Radmarathon im Tannheimer Tal: Hornetz gewinnt Hitzeschlacht. 1900 Teilnehmer kämpfen sich über die Pässe

Fotos: ARGE SKI-TRAIL, Marcos Felgenhauer
Fotos: ARGE SKI-TRAIL, Marco Felgenhauer

 

 

 

War das eine Hitzeschlacht! Aber auch ein genialer Tag mit einem Wahnsinns-Panoramablick. Der Radmarathon im Tannheimer forderte und begeisterte zugleich 1900 Teilnehmer.

Ein alter Hase im Rennradsport stieg am gestrigen Sonntag beim Rad-Marathon Tannheimer Tal über 230 Kilometer und 3.500 Höhenmeter als erster auf’s Podest: der Deutsche Bernd Hornetz vom Team Forchheim kam nach 6:16:54 Stunden als Erster im Ziel in Tannheim an. Der erfahrene Radsportler hatte etwa eine Minute Vorsprung vor dem Westallgäuer Benjamin Doser (6:17:52) und dem bestplatzierten Tiroler Andreas Traxl (6:17:53) vom Team Mooserwirt St. Anton am Arlberg. „Die 230-Kilometer-Distanz ist eine schöne Strecke. Es geht bergauf und bergab und der Riedbergpass hat es echt in sich. Alles in allem war es heute ein Traumtag für mich“, strahlte Hornetz im Ziel mit der Sonne um die Wette. „Die Strecke ins Allgäu und über den Riedberg- und Hochtannbergpass hat sich bewährt“, freut sich auch OK-Chef Michael Keller.

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Ab dem Start war der 48-jährige Hornetz, der 2011 im Tannheimer Tal im Zielsprint gegen Stefan Kirchmair verlor, in der Spitzengruppe dabei. „Die Führungsarbeit wechselte ständig hin und her. Alle drei haben heute gleichviel gearbeitet“, beschreibt Hornetz den Verlauf. Den höchsten Pass Deutschlands passierte er als Dritter. In Weissenbach nach 211 Kilometern nahm er dann in einer Sechs-Mann-Gruppe den letzten Anstieg – den Gaichtpass – in Angriff. Bevor er dann als Erster der 1.100 gestarteten Teilnehmer der Langdistanz ins Ziel kam. Auch Traxl würdigte diesen Erfolg: „Bernd hat heute verdient gewonnen. Er war der Stärkste.“ Der Tiroler, der im vergangenen Jahr Siebter wurde, gehört mittlerweile als Stammgast zum Rad-Marathon dazu. „Diese Veranstaltung ist einmalig und ich genieße es jedes Jahr hier zu starten. Er gehört zu den schönsten Rad-Marathons“, lobt der 43-Jährige die größte Veranstaltung im Tannheimer Tal. „Insgesamt sind über alle drei Distanzen über 1.900 Teilnehmer gestartet – ein neuer Teilnehmerrekord. Das zeigt, dass wir gute Arbeit geleistet haben“, ist Michael Keller zufrieden.

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Andreas Traxl hatte auch beim Zieleinlauf der Frauen einen Grund zu lächeln. Er durfte seiner Lebensgefährtin Daniela Pintarelli nach 6:40:36 Stunden den Siegerkuss geben. Sie fuhr vor der Vilserin Verena Krehnslehner-Schmid (6:56:54) und der Deutschen Sigrid Mutscheller (7:15:38) ins Ziel. Damit war die Vorjahreszweite Pintarelli sechs Minuten schneller als 2015. „Ich wusste, dass Verena stark fährt und mir gefährlich werden kann. Bis zum Riedbergpass waren wir zusammen. Danach habe ich einen Vorsprung herausgefahren und nun bin ich glücklich im Ziel“, freut sich Pintarelli.

Immer beliebter werden die 130 Kilometer und die Einsteiger-Distanz über 85 Kilometer. „Hier hatten wir 720 Starter, welche die Runde aus dem Tannheimer Tal über Pfronten, Reutte und das Lechtal zurück nach Tannheim gedreht haben“, sagt Keller. Bei der Rad-Touristik-Fahrt (RTF) waren nur zufriedene Gesichter auszumachen über ein gelungenes Radsport-Event.

(sine, pm)

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