Showdown am Steilhang

Foto: Michael Lukaszewski für AZ Füssen.
Foto: Michael Lukaszewski für AZ Füssen.

 

Etwa 550 Läufer sind dem Ruf des Bergs gefolgt und haben am Sonntag bei idealen Bedingungen den Tegelberglauf in Schwangau in Angriff genommen. Dort wurde heuer auch der deutsche Berglauf-Meister gekürt. Bei den Männern holte sich Toni Lauterbacher aus Benediktbeuern den Titel nach einem spannenden Showdown: Im Steilstück auf den letzten beiden Kilometern zog er noch an Vorjahressieger Yossief Tekle aus Eritrea vorbei und gewann in 40:38 Minuten. Bester Allgäuer war Edwin Singer (Erkheim) als Elfter. Bei den Frauen behielt Michelle Maier die Oberhand: Die Läuferin des PTSV Rosenheim siegte in 45:56 Minuten.
VON ALEXANDER BERNDT

„Super gelaufen“ ist es nach Meinung von Toni Lauterbacher am Sonntag beim 15. Tegelberglauf, in dessen Rahmen gleichzeitig die diesjährige deutsche Berglaufmeisterschaft stattfand. Nachdem der 25-Jährige aus Benediktbeuern im vergangenen Jahr bei seiner ersten Teilnahme an dem renommierten Lauf in der Nachbarschaft von Schloss Neuschwanstein bereits den zweiten Platz bei der bayerischen Meisterschaft im Berglaufen belegt hatte, kam er dieses Mal sogar als Erster im Ziel auf ungefähr 1720 Metern an. Und während er sich damit den Titel eines deutschen Meisters sicherte, ließ Lauterbacher auch Vorjahressieger Yossif Tekle Tekle aus Eritrea, der heuer Fünfter wurde, hinter sich. In der Damenkonkurrenz ließ Michelle Maier (PTSV Rosenheim) ihren Rivalinnen das Nachsehen und gewann so die deutsche Meisterschaft.

Bei „optimalen Witterungsbedingungen“, wie Lauterbacher hinterher erklärte, machten sich am Sonntagmorgen um 10 Uhr 550 Läufer an den Start in Richtung Tegelberghaus. Die Strecke führte sie dabei an der Dreh- und Rohrkopfhütte vorbei etwa acht Kilometer zum Ziel hinauf. Das bedeutete, dass die Athleten, unter denen sich wie in den vergangenen Jahren zahlreiche Frauen befanden, ungefähr 920 Höhenmeter überwinden mussten, von denen es vor allem die letzten zwei Kilometer ganz schön in sich hatten. Als besonders „steiles Gelände“ beschrieb Streckenchef Manfred Schweinberg vom Skiclub Füssen, der den Lauf wieder mit dem TSV Schwangau zusammen organisiert hatte, diesen Abschnitt. Den betrat Tekle, der im vergangenen Jahr den alten Streckenrekord von Helmut Schießl aus dem Jahr 2006 mit neuer Rekordzeit von 39:30 Minuten unterboten hatte, noch in Führung liegend. Doch kam ihm Lauterbacher immer dichter auf die Fersen – und überholte den aus Afrika stammenden Sportler schließlich. So gewann der Oberbayer am Ende mit zwölf Sekunden Vorsprung vor Jonas Lehmann (40:38) und freute sich riesig: „Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen.“

Von vielen Zuschauern im Zielbereich verfolgt, lieferten sich auch die Damen ein attraktives Rennen, bei dem Michelle Maier die Oberhand behielt und Melanie Noll sowie Sarah Kistner auf die Plätze verwies. Maiers Freude war entsprechend groß, als ihr Moderator Martin Harbauer am Mikrofon zu ihrem Erfolg und ihrer Laufzeit von 45:56 Minuten gratulierte.

 

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