So stimmt sich Vorjahressiegerin Corinna Röhrle auf den Iller Trail ein

Foto: Andreas Reimund
Foto: Andreas Reimund

„Es ist mal etwas ganz anderes, einmalig hier im Allgäu“, sagt Corinna Röhrle. Die 30-Jährige spricht vom „AÜW Illermarathon“, der am morgigen Samstag zum zweiten Mal stattfindet. Bei der ersten Auflage vor knapp einem Jahr hatte sich Röhrle beim „Illertrail“ über 25,5 Kilometer den Sieg gesichert. Auch dieses Mal tritt die Wiggensbacherin wieder an.


Von Jan-Mirco Linse

Das Besondere an dem Lauf: Es ist der einzige Nachtmarathon im Allgäu. Mit Stirnleuchten und Warnwesten gewappnet starten die Teilnehmer abends und laufen immer an der Iller entlang durch das ganze Oberallgäu von Immenstadt über Sonthofen nach Kempten. „Es ist eine ganz besondere Atmosphäre: Man läuft quasi in die Nacht hinein und kommt erst in der Dunkelheit bei Fackelschein ins Ziel“, sagt Röhrle.

Die Marathondistanz geht über 42,195 Kilometer. Neben der kürzeren Trial-Strecke über 25, 5 Kilometer, für die auch Röhrle wieder gemeldet ist, gibt es die sogenannte „Ekiden-Staffel“: Hier können sechs Läufer im Team starten und die Strecke untereinander aufteilen (5, 10, 5, 10, 5 und abschließend 7,195 Kilometer). Marathon und Staffel-Lauf beginnen um 20 Uhr, die Trailläufer starten eine halbe Stunde später im Auwaldstadion in Immenstadt. Alle fünf Kilometer gibt es Verpflegungsstationen, Zieleinlauf ist beim AÜW-Gelände in Kempten. Insgesamt werden rund 800 Sportler erwartet. Nach dem Rennen steigt eine Finisher-Party für alle Teilnehmer und Zuschauer.

„Ich freue mich schon auf den Lauf, weil er die ganze Zeit an der Iller entlang führt. Es ist toll, dass es durch die Natur geht“, sagt Röhrle, die beim zweiten Start wieder alles geben und eine ähnliche Zeit wie im Vorjahr laufen will (1:55:46 Stunden). Doch die Konkurrenz ist stark – unter anderem geht beim Triallauf auch Vorjahreszweite Carola Dörries (Kaufbeuren) an den Start.
Wichtigstes Utensil für die Läufer ist dabei die Stirnlampe.

„Am Anfang war es ein bisschen ungewohnt, damit zu laufen. Aber nach ein paar Kilometern merkt man es schon gar nicht mehr“, erzählt Röhrle, die im Jobcenter der Stadt Kempten arbeitet. „Letztes Jahr war oft gutes Wetter, wenn ich trainiert habe. Aber beim Rennen wurde es dann auf einmal ziemlich schnell sehr dunkel. Dafür war meine Stirnlampe nicht hell genug.“ Doch sie hatte Glück: Neben ihr lief ein Mann mit hellerer Beleuchtung in etwa gleichem Tempo. „Ich bin ihm bis heute dankbar“, sagt Röhrle und lacht: „Ohne ihn hätte ich nicht gewonnen.“ Für das Rennen am Samstag hat sich die Allgäuerin schon eine hellere Stirnlampe besorgt, „nur um sicher zu gehen“.

(Mehr zum Illermarathon lest ihr am Freitag in der Allgäuer Zeitung)

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