Perfektes Teamwork in Lensahn

Edelhelfer Heiko Zahradnik (links) verhalt Roland Patzina zur neuen Bestzeit in Lensahn.
Edelhelfer Heiko Zahradnik (links) verhalt Roland Patzina zur neuen Bestzeit in Lensahn.

Auf einen wahren Edelhelfer konnte sich Ultra-Triathlet Roland Patzina (49) aus Kempten  beim Dreifach-Ironman in Lensahn (Schleswig-Holstein) verlassen.  Heiko Zahradnik (32) aus Frankfurt puschte den Routinier nicht nur mit der richtigen Verpflegung, sondern auch mit den passenden Motivationssprüchen (siehe T-Shirt). Herausgekommen ist Patzinas bislang beste Platzierung beim Triple Ultra in Lensahn.

Roland PatzinaNormalerweise gilt die „13“ ja unter abergläubischen Zeitgenossen als Unglückszahl. Extremsportler Roland Patzina (48) aus Kempten hat sie indes Glück gebracht. Bei seiner 13. Teilnahme am Dreifach-Ironman in Lensahn (Schleswig-Holstein) stellte der Triathlet einen persönlichen Rekord auf: Erstmals bewältigte er den Wettbewerb unter 49 Stunden. Und das will etwas heißen: Denn beim so genannten „Triple Ultra Triathlon“ in dem Ostsee-Dorf stehen sage und schreibe 11,4 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Radfahren und 126,6 Kilometer Laufen auf dem Programm. „Mein Körper scheint sich von Jahr zu Jahr besser daran zu gewöhnen“, sagte Patzina schmunzelnd. Der 14. Rang unter 41 Extremsportlern, die am längsten Triathlon in Deutschland teilnahmen, ist zugleich seine beste Platzierung in Lensahn. „Endlich konnte ich die ’Schallmauer’ von 49 Stunden knacken“, freute sich Patzina, der im „normalen“ Leben als LKW-Fahrer arbeitet.

Roland PatzinaZuverlässig wie ein Motor schnurrte der verheiratete Vater von drei Kindern die extreme Distanz ab. Überträgt man deren Länge auf unsere Region, so entsteht folgendes Rechenspiel. Zunächst: Vier Mal den Niedersonthofener See der Länge nach durchschwimmen. Von dort aus nach München joggen – und mit dem Rad weiter nach Köln fahren. Für Patzina gehört die Tortur zu den Saisonhöhepunkten. In der Vorbereitung ist er dafür seit Januar 300 Kilometer geschwommen, 7000 Kilometer geradelt und 2000 Kilometer gelaufen. „Das ist bei mir schon fast das Standardprogramm“, sagt Patzina, der sich als sportsüchtig beschreibt.

Roland Patzina Zu seiner Leistungssteigerung in Lensahn trug aber nicht nur das kontinuierliche Training über viele Jahre hinweg bei, sondern auch sein Helfer Heiko Zahradnik (32) aus Frankfurt. „Der hat mich speziell beim Laufen immer wieder aufgebaut und angetrieben“, sagt Patzina über den radelnden Begleiter. Nur sporadisch gönnten sich die beiden Pausen, die nie länger als 15 Minuten waren. „Wenn der Körper einmal runterfährt, ist man ansonsten total am Ende“, erklärt Patzina das Prinzip. Seit seiner ersten Teilnahme in Lensahn hat er sich um knapp sechs Stunden gesteigert. Und er ist sich sicher: „Da ist noch mehr drin. Die fetten Jahre kommen noch.“

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