Viele Allgäuer Erfolge beim Ski-Trail Tannheimer Tal – Bad Hindelang

Foto: ARGE SKI-TRAIL/Marco Felgenhauer
Alle Fotos: ARGE SKI-TRAIL/Marco Felgenhauer (Danke dafür 🙂

Ganz traditionell folgte beim SKI-TRAIL Tannheimer Tal – Bad Hindelang auf einen sonnigen Klassik-Samstag ein schneereicher Sonntag. Über 19, 36 und 60 Kilometer starteten bei der 20. Auflage des Langlauf-Marathons 500 Langläufer in der freien Technik. „Wir haben dieses Wochenende hier im Tannheimer Tal wieder ein Langlauf-Fest gefeiert. Insgesamt waren über alle Distanzen an zwei Tage etwa 1.100 Teilnehmer beim SKI-TRAIL Tannheimer – Tal – Bad Hindelang am Start und wir freuen uns, dass alles reibungslos funktioniert hat“, ist OK-Chef Michael Keller zufrieden.

Von Steffi Roth

Das Organisations-Komitee ist mittlerweile – immerhin hat es schon 20 Jahre auf dem Buckel – so ein eingespieltes Team, dass es extreme Wetterverhältnisse meistert. Um den Langläufern die besten Loipen-Bedingungen zu bieten, schickte OK-Chef Keller einen Skidoo vorweg, der eine spezielle Matte hinter sich her zog, um die Loipe vom Neuschnee zu befreien. „Ab fünf Uhr morgens waren fünf Loipengeräte im Einsatz“, sagte Keller.

Von dieser Maßnahme zeigten sich die Spitzenläufer begeistert. „Für diese Voraussetzungen waren es sehr schnelle Bedingungen. Ohne den Skidoo wäre es noch viel härter geworden“, sagte der Sieger über 60-Kilometer Tobias Rath vom Salomon-Leki-Racingteam im Ziel. Er setzte sich von Beginn an mit einer Vierergruppe ab und kam mit drei Sekunden Vorsprung in 3:01,47 Stunden ins Ziel. Zweiter wurde Tobi Escher vom Fischer Racing Team (3:01,50) vor dem Schweizer Dani Räss (3:2,35). Bei den Frauen stand Seriensiegerin Sigrid Mutscheller ganz oben. Sie kam nach 3:22,42 Stunden vor der Kleinwalsertalerin Sabrina Schairer (3:42,34) an. Dritte wurde die Tschechin Liudmila Uzick in 3:51,47 Stunden.

 

Die Schnellsten über 60 Kilometer: (von links) 3. Dani Räss, 1. Tobias Rath, 2. Tobi Escher.
Die Schnellsten über 60 Kilometer: (von links) 3. Dani Räss, 1. Tobias Rath, 2. Tobi Escher.

Einen Allgäuer Doppelsieg gab es über die 36 Kilometer. Benedikt Abel und Franziska Müller aus Immenstadt setzten sich gegen die Konkurrenz durch. Abel hängte den Schweizer Thomas Rusch kurz vor dem Ziel ab und kam nach 1:40,05 Stunden mit fünf Sekunden Vorsprung an. „Es war echt ein hartes Rennen bei schwierigen Bedingungen“, sagte Abel. Dritter wurde Manuel Sieber (Salomon-Leki-Racingteam, 1:45,25). Bei den Frauen siegte Franziska Müller. Die Immenstädterin benötigte für die 36-Kilometer 2:03,55 Stunden. Mit etwa drei Minuten Rückstand fuhr Barbara Häsch vom Team Rossignol als zweite über die Ziellinie. Das Podest komplettiert Karin Kadner (SV Grün-Weiß Pirna, 2:09,13).

Ein erfahrener SKI-TRAIL-Teilnehmer ist der Sieger über die 19-Kilometer-Distanz. Max Olex vom SC Partenkirchen. „Ich war hier schon öfters am Start und habe sogar schon einmal gewonnen. Es ist ein unglaublich schönes Rennen. Heute habe ich die 19 Kilometer gewählt, weil ich ein schnelles, dynamisches Rennen als Vorbereitung für den nächsten Wettkampf suchte“, sagte Olex, der nach 49:32 Minuten vor Langlauf-Experte Peter Schlickenrieder (51:07 Minuten) im Ziel war. Dritter wurde der norwegische Austauschschüler Reidar Aadne Nes Kleppe vom TSV Buchenberg (51:37). Bei den Frauen siegte eine alte Bekannte: Die Finnin Outi Kettunen-Walter kommt schon seit zehn Jahren ins Tannheimer Tal. „Es hat trotz des Schneefalls viel Spaß gemacht. Ich komme immer wieder gern zum SKI-TRAIL“, freute sich Kettunen-Walter nach 1:00,28 im Ziel. Zweite wurde Linda Becker vom SC Vöhrenbach (1:01,09) vor Johanna Fäßler vom SC Scheidegg (1:02,45).

Ein Marathon-Programm absolviert der Allgäuer Quirin Schmölz aus Missen.  Nach dem Voralpen-Marathon in Buchenberg und dem Allgäu Vertical-Nachtrennen in Ofterschwang wurde Schmölz über die Langdistanz in 3:07,11 Stunden Fünfter. „Nach den 60 Kilometern bin ich jetzt schon müde. Aber der Wintersport gibt mir so viel Energie, dass ich nicht darauf verzichten möchte“, sagte der Allgäuer, der im Sommer Spitzenergebnisse im Laufen erzielt.

Ski-Trail Tannheimer Tal Michael Greis

Als Vorbereitung auf den Vasaloppet ist der dreifache Biathlon-Olympiasieger Michael Greis an beiden Tagen des SKI-TRAILs Tannheimer Tal – Bad Hindelang am Start gestanden. Am Samstag absolvierte er die 33 Kilometer in der klassischen Technik. Am Sonntag schnallte er sich die Langlauf-Ski über die 60 Kilometer Langdistanz an. Greis überquerte als 25. in 3:48,20 Stunden zusammen mit seinem Craft-Teamkollegen Wolfgang Lagler die Ziellinie.

Jessica Müller
Jessica Müller

Zu den Klassik-Entscheidungen am Samstag: Über die 33-Kilometer war der Vorarlberger Martin Sutter vom Fischer Racing Team in 1:24,19 Stunden Schnellster. Er setzte sich auf der 33-Kilometer-Schleife von Tannheim aus nach Unterjoch ins benachbarte Allgäu und zurück über die Loipe Schattwald, Zöblen nach Tannheim ab. „Ich habe mich heute von Anfang an gut gefühlt. Im Durchlauf habe ich dann alles auf eine Karte gesetzt und es durchgezogen“, freute sich Sutter im Ziel. Im Fotofinish hatte Eric Thomas (Skimarathon Team Austria, 1:25,04) vor Stefan Sutter (Fischer Racing Team) die Nase vorn. Bei den Frauen siegte die deutsche Jessica Müller vom xc-ski.de-Marathon-Team in 1:38,56 Stunden. „Ich finde es beim SKI-TRAIL immer schön. Es ist eine meiner Heimstrecken. Es war super. Ich hatte Spaß“, sagte Müller. Als zweite kam die Kanadierin Karen Messenger (1:50,55) ins Ziel. Dritte wurde Katrin Müller (SV Grün-Weiß Pirna, 1:55,13).Über 13-Kilometer stand Tobias Rath (Salomon-Leki-Racing Team, 32:11 Minuten) vor Manuel Sieber (32:16) und Roland Ballerstedt (Team Madshus, 33:38) ganz oben auf dem Treppchen.

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