1:06 Stunden absolviert“. 

„Das Radfahren  auf der Insel ist was ganz anderes als bei einem Wettkampf  zuhause. Linksverkehr, viele LKW´s, Autos und Motorroller auf der Strecke, schlechte Straßen mit Schlaglöchern und immer wieder können Kuh- oder Ziegenherden die Straßen kreuzen. Meine Kühlungs- und Ernährungsstrategie ging voll auf. Bei der Schwüle und Hitze, wir hatten bis zu 42 Grad, war die oberste Priorität, den Körper zu kühlen und natürlich literweise isotonische Getränke, Spezialgels und Salz aufzunehmen“. Mit 5:18 Stunden für die 180 Radkilometer war Haibel deutlich schneller unterwegs als erwartet und er lag damit schon auf Platz 71.

„Der abschließende Marathon fand in der prallen Sonne statt. Mein Plan war schnell zu laufen, aber dafür bei jeder Versorgungsstation zu trinken und komplett mit Eiswasser und Eis abzukühlen, was viel Zeit gekostet hat, aber überlebenswichtig war. Zwischen Kilometer 30 und 35 kam dann ein tropisches Gewitter. Der Starkregen war zwar eine willkommene Erfrischung für den letzten Teil, jedoch war es dann sehr schwer auf der vollkommen überschwemmten Strecke (alles stand 15 Zentimeter unter Wasser) zu laufen. Zum Schluss kam nochmals die Sonne raus und die Laufstrecke verwandelte sich auf einen Schlag in eine Sauna. Ich hatte aber genügend Kraft in den Beinen, die letzten Kilometer nochmals aufzudrehen einen Marathon von 3:29 Stunden rauszuhauen. Das war echt sensationell gut“.

Mit der Gesamtzeit von 10:03 Stunden  blieb Thomas Haibel eine Stunde unter seiner geplanten Zeit. Damit erreichte er unter über 1300 Teilnehmer den 42. Platz gesamt, was den 8. Platz in der Altersklasse 30 bis 34 und den 28. Platz bei den Amateuren bedeutete. „Am schönsten war der Zieleinlauf, hier begrüßten mich meine Freundin Kathrin und meine Schwester Carolin im Dirndl und feuerten mich die letzen Meter mit Kuhglocken an. Das war wohl auch für die asiatischen Sportfreunde eine Premiere“, berichtet Thomas Haibel schmunzelnd. 

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