Juhu beim Junut: Wie Magnus Bühl den Jurasteig-Ultratrail mit 170 Kilometern meisterte

JUNUT_Beitragsbild

 

Finisher Magnus Bühl, Junut

Was für ein Lauf!

Magnus Bühl aus Markt Rettenbach hat beim Jurasteig Nonstop Ultratrail (JUNUT) mit Start und Ziel in Dietfurt an der Altmühl eine extreme Leistung vollbracht.

Er lief 170 Kilometer mit 5900 Höhenmetern!

Wie es ihm ergangen ist, schreibt er hier:

„Wer hat mich bloß hier beim JUNUT angemeldet? Leise fluchend stapfe ich morgens um 06:30 durch den Wald den Berg hinauf. Über 100 von 170 km habe ich hinter mir. Ein Ultratrail wie der JUNUT ist eine lange Reise. Doch zurück zum Anfang.

Junut

Ich liebe Herausforderungen. Der JUNUT (Jurasteig Nonstop Ultratrail) ist ein Einladungslauf. Er führt mich über Trailpfade von Dietfurt nach Kastl. Garniert sind die 170 km mit 5.900 Höhenmetern.

Am Freitag starten wir um 09 Uhr in Dietfurt an der Altmühl auf unsere Reise. Bis zur ersten Verpflegung in Riedenburg sind es 26 km. Nach einer ersten Stärkung leiste ich mir wenige Kilometer weiter einen Umknicker. Nach dem ersten Schock und den Gedanken an ein frühes Aus, kann ich fast schmerzfrei weiterlaufen.Junut

An der zweiten Verpflegung, in Kelheim, sind es schon über 50 km Strecke. Das Tempo ist gut und das alkoholfreie Weizen schmeckt. Bei km 78 wartet eine Zwangspause. Wir werden in 5er Gruppen mit dem Feuerwehrboot über einen Fluss gebracht.

Jetzt ist es Nacht. Der Wettergott ist uns gnädig. Kein Regen und bei Temperaturen zwischen 4 und 13 Grad gute Laufbedingungen.

Im Schein der Stirnlampen heißt es noch mehr aufpassen als tagsüber. Die kleinen gelben Schilder mit der Beschriftung Jurasteig weisen uns den Weg. Nicht immer gelingt es mir auf dem rechten Weg zu bleiben. Ein paar Ausreißer sind dabei.

Die Verpflegungspunkte sind jetzt zahlreicher, liegen zwischen 12 und 21 km auseinander. Langsam kommt im Osten die erste Dämmerung. 116 km sind geschafft. In einem Feuerwehrhaus gönne ich mir eine Pause. Kaffee, Müsli, belegte Brote – für uns ist bestens gesorgt.Junut

Wenn ich alleine unterwegs bin zücke ich immer öfters das GPS um dem richtigen Weg zu folgen. Die Morgenstunden sind zäh. Mancher Kilometer fühlt sich ewig an. Die nächste Verpflegung kann ich ja schon sehen, dann doch noch eine Schleife durch den Wald.

Bin ich auf der ersten Hälfte mehr im Laufschritt unterwegs, so dreht sich das in der zweiten Hälfte. Oft ist man im Gehen schneller, als im Laufen. Die vielen Höhenmeter fordern Tribut. Eine lange Pause in Schmidmühlen – tolle Verpflegung und Weizenpower. Trotzdem kommen mir die nächsten 13 km endlos vor.

Am letzten Verpflegungspunkt in Hohenburg bin ich ziemlich abgebrannt. Kartoffelbrei, Salz und Weizen päppeln mich wieder auf. Nur noch 19 km – auf zum letzten Gefecht.

Junut

Nach 32:47 Stunden erreiche ich Kastl. Mehr als 170 km – mein erster 100 Meiler plus – sind geschafft. Ein schönes Gefühl nicht mehr laufen zu müssen für heute.

Mit Platz 24 von 54 Finishern auf der „kurzen“ 170 km Strecke bin ich hochzufrieden. Das erste Mal steht immer ankommen im Vordergrund. Das nächste Jahr ruft vielleicht die „lange“ Strecke mit 239 km. Wiederkommen werde ich auf jeden Fall!

Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht findest Du auf: http://erfolgsmatrix.de/junut-2016-mein-erster-170-km-ultratrail/

 

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