Tekle bricht Rekord am Tegelberg

Tegelberglauf

Tegelberglauf
Fotos: A. Berndt

Da waren Zuschauer und Veranstalter aber baff! Beim 14. Tegelberglauf holte sich Yossief Tekle (LG Reichenau Zusamtal) in neuer Rekordzeit den Sieg. Der 23-jährige Asylbewerber aus Eritrea  brach den alten Rekord von des früheren Berlauf-Weltmeister Helmut Schießl. „Es war eine Augenweide,  Tekle zuzuschauen. Er sah im Ziel noch so locker aus wie ein Sparziergänger“, staunten Zuschauer und Veranstalter.  Den bayerischen Titel durfte Tekle allerdings nicht entgegennehmen.

Rund 260 Teilnehmer aus zehn Nationen machten sich am Tegelberg in Schwangau (Ostallgäu) auf den Weg. 8 Kilometer mit 920 Höhenmetern von der Talstation bis zum Tegelberghaus galt es zu meistern.

Tekle erwies sich dabei als Gipfelstürmer par excellence!

Bei seinem Sieg in 39:30 Minuten unterbot er den bisherigen Rekord von  Helmut Schießl (40:11) aus dem Jahr 2006 deutlich und holte sich somit den schwäbischen Titel.

Für den Bayern-Titel  reichte es aus formalen Gründen indes nicht. Um sich diese Krone zu sichern, muss man mindestens ein Jahr einem Verein in Bayern angehören. Dieses Kriterium erfüllt Tekle (noch) nicht. „Wir hoffen, dass wir ihn im nächsten Jahr bei der deutschen Meisterschaft am Tegelberg empfangen dürfen, wo er mit dieser Zeit wohl gute Chancen hätte“, sagten die Veranstalter vom TSV Schwangau sowie dem Skiclub Füssen.

Schnellste Frau war wie im Vorjahr die Schweizerin Daniela Gassmann, die der Damen-Konkurrenz mit einer Zeit von 49:04 Minuten das Nachsehen gab und sich „sehr zufrieden“ darüber äußerte, obwohl sie 2014 etwas schneller war und mit 47:51 einen Streckenrekord bei den Frauen aufgestellt hatte.

Die Bayern-Titel holten sich Tina Fischl von der LG Passau, die im Gesamtklassement zweitschnellste Frau in 49:26 Minuten war, und  Fabian Alraun aus Rosenheim (41:16), der nach Yossief sowie Addison Tulu Wodajo vom Team Finishline (40:25) als Dritter in die Gesamtwertung kam.

Neben Yossief entschied bei den Damen Sonja Huber (Viktoria Augsburg) mit einer Zeit von 57:55 Minuten das Rennen um die schwäbische Meisterschaft für sich.

Ergebnisse:

Bayerische Meisterschaft Frauen:
1. Tina Fischl (LG Passau)                                      49:26
2. Silvia Weishäupl (SWC Regensburg)               55:01
3. Susanne Schmidt (SWC Regensburg)              55:24

Bayerische Meisterschaft Männer:
1. Fabian Alraun (PTSV Rosenheim)                     41:16
2. Toni Lautenbacher (Lauclub Tölzer Land)     42:38
3. Christian Oppel (TV 1848 Coburg)                     42:50
4. Edwin Singer (TV Erkheim)                                42:57
5. Johhanes Estner (LG Donau Ries)                      43:16
6. Alexander Hirschberg (LG Allgäu/Kempten)   44:08

Schwäbische Meisterschaft Frauen:
1. Sonja Huber (TG Viktoria Augsburg)                  57:55
2. Lea Baumgartner (TG Viktoria Augsburg)        1:02:03
3. Stefan Kirschey (TG Viktoria Augsburg)            1:03:41

Schwäbische Meisterschaft Männer:
1. Yossief Tekle (LG Reischenau-Zusamtal)            39:30
2. Edwin Singer (TV Erkheim)                                   42:57
3. Johannes Estner (LG Donau Ries)                         43:16
4. Alexander Hirschberg (LG Allgäu/Kempten)      44:08
5. Rubert Stredele (SVOLA Germaringen)               45:21
6. Stefan Heim (TG Viktoria Augsburg)                    46:06
7. Michael Laur (SVOLA Germaringen)                   47:19
8. Marc Müller (SV Dotternhausen)                          47:59
9. Steffen Walk (LG Allgäu/Kempten)                       48:00
10. Bastian Reichart (SVOLA Germaringen)            48:27
 

3 Gedanken zu „Tekle bricht Rekord am Tegelberg“

  1. Glückwunsch noch an Yosssief!
    Kann mich damals beim Rekorx von Schiessl dran erinnern, dass er durch das -nicht unbedingt freiwillige laufen zum arbeitsplatz- zum Laufsport kam. Youssief hat sicherlich noch weitere unfreiwillige Laufmärsche hinter sich und beweist nun seine Stärke und Fitness.

  2. Ich finde es ja schon sehr schwach das man es nicht fertig bringt in dem Bericht die allgäuer Athleten zu erwähnen, hier wurden ebenfalls hervorragende Leistungen von allen Teilnehmern erbracht.

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