Die Allgäuer beim Transalpine Run

Anton.Philipp

Knapp ein Dutzend Teams mit Allgäuer Beteiligung nehmen am diesjährigen Transalpine Run teil.

Von Stephan Schöttl

Für Anton Philipp ist es bereits das neunte Mal. Damit zählt er unter den fast 600 Läufern aus 30 Nationen beim TransalpineRun schon zu den alten Hasen. Vier Mal hat er die Masters-Klasse sogar gewonnen. Routine, sagt er, dürfe sich auf der schweren Strecke von Garmisch über den Alpenhauptkamm nach Brixen in keiner Sekunden einschleichen. Das gelte auch für die Vorbereitung. “Man darf es nicht zu locker angehen. Auch wenn man glaubt, die Herausforderungen bereits zu kennen”, sagt der 47-Jährige aus dem Weitnauer Ortsteil Rechtis (Oberallgäu).
Eine wichtige Aufgabe, das hat Philipp in all den Jahren gelernt, ist das Zusammenstellen des Marschgepäcks. Mit dem scharfen Blick auf jedes einzelne Gramm im Rucksack. Schuhe, Regenbekleidung, Handschuhe und Mütze, Wasserbehälter, Notfallausrüstung, Navigationsuhr und Mobiltelefon gehören zur vorgeschriebenen Ausrüstung. Den Foto für die digitalen Erinnerungen lässt der Oberallgäuer indessen lieber daheim. “Das ist nur unnötiges Gewicht. Zum Fotografieren komme ich sowieso nicht”, sagt er lachend.

Er geht den Lauf mit Seppi Neuhauser sportlich ambitioniert an. Beide starten in der Masterklasse der Männer (beide Läufer müssen zusammen älter als 80 Jahre sein). Philipp: “Es gibt aber auch Teilnehmer, die sehen es als geführte Alpenüberquerung, kommen jede Etappe knapp im Zeitlimit ins Ziel und genießen das Panorama.”

Am meisten Respekt hat er selbst übrigens vor den fast 15 000 Höhenmetern im Abstieg. Die, sagt er, seien deutlich schmerzhafter als die knapp 14 860 Höhenmeter im Aufstieg. “Da merkt man jeden einzelnen Muskel in den Beinen. Die Knie und die Oberschenkel brennen ordentlich”, sagt er.

(Die ganze Geschichte lest ihr heute in der Allgäuer Zeitung, Allgäu-Sport).

Neben Philipp und Neuhauser sind weitere Allgäuer am Start: Helmut Schießl (Buchenberg) zählt mit dem Südtiroler Daniel Jung sogar zu den Favoriten auf den Gesamtsieg. Zudem gehen die sportliche und mentale Herausforderung an: Jörg Schreiber/Thomas Miksch (beide Kempten), Andreas Schwarz (Kempten)/Kurt Schloder (München), Stefan Lang (Ofterschwang)/Stephan Figiel (Kolbermoor), Bernd Rettensberger (Memmingen)/Johannes Lang (Ottobeuren), Uwe Pfanzelt (Pforzen)/Andreas Brittain (Rettenberg), Uli Morgen (Kempten)/Matthias Dippacher (Rettenberg), Christian Lutz (Betzigau)/Gerald Krehl (Rettenberg), Wolfgang Sieder (Germaringen)/Stefan Zäh (Weißenburg) sowie Roland Schindele (Ebersbach)/Petra Schepers (Korb).

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