Ironman: Christian Brader feiert Podestplatz in Frankreich

Vichy, Ironman

Mit einem dritten Platz hat Triathlon-Profi Christian Brader beim Ironman in Vichy (Frankreich) überrascht. in 8:31:21 Stunden meisterte der 35-jährige vom TV Memmingen 3,9 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Den Sieh holte der Schweizer Mauro Bärtsch in 8:23. Hier lest ihr Christians Bericht:

Beim erstmals ausgetragenen Ironman in Vichy war im Vorfeld schon mit hohen Temperaturen zu rechnen. Über 35° waren vorher gesagt. Bei 24° Wassertemperatur wird in Frankreich gerade noch der Neoprenanzug erlaubt, weshalb auch niemand ohne den Kälteschutz ins Wasser geht, obwohl es eigentlich viel zu warm ist um im Wettkampfmodus zu schwimmen. Eine Entscheidung die mir gar nicht schmeckte, da ich besonders zur Überhitzung in dem Gummianzug neige.

Beim Schwimmen in dem Fluss Alier setzte sich ein kleines Grüppchen von mir ab. Für eine weitere Gruppe hinter mir war ich aber zu schnell, sodass ich die kompletten 3,8km alleine geschwommen bin. Aufgrund der konfusen Bojensetzung, würde ich des öfteren in die Irre geführt und verlor wertvolle Zeit. Nach 57 Minuten stieg ich dann als 11. Profi aus dem Wasser mit ca. 6 Minuten Rückstand auf die Spitze.

Die Radstrecke war relativ flach, doch sehr windanfällig und mit extrem schlechtem Asphalt bestückt. Trotz dass ich auch hier ohne Gruppe fahren musste, konnte ich den Rückstand zur Spitze relativ konstant halten. In 4:36 h beendete ich die 180km auf dem 5. Platz. Das Podium war rückte näher, aber ich wusste, dass es noch sehr schwer werden könnte, da auf dem Marathon die Mittagshitze mit über 35 Grad herrschte. Hier darf man keinen Fehler machen und sich vor allem nicht verleiten lassen am Anfang zu schnell anzulaufen, auch wenn die Konkurrenz dies scheinbar mühelos tut.

Von Anfang an hatte ich mit leichten Magenschmerzen zu kämpfen, die mich allerdings zu keiner Zwangsstopp zwangen. Es war nur äusserst unangenehm damit zu laufen und nicht trotz Schmerz seinen Rhythmus beizubehalten. Auf die Hitze hatte ich mich gut eingestellt und kam damit durch ständiges Kühlen und nochmals Kühlen ganz gut klar. Auf dem Rad hatte ich mich deshalb auch gegen einen Aerodynamischen Zeitfahrhelm entschieden, um stattdessen mit einem gut belüfteten klassischen Strassenhelm zu fahren. Beim Laufen nahm ich dann auch einige Mal in Kauf einige Male stehen zu bleiben und mir eine Flasche mit Wasser auf zu füllen, die ich dann auf den folgenden Kilometern in praller Sonne Stück für Stück über den Kopf schütten konnte. Mit dieser Taktik lief dann relativ konstant und eroberte nach knapp 32 km den 3. Platz. Trotz einer Stopp and Go Strafe beim Laufen von ca. 1 Minute, weil der Reisverschluss meines Anzuges zu weit geöffnet war, konnte ich in 2:52 Stunden den schnellsten Marathon laufen.

Vielleicht wäre ohne diese Zeitstrafe, die für mich völlig unverständlich war und mich völlig aus dem Rhythmus brachte, noch mehr drin gewesen, da der Zweitplatzierte Franzose Bertrand Billard gegen Ende ziemlich Federn lassen musste.

Mit dem 3. Platz kann ich dennoch höchst zu frieden sein. Für das Kona Pro Ranking 2016 gab es hierfür schon mal wichtige 1250 Punkte. Wenn meine Erholung gut verläuft, werde ich möglicherweise noch beim Ironman Mallorca Ende September starten um noch in diesem Jahr noch so viele Punkte wie möglich zu holen.

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