Nordlichter rocken das Allgäu

Allgäu-Triathlon

Aus ganz Deutschland kamen am Wochenende Spitzenathleten und Freizeitsportler nach Immenstadt, um beim Allgäu-Triathlon zu starten. Mit dabei waren auch fünf Hamburger, die sich den Namen “North meets South” – also Nord trifft Süd gegeben hatten.  Rosmarie Kropka hat sie begleitet.

Der Morgen vor dem Rennen begann für Franky, Kathrin, Christian, Thomas und Frank bereits um 5 Uhr mit dem Frühstück bei ihrer Kemptener Gastfamilie. Beim Blick aus dem Fenster dann das erste Stimmungstief: Regen, nichts als Regen. Auch Christians Aufmunterungsversuch, “was soll‘s, bei schönem Wetter kann jeder starten”, erzielte nicht den gewünschten Erfolg. Obwohl zumindest drei unter ihnen keine “Schlechten” sind. Die 31-jährige Kathrin ist die Schwimmtrainerin und Startfrau in der Classic-Staffel. Ihr Mann Franky (38) hat erst kürzlich in St.-Peter Ording einen Halbmarathon gewonnen und wird an der dritten Position als Läufer die 10,5 Kilometer angehen. Das Radfahren übernimmt Frank (51). Er strampelt jährlich bis zu 10 000 Kilometer herunter, in den Bergen versteht sich. Und dabei kommen dann schon so 100 000 Höhenkilometer zusammen. Ihn haben sich die Nordlichter für die Staffel “ausgeliehen”. Der passionierte Biker kommt aus Wiesbaden. Er freut sich über diese Gelegenheit. “Ich habe schon lange Bock auf einen Triathlon, aber bei meinen Schwimmkünsten brauch ich da erst gar nicht starten”, lacht der hoch gewachsene Athlet. Ein waschechter Hamburger Jung ist dafür der 47-jährige Triathlet Christian. Er hat schon zwei Mal den Hamburger Halbmarathon in zwei Stunden 40 Minuten geschafft. “Ich war da jedes Mal eine halbe Stunde länger unterwegs”, sagt Thomas.

Am Start ist das Wetter immer noch mies aber die Stimmung inzwischen gut. Mitten im Gewühle, heißt, beim Gefecht um einen Platz im Wasser, waren Christian und Thomas bald getrennt. Platzierungen hätten sie nach der Schwimmdistanz nicht interessiert. “Da denkst du nur an die Wechselzone, dass alles klappt, bis du auf deinem Rad sitzt.”, erzählen sie später.

“Das schwierigste Stück auf der 42,5 Kilometer langen Strecke war von Niedersonthofen nach Diepolz”. Da zweifelst du schon, ob du die 10,5 Kilometer Laufen überhaupt noch schaffst”, meinte Thomas nach dem Rennen, außer Puste aber “rund um happy.” Das Laufen hatte er also doch geschafft. Seine Zeit für den Allgäu-Triathlon? “Na ja, etwas unter vier Stunden.” Christian schaffte es mit gut drei Stunden.

Richtig gut lief es bei der Staffel. Da lag “Frontfrau” Kathrin sogar in Führung, bis “ich vom rechten Weg abgekommen bin und 200 Meter zusätzlich schwimmen musste”, lachte sie später. Bei Frank ist auf halber Strecke die Sattelstange gebrochen. Es gab zwar einen neuen Sattel , doch bis “der wieder drauf war, habe ich 20 Minuten verloren.” Was den ehrgeizigen Radler “furchtbar ärgerte”. Der gut trainierte Franky konnte beim Laufen noch einiges raus holen und so gab es im Ziel “noch eine passable Zeit.” Auf jeden Fall aber drei glückliche Athleten. “Wir fühlen uns als Dream-Team aus dem Norden. Wir waren zwar zum ersten, aber ganz sicher nicht zum letzten Mal im wunderschönen Allgäu am Start.”

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