Filmvortrag: Mit dem Rennrad 1358 Kilometer am Stück um Island

Race across Island

Matthias Ebert aus Kempten nahm im Juni 2015 beim Wow-Cyclothon Radrennen um Island teil, eines der weltgrößten Ultracycling-Veranstaltungen. Er startete in der Soloklasse, was bedeutet, dass er die gesamte Strecke auf dem Rad alleine bewältigte. Begleitet wurde er von einem Betreuungsteam im Auto.  Nach 61 Std. und 53 Minuten erreichte er als erster das Ziel. Mit nur 4,5 Stunden Pause kam er insgesamt aus. Nun präsentiert er einen Film von seinem Ausdauerritt: „Der Film zeigt beeindruckende Bilder von der Insel aus Feuer und Eis und ist nicht nur für Radbegeisterte sehenswert“, erzählt er. Zu sehen ist der etwa 60 minütige Streifen am Samstag, 20.Februar, um 19:30Uhr im  Fitnessclub f+p  (Lindauer Str. 112, 87439 Kempten).  Eintritt: freiwillige Spende.

Um eine Anmeldung wird gebeten. E-Mail:  m.ebert80@gmx.de

Hier lest ihr die Geschichte zum Island-Rennen:

„Rüber nach Island fliegen, einmal 1358 Kilometer um die Insel radeln und wieder zurück“ – auf einen so einfachen Nenner lässt sich das Abenteuer von Ausdauersportler Matthias Ebert auf der Vulkaninsel nicht bringen. Der Kemptener startete beim „Wow Cyclothon“ als einziger Deutscher in der Kategorie Solofahrer – und gewann das Extrem-Rennen in einer sagenhaften Zeit von 61 Stunden und 53 Minuten. Mit über zweieinhalb Stunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten setzte er sich gegen alle sieben Konkurrenten durch. Den Inselrekord brach der 35-Jährige aus Kempten um sage und schreibe zwölf Stunden.
Across the Islands
Für Matthias Ebert ist die Erklärung für den Erfolg einfach: „Ich habe ein wunderbares Team hinter mir, das mich in allen Bereichen unterstützt hat.“ Außerdem seien die Bedingungen ideal gewesen. Wegen dieses Umstands vermutet auch die Rennleitung: „So schnell ist diese Zeit nicht zu toppen.“ In Island ist das Wetter normalerweise ziemlich launisch. Nach dem Erfolg möchte sich Ebert in nächster Zeit darauf konzentrieren, sein Wissen an andere Rennradler weiterzugeben: die richtige Vorbereitung, die entsprechende Ernährung und vor allem den mentalen Aspekt. Ebert hatte sich immerhin über sieben Monate auf das Event vorbereitet. Im Rahmen des Kemptener Radtages hielt er bereits einen ersten Vortrag. In der nächsten Zeit soll eine ausführliche Präsentation folgen – genügend Material haben sein Team und er gesammelt. Die Datenmenge an Film- und Fotoaufnahmen aus Island ist riesig.

Race across Island

Die Vulkaninsel hatten Matthias Ebert und seine Freundin bereits während eines Urlaubs kennengelernt. Dabei stießen sie auf einen Artikel in einer Zeitschrift der Fluglinie „Wow-Air“, der über das jährliche Wohltätigkeits-Radrennen Cyclothon berichtete. Durch das Event unterstützt der Fluglinien-Inhaber Skúli Mogensen soziale Projekte auf der Insel. Sofort war klar: „Im nächsten Jahr starten wir auch.“

Die größte Herausforderung für Ebert vor Beginn des Cyclothons: Wie kommen Team und Equipment auf die Insel? Doch für Eberts Mannschaft (Freundin Sonja Satzger, Vater Sigi Ebert, Sylvia Schaber, Manuel Wirth und Riccardo Raabe) war es von Anfang an selbstverständlich, dass sie Flug und Unterkunft selbst bezahlen. Hauptsache, sie können dabei sein.

Über 350 Kilogramm Gepäck gingen mit dem Team auf die Reise – Wow-Air übernahm das kostenlos. Dennoch blieben Ebert rund 4000 Euro an Kosten, mit denen er unter anderem zwei Autos finanzierte, die ihn beim Rennen unterstützten.

„Auf dieser Insel sollte man sich nicht auf nur ein Auto verlassen. Tatsächlich hatten wir dann auch eine Reifenpanne“, sagt Ebert. Zwei andere Solofahrer mussten aufgeben, da ihr Fahrzeug kaputt gegangen war. (Quelle: AZ, mor)

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