Gedanken zum Transalpine: Warum wir Wettkämpfe laufen, aber nicht brauchen…

Transalpine Run

 

Die Spannung steigt, nur noch zwei Tage bis zum Start beim Transalpine Run von Oberstdorf nach Sulden. 330 Zwei-Teams brechen am Samstag um 10 Uhr zum gemeinsamen Abenteuer auf. Darunter sind auch Bernd Rettensberger (Memmingen) und Johannes Lang (Ottobeuren). Die beiden haben ihre eigene Sicht auf die Dinge.  Warum sie Wettkämpfe laufen, aber nicht brauchen – das erklären sie hier:

Mit Outdoor-Sportarten, speziell wenn sie in Wettkampfform stattfinden, ist es ja so eine Sache. Viele unserer Freunde und Bekannten sagen immer: „Für sowas braucht man doch keine Startnummer!“ oder „Und das macht dann Spaß mit 300 anderen über die Alpen zu rennen?“ Nun gut erstens haben die allermeisten einen solchen „Event“ noch nie erlebt, weder mit noch ohne andere Wettkämpfer, zweitens gehört natürlich immer auch ein gewisses Maß an Überwindung dazu sich für Läufe anzumelden, die dann 100 km lang sind oder eine ganze Woche dauern, wie eben jetzt beim Transalpin-Run von Oberstdorf nach Sulden. Ist man nämlich mal dabei, dann hört man nicht einfach mal schnell auf, wenn’s in der Wade zwickt!

Wenn ich „privat“ (sind wir ja eigentlich immer, denn vom Profi-Laufsport sind wir ungefähr soweit weg wie von einer Karriere als Balletduo) unterwegs bin, dann mach ich das vielleicht schon! Vielleicht ist das ja der Grund für die Startnummer!

Oder es ist so, dass man den Wettkampf, das Vergleichen mit anderen braucht? Nee, das ist es (bei uns) sicher auch nicht (mehr). Bei uns ist’s nämlich wirklich egal ob wir jetzt 15. oder 50. werden! Das schafft eine durchaus entspannte Atmosphäre, und das obwohl es doch ein Rennen ist!

Transalpine RunWas ist es also? Eigentlich ist es ganz einfach! Gemeinsames Erreichen, und zwar nicht nur im 2er Team, sondern mit 100, 200, 1000 anderen! Die selbe Strecke laufen, mit allen Höhen und Tiefen, mit dem selben Wetter. Neue Bekanntschaften auf der Strecke, alte Bekannte auf dem Downhill, abends die immer gleichen Heldengeschichten und eine Woche nix anderes als Laufen in freier Natur, essen und schlafen. Das Leben kann so einfach sein und so einfach genial. Wieder kann natürlich das Argument bzw. die Frage kommen, warum nicht alleine? Es ist eben nicht dasselbe! Mit anderen zusammen zu leiden und sich zu freuen macht einfach mehr Spaß!

Speziell für Teamwettbewerbe wie den Transalpin-Run kommt noch dazu dass man immer jemanden zum „hinmaulen“ hat wenn`s mal nicht so läuft! Maulen beide, weil’s bei beiden nicht läuft, dann mault man halt gemeinsam! Wir freuen uns auf jeden Fall auf eine ereignisreiche Woche, die am Samstag in Oberstdorf starten wird, gemeinsam mit vielen anderen. Angst haben wir keine, wovor auch! Das Essen geht uns schon nicht aus!

So gehen wir also am Samstag in die 7. Runde mit der Hoffnung auf gutes Wetter und eine verletzungsfreie Zeit, diesmal nicht privat sondern mit ganz vielen anderen, die sich sicher schon genauso freuen wie wir!

Herzliche Grüße,

Jox und Bernd

3 Gedanken zu „Gedanken zum Transalpine: Warum wir Wettkämpfe laufen, aber nicht brauchen…“

  1. Mega sympatisch! Ich würde sagen, hier wird der Nagel auf den Kopf getroffen! Viel Spaß, Durchhaltevermögen, Glück und Erfolg für Euch!

  2. Hallo Jungs,
    toller Bericht von 2 tollen Sportlern.Ich sehe und treffe Euch immer gerne bei diesem Event wo es darum geht einfach mit deinem Partner und allen anderen Startern ins Ziel nach Sulden zu kommen und dort gemeinsam das erreichte zu feiern.
    Lg Uwe

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