Gemeinsam auf Achse: Glückliche Gesichter beim 2. Adventstrail

Adventstrail

Zugegeben: Ein bisschen Nervosität war vor dem Start unseres zweiten Adventstrails in Rettenberg schon dabei: Passt das Wetter? Kommen überhaupt ein paar Leute? Oder laufen wir mit den Guides allein rund um den Falkenstein? Man weiß ja nie… Doch dann wurden alle Erwartungen übertroffen.

Auto um Auto steuerte den Parkplatz an der Grundschule in Rettenberg an. Und der eine oder andere kam sogar mit dem Radl  bei Sonnenschein und Temperaturen um die 7 Grad zum Start- und Zielort. Kurz vor Beginn um 14 Uhr zählten wir 80 Teilnehmer, die sich beim Adventstrail von Allgäu Ausdauer und dem Allgäu Running Magazin in drei Gruppen auf den Weg machten. Teils kamen sie bis aus Kaufbeuren oder Memmingen angefahren, um bei unserem Gemeinschaftslauf (Motto: Zeit nehmen statt Zeitnahme) im Oberallgäu dabei zu sein. “Ich finde es eine super Idee, mit Gleichgesinnten aufzubrechen und eine neue Strecke kennenzulernen”, sagte beispielsweise Martin Weckerle aus Biberach vor dem “Sturm auf den Falkenstein”, der sich zum zweiten Mal ohne Schnee und Eis präsentierte.

Advenstrail Für eine Neuerung sorgte indes Axel Reusch vom Laufladen Sonthofen, der ein Testschuh-Kontigent der aufstrebenden französischen Firma Hoka One One bereitstellte. (Ein Testurteil gibt’s am Ende des Textes).

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Schnell scharten sich die Läufer je nach Tempo und Kondition um die Guides Gitti Schiebel (Kurz-Trail), Manuel Heller (Lang-Trail) und Philipp Quack (Spezial-Trail). Das Schöne an der Aktion: Das Niveau reichte vom Einsteiger bis zum Weltmeister! So reihte sich der frühere Berglauf-Weltmeister Helmut Schießl aus Buchenberg in die Spezial-Trail-Gruppe ein. Und auch altersmäßig war die Spannbreite groß: Sie reichte von den aufstrebenden Allgäuer Assen wie Carola Dörries und Sebastian Kraus über etablierte Größen wie Constantin Pade bis hin zu Altmeisterin  Heidrun Besler oder Senioren-WM-Teilnehmer Manfred “Wasco” Burger, der mit 73 Jahren der älteste Teilnehmer war. “Ich hab zuletzt mit einer Leisten-Verletzung zu kämpften gehabt. Aber schon nach wenigen Metern war das wie weg”, sagte er schmunzelnd.

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Der Adventstrail als Frischzellenkur! Wenn man nicht gerade über eine Wurzel stolperte (wie es dem Autor dieser Zeilen passierte…), galt dieses Motto auf jeden Fall. Denn den gemeinsame Auslauf nutzten viele als eine willkommene Ablenkung von ermüdenden vorweihnachtlichen Shopping-Touren durch überfüllte Innenstädte. Die Trails um Rettenberg bieten nicht nur Abwechslung pur, sondern mit dem Falkenstein auch einen herrlichen Ausblick. Obendrein nutzten Nicht-ganz-so-oft-Trailer die Chance, um sich Tipps von den Local Heroes zu holen.

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Ab wann, beispielsweise, macht es Sinn vom Laufmodus ins flotte Gehen am Hang umzuschalten? “Das hängt letztlich vom Krafteinsatz ab, den man geben kann und will. Wenn man das Gefühl hat, beim Laufen nicht entscheidend schneller zu sein als beim Gehen, sollte man switchen”, sagte der Rettenberger Routinier Christian Stork, der schon viele Rennen bis hinauf zum Europacup gewonnen hat. Ähnlich sieht es Altmeister Helmut Schießl: “Bewusst sein sollte man sich dabei aber immer, dass es mühsam ist, vom Gehen ins Laufen zurück zu finden”, erklärte er. Der individuell passende Rhythmus sei das A und O beim Trailrun. Umso praktischer, dass beim Adventstrail jeder eine Schar von Läufern mit ähnlichem Tempo fand.

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Fast punktgenau trafen sich die drei Gruppen an der Verpflegungsstelle bei Zenta Schafroth, Hannes Nägele und Anne-Sophie Schuhwerk, um sich mit Tee, Bananen, Adventsgebäck und Gittis legendärem Rüblikuchen zu stärken. Danach ging es vorwiegend bergab zurück nach Rettenberg. Ein herrliches Gefühl, wenn man die Pizza fast schon riechen kann… 🙂

AdventstrailThema bei den Ankömmlingen waren neben tollen Eindrücken auch die Hoka One One-Schuhe. Das Urteil: Die Tester, mit denen wir nach dem Lauf gesprochen haben, bewerteten die Schuhe anschließend mit gut bis sehr gut. Pluspunkte sammelte die intensive Dämpfung und der Laufkomfort (“man schlüpft rein und der Schuh passt”). Da er sich von den Modellen anderer Hersteller deutlich unterscheidet, empfahlen einige, ihn erst auf flacheren Stücken auszuprobieren und dann erst ins Gelände zu starten.

AdventstrailBeim Abschluss im Jägerwinkl hatten Hannes und Anne-Sophie noch einige Adventsüberraschungen im Sack. Dank der freundlichen Unterstützung vom Laufladen Sonthofen, NTC Oberstdorf und Dynafit (Constantin Pade, Philipp Quack) gab es bei der Verlosung attraktive Geschenke rund um den Ausdauersport, die in der Zeit bis zum nächsten Adventstrail hoffentlich ganz oft zum Einsatz kommen 🙂

P.S.: Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgeholfen haben und/oder mitgelaufen sind. Gemeinsam macht’s einfach mehr Spaß!

6 Gedanken zu „Gemeinsam auf Achse: Glückliche Gesichter beim 2. Adventstrail“

  1. Vielen Dank für diesen schönen Nachmittag. Am Anfang hatte ich etwas Bedenken ob ich mit den Trailläufern mithalten kann. War erst mein zweiter Trailrun. Ich könnte in der Anfängergruppe auch gut mitlaufen. War echt eine super Idee so einen Lauf ins Leben zu rufen. Danke schön dafür!!!

  2. Herzlichen Dank für die Tolle Idee, einen Adventslauf ins Leben zu rufen. Auch ich konnte trotz der zweimonatigen Pause halbwegs mithalten und ich liebe solche Herausforderungen. Vielleicht kann ich nächstes Jahr schon bei den 15 km Läufern mitlaufen. Auch das anschließende gemeinsame Zusammensitzen bei Speis und Trank war klasse. Den Lauf bei einer lockeren Runde mit anschließenden Weihnachtsgeschenkeverlosung – bei der keiner leer ausging – einfach klasse. Vielen lieben Dank dafür.

  3. Hallo Vroni, die 15 Kilometer schaffst Du sicher, wenn Du weiterhin so am Ball bleibst. Vielen Dank auch für die Fotos! Stelle morgen weitere Bilder auf den Blog… Lg tobi

  4. Vielen Dank an alle mitwirkenden super organisiert!
    war top mit den drei Gruppen so hatte bestimmt jeder Spaß!
    Wäre schön wenn es im nächsten Jahr eine Wiederholung gibt.
    Bin wieder dabei.
    Gruß Jochen!

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