Dodo Philipp siegt beim Bergmarathon am Traunsee

Dodo Philipp  hat den 28. Bergmarathon in Gmunden am Traunsee (Salzkammergut) gewonnen. Der Allgäuer trug sich als erster „Nicht-Österreicher“ in die Siegerliste ein.  Für den 70 Kilometer langen Trail mit 4500 Höhenmetern benötigte er 8:08 Stunden. Seine Frau Simone wurde auf der „Kurzstrecke“ (34 km, 2500 Höhenmeter) Gesamtdritte in 6:06 Stunden.  Als weiterer Allgäuer finishte hier Markus Keppeler aus Wiggensbach in 5:17 Stunden.  Hier lest ihr den Bericht von Simone:

Der Bergmarathon führt vom Start (Gmunden Rathausplatz) über die Traunbrücke, den Ortnersteig auf den Grünberg. Weiter geht es über  Forststraßen zum Einstieg des Naturfreundesteiges (Alpiner Steig!).  Der hatte es ganz schön in sich, wenn man bedenkt, dass es sich um eine Laufveranstaltung handelt. Man musste gute 900Hm über schmale seilversicherte Felswege, eine Leiter und über Stahltritte am Seil entlang überwinden, bevor es  zum Naturfreundehaus und dann auf den Traunstein ging. Das besondere Schmankerl für Dodo war es, das Ganze auch noch bei Dunkelheit mit Stirnlampe absolvieren zu müssen, da sein Start bereits um 3:00 Uhr war. Also nichts für schwache Nerven. Ich habe nicht EINMAL nach unten geschaut- besser so!

Auch der Abstieg über den Mair-Alm-Steig zum Kaisertisch war im oberen Abschnitt , weil sehr steil und felsig, mit Seilen versichert. Hier legte Dodo einen üblen Sturz hin, bei dem er sich ein dickes Knie, einen dicken Daumen und einen abgebrochen Stock einhandelte. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Weiter gings hügelig über Forststraßen nach Karbach, entlang des Ostufers des Traunsees bis zum Daxnersteig (Alpiner Steig!).

Weil das Gelände so steil und die Wege so schmal waren, patroulierten im unteren Bereich des Steiges Boote der Wasserwacht im See, um eventuell Läufer aus diesem zu fischen. Sehr spannend!!   Bei nassen Bedingungen, so  waren wir uns einig, wäre dieser Lauf für uns nicht denkbar. Der Daxnersteig, so hat man uns später gesagt, sei die Schlüsselstelle des Laufes, weil es wieder gute 700Hm bocksteil nach oben geht (so ungefähr wie auf dem Bergmannweg am Grünten). Wenn man sich am vorigen Anstieg schon verausgabt hat, dann will er einfach nicht enden. Gut, dass man manche Dinge nicht im Vorfeld weiß 🙂

Nach der Verpflegungsstelle in Ebensee, was auch gleichzeitig für mich das Ziel war, ging es weitere ca. 1000 HM über den Kalvarienberg auf den Feuerkogel. Danach folgten weitere kürzere An- und Abstiege bevor man zuletzt auf den Gmundnerberg zum ehemaligen Naturfreundehaus lief. Zum Schluss folgte noch eine längere Passage auf der Teer entlang der Gmundner Esplanade zum Ziel. Unser Fazit: Es war eine sehr nette, familiär organisierte Veranstaltung.

————————————————————————————————————————–

P.S.: Überschattet wurde der Bergmarathon von einem tragischen Todesfall, wie die Veranstalter auf ihrer Homepage mitteilen. Wir sind total erschüttert!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.