Zehn Fragen an: Rad-Profi Sebastian Baldauf

Foto: Hrinkow Advarica Cycleangteam
Foto: Hrinkow Advarica Cycleangteam

Ein starker Saison-Einstand ist Radprofi Sebastian Baldauf  aus Niedersonthofen geglückt. Der 27-Jährige belegte bei der Marokko-Rundfahrt (8 Tage, 1500 Kilometer) den siebten Rang. Zuvor war er Zwölfter bei der Taiwan-Rundfahrt.  Mit Spannung wird der Start seines Teams  Hrinkow Advarica aus Österreich bei der Türkei-Rundfahrt ab Sonntag erwartet. Bevor Sebastian da loslegt, beantwortete er uns zehn Fragen.

Warum läuft es in dieser Saison so gut?
Weil ich alles daran setze und es jetzt wirklich wissen will. Ich habe seit November 10 000 Kilometer in den Beinen. Das ist fast doppelt so viel wie in den Jahren zuvor. Außerdem habe ich mit Mentaltraining begonnen, was mir sehr hilft. Ich bin voll fokussiert.

 Was ist noch anders?
Ich arbeite viel gewissenhafter. Ich habe mich zu lange auf meinem Talent ausgeruht. Das war ein Fehler. Heute trainiere ich so viel, dass ich abends keine Kraft mehr habe, mir über Partys Gedanken zu machen 🙂

Wie siehst Du die Entwicklung des Radsports momentan in Deutschland?
Ich denke, da läuft wieder sehr viel positiv und ich hoffe, dass das so bleibt. Wir haben Top-Fahrer wie John Degenkolb, Tony Martin oder Dominik Nerz, das nehmen immer mehr Leute wahr. Außerdem beginnt nächste Saison die Tour de France in Düsseldorf. Das wird uns ebenfalls noch mal einen richtigen Schub geben. Man kann nur hoffen, dass Dopingfälle ausbleiben.

Ist die Tour für Dich ein Thema?
Natürlich wäre es ein Traum, daran teilzunehmen. Diesen Traum habe ich immer noch. Dafür arbeite ich jetzt umso härter.

Welche sportliche Leistung bewunderst Du am meisten?
Die Tour de France-Fahrer. Drei Wochen lang täglich an die physischen und mentalen Grenzen zu gehen, ist der Wahnsinn.

Welche Sportart würdest Du selbst gerne mal ausprobieren?
Triathlon. Das würde mich richtig reizen. Man sagt ja, dass es noch trainingsintensiver ist als der Radsport…

Wann bist Du das erste Mal auf dem Rad gesessen?
Mit vier oder fünf Jahren. Mein erstes Rennen bin ich dann mit 13 gefahren; das war irgendwo in der Nähe von Biberach. Hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht.

Wird man Dich heuer auch bei einem der Rennen in der Allgäuer Radserie um den Heiss-Cup sehen?
Wenn es zeitlich passt und nicht mit wichtigen Rennen meines Teams kollidiert, kann ich mir das vorstellen. Es sind ja interessante Neuerungen dabei, zum Beispiel das Rennen in Kempten am Hildegardplatz. Das klingt spannend. Mal sehen…

Du giltst als Bergspezialist. Wo fährst Du am liebsten im Allgäu?
Ich bin in der ganzen Region unterwegs. Da gibt es viele tolle Strecken, wie zum Beispiel Richtung Oberjoch oder am Riedbergpass.

Was war Dein größtes Preisgeld bislang? 
Das gab’s jetzt aktuell in Marokko: 3000 Euro für das Team. Das war hart erarbeitet.

 

 

 

 

 

 

Wann bist Du das erste Mal

 

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