Allgäu Triathlon schon jetzt auf Rekordkurs

Szene vom Schwimmstart beim Allgäu Triathlon am Alpsee in Immenstadt. Das Foto haben uns die Veranstalter freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Szene vom Schwimmstart beim Allgäu Triathlon am Alpsee in Immenstadt. Das Foto haben uns die Veranstalter freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Angeführt von Hawaii-Sieger Sebastian Kienle steuert der Allgäu Triathon in Immenstadt einem neuen Rekord entgegen: 1600 Ausdauersportler haben sich für die 33. Auflage des Kult-Events am Sonntag, 16. August, ab 7.30 Uhr in Immenstadt angemeldet. Damit wurde die Starterzahl von Deutschlands ältester Triathlon-Veranstaltung seit der Übernahme durch die neuen Veranstalter um Hannes Blaschke und Christoph Fürleger im Jahr 2013 verdreifacht.

Die Entscheidungen fallen in drei Einzel-Wettbewerben und zwei Staffel-Rennen. Neben dem Allgäu Classic (1,9 km Schwimmen, 84 km Radfahren und 21 km Laufen) steht dabei der Allgäu Olymp (1,5/42,5/10,5) im Fokus: Sebastian Kienle trifft auf dieser Distanz auf die früheren Hawaii-Sieger Faris Al-Sultan (37, Ironman-Weltmeister 2005) und Thomas Hellriegel (44, Ironman-Weltmeister 1997). Neu beim Allgäu Triathlon und vor allem für Einsteiger gedacht ist der Sprint (0,5/27/5). Staffel-Entscheidungen fallen bei Classic und Olymp.

Das Duell der Generationen auf der Olympischen Distanz sorgt für zusätzliche Euphorie in der Triathlon-Destination Allgäu, in der bereits zwei Europameisterschaften (1985 und 2004) sowie die Langdistanz-Weltmeisterschaft 2010 stattfanden. Zumal sich Kienle eben dieser Tradition verpflichtet fühlt: „Sobald ich eine Startnummer trage, will ich gewinnen“, kündigt der 31-Jährige einen Turbo-Aufritt im Kuhglocken-Land an. Das herrliche Alpenpanorama, die anspruchsvolle Radstrecke das begeisterungsfähige Publikum bilden den Mythos des Allgäu Triathlon, dem sich auch der „King of Kona“ nicht entziehen kann.

Deshalb sieht Kienle das Kult-Event als „ideales Vorbereitungsrennen“ auf die 70.3 Weltmeisterschaft (halber Ironman) in Zell am See am 30. August und die Titelverteidigung auf Hawaii am 10. Oktober. „Für uns ist seine Zusage ein absoluter Hammer. Das ist fürs Allgäu wie ein Einsatz von Sven Hannawald zu Glanzzeiten bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf“, sagt Renndirektor Christoph Fürleger. Für weiteres Aufsehen sorgt das Triathlon-Debüt von Fußball-Weltmeister Thomas Berthold (50), der sich auf ein „familiäres und hochprofessionelles Event“ freut.

Dazu tragen 500 ehrenamtliche Helfer bei, die sich der Faszination Allgäu Triathlon eben so wenig entziehen können, wie die Athleten und Tausende von Zuschauern. Zu den treuen Seelen gehört beispielsweise Peter Sauter (70) aus Immenstadt, der seit 20 Jahren das Fürungsfahrzeug auf der Radstrecke steuert: „Was ich da erlebe, ist der Wahnsinn. Mir geht es wie den Triathleten: Ich empfinde einfach nur Dankbarkeit“, sagt der pensionierte Polizist mit Blick auf die Stimmungsnestern entlang der Radstrecke durch die Allgäuer Provinz. Dort warten empfangen die Zuschauer Stars und Hobbysportler gleichermaßen in Lederhosen, Dirndln und mit Kuhschellen-Geläut. „In vielen Dörfern und Weilern ist der Allgäu Triathlon ein echter Festtag“, sagt Sauter.

Zum „Zahltag“ wird der 16. August indes für den geschlechterübergreifenden Sieger (oder die Siegerin) beim Allgäu Classic. Seit knapp 15 Jahren setzt man in Immenstadt auf den bewährten Jagdstart, bei dem die Frauen mit einem Vorsprung von 26 Minuten ins Rennen und damit in den Kampf um die Siegprämie von 1500 Euro geschickt werden. Im Vorjahr nutzte die amtierende deutsche Meister über die Langdistanz und die Mittelstrecke, Julia Gajer (Ditzingen) ihre Chance und gewann vor bei nassen Bedingungen vor Maurice Clavel (Freiburg) und Faris Al-Sultan (München).

In diesem Jahr will es ihr die 28-jährige Bianca Steuerer aus Österreich gleichtun: Sie hat den Allgäu Classic immerhin schon einmal (2012) für sich entschieden – damals allerdings „nur“ bei den Frauen. Die Konkurrenz ist freilich groß: So wollen nicht die beiden Profi-Lokalmatadore Dominik Berger (Kleinwalsertal) und Christian Brader (Memmingen) „endlich einmal“ bei der Siegvergabe mitmischen. Darüber hinaus haben sich weitere Hochkaräter wie Sebastian Neef (Tristar Regensburg, AT-Sieger 2013) Oliver Strankmann (Bonn), Fabian Rahn (Kölner Triathlon Team), Nils Daimer (Langenbach) oder Tobias Heining (TSV Altenfurt) angemeldet.

Der Allgäu Triathlon in Kürze
Sonntag, 16. August am Alpsee in Immenstadt
Distanzen:
Allgäu Classic: 1,9 km Schwimmen, 84 km Radfahren und 21 km Laufen, Start Frauen: 7.30 Uhr, Start Männer: 7:56 Uhr.
„Na, Pur Allgäu Olymp“: 1,5 km Schwimmen, 42,5 km Radfahren, 10,5 km Laufen, Start: 10.15 Uhr.
„Sparkasse Allgäu Sprint“: 0,5 km Schwimmen, 27 km Radfahren, 5 km Laufen, Start: 11 Uhr.
Staffeln:
Allgäu Classic: 1,9 km Schwimmen, 84 km Radfahren und 21 km Laufen, Start: 8.10 Uhr.
„Na, Pur Olymp“: 1,5 km Schwimmen, 42,5 km Radfahren, 10,5 km Laufen, Start: 10.15 Uhr.

2 Gedanken zu „Allgäu Triathlon schon jetzt auf Rekordkurs“

  1. Schade wäre gerne bei diesem sensationellen ereignis dabeigewesen, aber ein nicht genesener virus zwingt mich zur absage. Niederlagen schon vor dem startschuss sind doppelt grausam. Viel spass undxerfolg allen teilnehmenden. Bin schon aufs ergenis gespannt. Lg Gabi

  2. Kopf hoch, Gabi! Beim nächsten Mal klappt hoffentlich mit dem Start. Falls Du nicht vor Ort sein kannst: Wir planen wieder nen Liveticker vom Event…..

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