Viel Lob für neue Trail Challenge im Kleinwalsertal

Foto: Dominik Berchtold
Foto: Dominik Berchtold

Ein großes Programm und am Schluss großes Lob für die Organisatoren: Die zweitägige Walser Trail Challenge  im Kleinwalsertal kam bei insgesamt 600 Teilnehmern sehr gut an. Höhepunkt war der Walser Ultra Trail.  In einer spektakulären Zeit von 08:53:21 Stunden erreichte Anton Philipp aus Weitnau-Rechtis das Ziel. Zuvor hatte der Sportler vom Team Mammut Deutschland,  beim Höhepunkt der erstmals ausgetragenen Walser Trail Challenge herausfordernde 65 Kilometer und 4.200 Höhenmeter auf und vorbei an den markanten und bekannten Walser Gipfeln hinter sich gebracht.

Die Plätze zwei und drei verbuchten Josef Vogt (09:15:50) und Roman Nef (09:20:05) bei den Herren.

Nach 11:08:32 Stunden hatte mit Andrea Feuerstein-Rauch auch die erste Dame die anspruchsvolle Strecke im Kleinwalsertal bewältigt. Sie gewann vor Simone Philipp (11:38:45) und Yvonne Scrinzi (12:09:43).

Das Ehepaar Philipp war somit der große Abräumer bei der Premiere. Und wie kam der Ultra-Lauf bei ihnen an? Dazu Simone: „Das war mal ein Brett, meine Herren! Sehr anspruchsvolle, technische Strecke mit viel Matsch und Gerutsche. Aber landschaftlich ein Traum! (Wenn man mal was gesehen hat bei dem ganzen Nebel und Nieselregen am Vormittag :-))Sehr gut organisiert, super Verpflegung, klasse Orgateam.“

Knackige Anstiege und Trails standen auch für die Läufer des kürzeren Walser Trails über 29 Kilometer und 1.900 Höhenmeter auf dem Programm. In einem packenden Wettkampf setzte sich bei den Herren Mathäus Jusczcak (03:31:12) vor dem Kemptener Sebastian Kraus (3:46:58) und Lokalmatador Daniel Jochum (3:52:34) durch.  Beie den Frauen feierte Caroline Kopp (4:12:33) aus Leutkirch einen überlegenen Sieg vor Rabea Brittain (4:33:45).

Den Startschuss zum neuen zweitätigen Walser Wettkampfformat gab es bereits am Samstag mit dem Widderstein-Trail. Den Klassiker um den höchsten Berg des Kleinwalsertals entschieden Vorjahressieger Philipp Schädler in 01:17:57 Stunden vor Samuel Böttinger (1:24:11) und Johannes Klein aus Oberstdorf (1:25:24). Bei den Frauen lief Elke Keller in 01:47:00 Stunden die schnellste Zeit.

Die Trophäen in den Kombinationswertungen sicherten sich in der Kategorie Trail Challenge Pro (Widdersteinlauf + Walser Ultra Trail) Josef Vogt und Yvonne Scrinzi sowie bei der Walser Trail Challenge Classic (Widdersteinlauf + Walser Trail) Mathäus Jusczcak und Rabea Brittain.

Über 600 Starts verbuchten die Organisatoren bei der ersten Ultra-Trail-Veranstaltung im Kleinwalsertal. „Wir sind überwältigt von der großartigen Resonanz. Mit einem so umfangreichen und stark besetzten Teilnehmerfeld hatten wir zur Premiere noch nicht gerechnet“, freut sich Organisations-Chef Erich Pühringer. Nach dem erfolgreichen Start sind sich die Rennorganisatoren des Tri-Team-Kleinwalsertal und die Tourismusverantwortliche einig, die Walser Trail Challenge auch 2016 fortzuführen – dann in Kombination mit dem bereits bekannten Kanzelwand-Trail.

Und hier lest ihr, wie Teilnehmer den Lauf fanden. Zum Beispiel Berglauf-Weltmeister Helmut Schießl aus Buchenberg, der vom Auftakt-Lauf  am Samstag mit einem geschwollenen Knöchel nach Hause fahren musste. Warum das lest ihr hier in seinem Bericht:  

Helmut Schießl, Dainese Peak to Creek, Ötztal„Beim Widderstein Trail waren ideale Verhältnisse. Angenehme Temperatur, leicht bewölkt und leider dann für einige Läufer noch regnerisch. Um 17 Uhr der Start nach vorherigem Briefing (Streckenprotokoll) was bei über 380 Teilnehmern sehr sinnvoll ist, denn vermutlich nicht jeder ist ein Alpinspezialist. Und die Umrundung vom Walser-Hausberg doch etwas hat. Vom Start weg bildet sich gleich ein Trio mit den angedachten Favoriten. Wobei das Feld heute etwas geteilt ist, zwischen Tagesläufern und den „Challengern“ die morgen nochmals über die 30 bzw. 65 km angreifen. Somit auch das ein oder andere taktische Zurückhalten. Am Gipfel lag ich, also Buchenberger Helmut Schießl (Team Mammut), knapp vor Stefan Paternoster (Team Scott) und mit ca. 1Min. Rückstand folgt der Skitourenspezialist Phillip Schädler (Team Dynafit). Mit einem beherztem Alpinlauf holt sich dann aber Schädler noch überlegen den Sieg beim Helmut SchießlWidderstein Trail in 1.17 vor Schießl in 1.19 und Paternoster knapp dahinter. Bei den Frauen …… naja von da an hatte ich andere Sorgen. Ich bin ca. 3km vor dem Ziel umgeknöchelt als ich dachte ich könnte ja den „Jungen“ folgen, aber dann auf Blick für den 2. Tag doch rausnahm und schon klickklack (!). Schade der Vorsprung und die restliche körperliche Verfassung kätten mich sehr zuversichtlich gestimmt für den 2. Tag. Nachts extra noch Bus umgeparkt. Fuss hochlegen, was in einem Bergtal ja gottlob nicht allzu schwierig ist. Gut gecremt am Sani-Zelt aber leider heute früh beim Versuch den Fuss wirklich zu belasten nicht gerade locker gewesen. Tja, kein Drama höchstens Ansporn nächstes jahr halt wieder zu kommen, da die Veranstaltung richtig gut ist und ich mich persönlich riesig freue das wir im Allgäu (näheres Umland) so eine Veranstaltung jetzt haben.“

Ebenfalls einen Bericht hat uns Uwe Pfanzelt verfasst:

Uwe Pfanzelt, Kleinwalsertal„Ich habe mich für den Classic Trail angemeldet das heisst am Samstag um 17 Uhr den Widderstein Trail mit 15 km und 1000 hm und Sonntag dann die 29 km mit knapp 2000 hm.  Mit dabei waren auch wieder meine engen Freunde Rabea und Andy.  Gut erholt ging ich an den Start am Samstag zum Widderstein Trail mit 400 Teinehmern. Es lief richtig gut und ich konnte den Lauf in einer Zeit von 1.45 std beenden Platz 4 in meiner AK und Gesamt Platz 63  Am Sonntag dann die 29 km eigentlich nicht so viel dachte ich mir bin solche Strecken schon oft gelaufen,doch es kam anderst.  Ich bin fast noch nie so harte 29km gelaufen nur Trails Hochalpin und Anspruchsvoll dazu kam noch das Wetter am Anfang Regen oben dichter Nebel Matsch und Schlamm.  Immer hoch konzentriert.
Aber absolut Klasse,da muss ich dem Veranstalter ein richtig dickes Lob machen hart aber genial.  Das war auch von vielen anderen Läufern die Meinung.
Nach 4:59 std war ich dann im Ziel in meiner AK Platz 6 und gesamt Platz 47.
In der Wertung der Walser Classic ein guter Platz 18.  Fazit: ein tolles Wochenende mit zwei tollen Läufen.  Dem Veranstalter nochmals ein dickes Lob super Organisiert super nette Leute. Ein Event auf das ich mich schon wieder freue und auf jeden Fall wieder dabei bin 2016.“  Uwe Pfanzelt, Kleinwalsertal

3 Gedanken zu „Viel Lob für neue Trail Challenge im Kleinwalsertal“

  1. Für meinen Allgäu-Urlaub habe ich im Rahmen des Trainings eine motivierende Herausforderung in Vorbereitung meines dritten Berlin–Marathons gesucht. Als Flachlandläufer aus Rostock/ MV bin ich sehr blauäugig an den Widderstein-Trail herangegangen. 15km und 950 hm schienen machbar. Kurzum, es war anstrengender als erwartet. Aber: geschafft und noch im zweiten Drittel der Finisher! Ein tolles Erlebnis. Mehr als ich erwartet habe. In jeder Hinsicht. Sportlich als auch orgsnisatorisch. Ich bin begestert und werde im Norden euer Event versuchen, bekannt zu machen.

    1. Respekt und Gratulatation zu dieser Leistung! Erstaunlich, was für Kreise das neue Event jetzt schon zieht: Von Rostock zum Widdersteinlauf – das ist mal eine Ansage. Viel Glück beim Berlin Marathon!

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