Stark in Fahrt: Die besten Allgäuer beim Allgäu-Classic

Tobias Franke war bester Allgäuer beim Allgäu-Triathlon über die Mittelstrecke. Foto. Hermann Ernst
Tobias Franke war bester Allgäuer beim Allgäu-Triathlon über die Mittelstrecke.  Foto. Hermann Ernst

 

 

Alexandra Hagspiel
Alexandra Hagspiel

Er ist nicht nur schnell, sondern auch clever: Tobias Franke aus Missen-Wilhams hat sich beim 33. Allgäu-Triathlon dank einer guten Renn-Einteilung und der richtigen Kleidungswahl zum besten Allgäuer auf der Mittelstrecke aufgeschwungen. Bei den Frauen gelang dieses Kunststück seiner Teamkollegin Alexandra Hagspiel vom TV Immenstadt.

„Zum Glück habe ich mich beim Radfahren für eine Jacke entschieden. Das hat bei den kühlen Temperaturen viel gebracht“, sagt der 27-Jährige über seinen Erfolg bei seiner dritten Allgäu-Triathlon-Teilnahme. In 4:41:46 Stunden belegte er nach 1,9 km Schwimmen, 83 km Radfahren und 21 km Laufen in einem stark besetzten Feld den elften Platz. Damit war er bester Teilnehmer aus der Region – und ließ selbst Profi Dominik Berger aus dem Kleinwalsertal (13.) hinter sich, der im Vorjahr noch Vierter war.

Der ebenfalls hoch gehandelte Profi Christian Brader (TV Memmingen) hatte das Rennen wegen der Kälte vorzeitig beendet. Dagegen blühte Franke beim Sieg des Slowenen Jaroslav Kovacic (4:04:48) so richtig auf. Der Maschinenbau-Student setzte seine Energie effizient ein, um das Maximale herauszuholen. „Ich habe mir ein kontrolliertes Rennen vorgenommen. Und das ist gelungen. Auf der zweiten Radrunde war ich schneller als auf der ersten“, freut sich der Sohn des früheren Berglauf-Europameisters Herbert Franke (62) aus Missen-Wilhams. Von seinem Vater hat er das Lauftalent in die Wiege gelegt bekommen. Dessen Marathon-Bestzeit aus dem Jahr 1984 steht bei 2:25:27 Stunden. Nur so am Rande: Herbert Franke lief nur einen einzigen Marathon….

Tobias Franke beim Illetrail. Foto. Andreas Reimund
Tobias Franke beim Illetrail. Foto. Andreas Reimund

Auch Tobias Franke ist bislang vor allem als Läufer in Erscheinung getreten, so bei seinem diesjährigen Sieg beim Illertrail (25 Kilometer) von Immenstadt nach Kempten oder beim Halbmarathon (21,1 km) in Kempten mit einer Zeit von 1:15 Stunden. Doch am Schwimmen und Radfahren hat er ebenfalls kräftig gefeilt. Zuletzt trainierte er 18 bis 25 Stunden pro Woche. So richtig heiß auf Triathlon ist Franke seit vergangenem Jahr. Zeitgleich zu seinem Austauschsemester in Melbourne (Australien) wurde Sebastian Kienle (31, Mühlacker) Weltmeister auf der Ironman-Distanz in Hawaii. „Das hat mich voll motiviert und ich habe angefangen, alle drei Disziplinen mit der gleichen Leidenschaft zu trainieren“, sagt Franke. Hilfreich fürs Training erweist sich die Freundschaft zu seinem Cousin Quirin Schmölz (27). „Wir puschen uns gegenseitig und sind häufig gemeinsam unterwegs“, erzählt Franke. Nach seinem starken Resultat in Immenstadt will er noch stärker in den Triathlon einsteigen. „Es wäre natürlich ein Traum, sich eines Tages für Hawaii zu qualifizieren“, sagt der Überraschungsmann.

Ebenfalls ein klasse Rennen gelang Alexandra Hagspiel vom TV Immenstadt: Sie belegte in 5:20:14 Stunden Platz neun – und war damit einmal mehr beste Allgäuerin beim „Allgäu Classic“ in Immenstadt. Damit setzte sie ihre Erfolgsserie nahtlos fort: An den Sieg beim Gebirgsmarathon über die Nagefluhkette reihte sie vergangene Woche einen Erfolg beim Radlauf in Altstädten (mit Partnerin Karoline Eimansberger) – und jetzt das Top-Ten-Ergebnis in Immenstadt. Die 35-Jährige ließ sich dabei weder von der Konkurrenz noch von den Wetterkapriolen stoppen. Nach der Gluthitze in Altstädten trotzte sie in Immenstadt Temperaturen von 13 Grad. Damit wurde sie ihrem Ruf als echte Allrounderin einmal mehr gerecht.

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