Walser Trail Challenge: Sonntagswetter sorgt für Wirbel. Nef und Waibel gewinnen Ultra Trail

Michelle Maier. Foto: Dominik Berchtold
Michelle Maier. Fotos: Dominik Berchtold
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Moritz auf der Heide.
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Seppi Neuhauser und Anton Philipp.

Knapp 700 Teilnehmer kamen bei den drei Rennen im Rahmen der 2. Walser Trail Challenge ins Ziel. Gitti Schiebel berichtet

Eigentlich war Roman Nef aus Appenzell in der Schweiz ins Klein­­walsertal gekommen, um bei der zweiten Walser Trail Challenge auch einmal die Aus­sicht auf die schöne Allgäuer Bergwelt ge­nießen zu können. Aber der diesjährige Sieger des Walser Ultra Trails hatte, wie bereits im vergangenen Jahr, auch heuer kein Glück. Während der Kanzel­wand­­­trail am Samstag noch bei strahlendem Sonnenschein statt­fand, mussten am Sonntag aufgrund der schlechten Wettervorhersage die Strecken für den Walser Ultra Trail (60 km/3800 hm) und den Walser Trail (25 km/1500 hm) gekürzt wer­den. Insgesamt kamen bei den drei ver­schiedenen Wettbewerben der Wal­ser Trail Challenge knapp 700 Teilnehmer ins Ziel.

Philipp Quack. Foto: Gitti Schiebel
Philipp Quack. Foto: Gitti Schiebel

„Für Sonntagnachmittag waren teils schwere Gewitter vorhergesagt. Es wäre nicht zu verantworten ge­we­sen, wenn sich zu diesem Zeit­punkt da oben Läufer befunden hätten“, er­klärte Sejad Mulahalilovic. Mit „da oben“ meinte der Streckenchef vom Veranstalter Tri Team Klein­walser­tal primär den Bereich um die Fiderescharte, dem höchsten Punkt des Rennens. Die Sportler zeigten für diese Kursänderung Verständnis, auch wenn dadurch schöne alpine Abschnitte entfielen. „Aus Läufer­sicht war es die einzig rich­tige Entscheidung“, meinte  Philipp Quack aus Petersthal, Zweiter beim Ultra. Dieser Ansicht war auch Stephanie Gil (Kempten), die hinter Damen-Siegerin Gwen­do­line Wai­bel (Aitrach) Zweite über die Ultra-Distanz wurde. „Die Originalstrecke ist zwar viel viel schöner, aber Sicherheit geht vor.“, so die 40-Jährige.

Marc Dürr. Foto: Gitti Schiebel
Marc Dürr. Foto: Gitti Schiebel

Auch die Teilnehmer am Walser Trail mit Start im Bergdorf Baad waren von der Streckenänderung be­troffen. Schnellster Läufer war hier Moritz auf der Heide aus München, der von Beginn an die Führung übernommen und „beson­ders auf den Flachstücken Vollgas“ gegeben hatte. Pech hatte hingegen Marc Dürr aus Hindelang. Einen Kilo­meter vor dem Ziel verpasste der 20-Jährige eine Abzweigung und verlor wert­volle Sekunden. Statt auf dem dritten Rang lief er deshalb als Fünfter ins Ziel. Bei den Damen gelang Michelle Maier aus Bad Aibling ein unangefochtener Sieg. Im Gesamt­klassement kam die Studentin auf den siebten Platz. Bereits am Vortag hatte die 25-Jährige beim Kanzel­wandtrail für Furore gesorgt. Auf der neun Kilometern langen, mit etwa 1100 Höhenmetern gespickten Strec­ke von Riezlern hinauf zur Bergstation der Kanzelwandbahn waren nur drei Männer schneller als sie. Der Sieg beim Kanzelwandtrail ging an Jo­hannes Klein aus Oberstdorf. Eine Kombi-Wertung gab es für die Teil­­nehmer, die sowohl am Samstag als auch am Sonntag starteten.

Großes Lob erhielten die zahl­reichen Helfer vom Tri Team Klein­walsertal, die trotz widriger Wit­te­rungs­bedingungen stundenlang im Einsatz waren. Für die dritte Auflage der Walser Trail Challenge wünschen sich die Veranstalter besseres Wetter. Viel­leicht haben sie ja Glück. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei.

 

 

 

 

 

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