Benedikt Abel und Gitti Schiebel dominieren Gebirgsmarathon Immenstadt

Foto; Günter Jansen
Foto; Günter Jansen

Benedikt Abel vom SC Immenstadt überquerte beim Immenstädter Gebirgsmarathon nach 4:00,53 Stunden als Erster die Ziellinie. Er gewann vor Michael Arend (4:05,29/Alpstation München) und Vorjahressieger Stefan Lang vom Allgäu Outlet Raceteam (4:22,17).  Bei den Damen hatte Gitti Schiebel (4:51,15/TV Immenstadt) einen deutlichen Vorsprung auf Eva Übelhör (5:13,10). Und weil Gitti so schnell im Ziel war, hat sie gleich auch noch einen Text geschrieben.

Das Teilnehmerfeld mit nur knapp 40 Läufern zog sich stark auseinander.  Die Letzten kamen nach etwas über acht Stunden ins Ziel. Aber auch sie wurden laut beklatscht. “Das ist hier ein bisschen wie bei Olympia”, meinte Roman Lackner. “Dabei sein ist alles.” Sicherheitshalber hatte Lackner aus Akams eine Wurstsemmel eingepackt. Der 52-Jährige war zum ersten Mal beim Gebirgsmarathon am Start und wusste nicht so recht, was ihn erwartete. Die Strecke war klar. Vom Friedhof in Immenstadt über das Steigbachtal hinauf auf die Nagelfluhkette. Vorbei an den Gipfeln von Sederer, Gündleskopf und Rindalphorn bis zur Hochgrat-Bergstation.

Von dort alles wieder zurück bis zum Ziel an der Alpe Oberberg am Mittag. Knapp 35 Kilometer und 2800 Höhenmeter. “Ich bin noch nie so eine lange Strecke gelaufen und hab’ gedacht, dass ich vielleicht Hunger kriege”, begründete Lackner seine Brotzeit für unterwegs. “Aber das feste Zeug hab’ ich dann gar nicht runtergebracht”. Besser zu essen und leichter verdaulich waren die Energieriegel oder die Bananen, die es an den Verpflegungsstationen an der Hochgratbahn und der Alpe Mittelberg gab.

Besonders froh war Lackner auch über die Salztabletten, die er dort bekam, denn der muskulöse Läufer war von Krämpfen geplagt. Nach 5 Stunden und 36 Minuten erreichte der Landwirt das Ziel an der Alpe Oberberg. Die schnellsten Männer waren schon eine ganze Weile vor ihm da.

Seit 27 Jahren wird der Gebirgsmarathon von Willi Hiemer und seiner Familie organisiert. Neben der langen Strecke gab es noch einen Berglauf mit zwölf Kilometern und eine Nordic-Walking-Wertung.