Prost Fritzi: Auf den neuen Rekord am Zürichsee

Fritzi Wachs, Zürichsee

Fritzi Wachs
Langstreckenschwimmerin Friderike (Fritzi) Wachs hat wieder zugeschlagen. Beim Zürichseeschwimmen verbesserte sie ihren eigenen AK-Streckenrekord über 26,4 Kilometer von 8:14:22 auf 7:53:11 Stunden.  Damit gewann die 49-Jährige vom ASV Hegge in der weiblichen Neopren-Klasse ab 40 Jahren.  Aber nicht nur das. Sie kam als Vierte aller 44 Einzelstarter aus dem Wasser und war damit die schnellste Frau. Kaum zu glauben: Kaum zu Hause haute sie schon wieder rein – diesmal in die Tasten. Hier lest ihr ihren XXL-Bericht:

Fritzi WachsDer Zürichsee: Ach was muss der doch schön sein. Nun hab ich ihn schon zum 2. Mal nach 2013 durchschwommen. Das war am Sonntag, den 26.07. Und mit mir ins Wasser gingen 43 weitere Verrückte, die als Soloschwimmer die 26 km lange Strecke hinter sich brachten. Außerdem waren noch 48 Schwimmer am Start, die sich auf 18 2er- und 3er-Teams verteilten. Folgende Startklassen für die Soloschwimmer gab es: Männer und Frauen getrennt, und dort jeweils ein Hauptklasse bis 39 Jahre mit Neopren und ohne Neopren und eine Masters-Klasse auch mit Neo und ohne. Ich startete bei den Frauen Masters mit Neopren. Der Sieg in dieser Klasse war mir von vornherein sicher, da ich dort die einzige gemeldete Starterin war. Ich hatte also schon gewonnen, bevor ich überhaupt losgeschwommen war J. Aber wer will schon auf diese Weise den Sieg holen. Ich nicht!

 

Tja, aber trotzdem die Frage, wieso mach ich das zum 2. Mal? Beim ersten Mal lief es schon gut. Erste in meiner Startklasse (und da war ich nicht ganz allein) noch dazu mit neuem Rekord. Warum war das nicht genug? Nun ja, weil ich wusste, dass ich den See auch unter 8 Stunden bezwingen kann. Das war mein Ziel. Deshalb hab ich beschlossen ich tu es noch einmal. Bevor ich allerdings die Bewerbung losschickte, musste ich mir wieder Gedanken über mein Begleitboot machen. Es läuft so, dass der Veranstalter ein gewisses Kontingent an Booten zur Verfügung stellt, die man mieten kann, oder man bringt ein eigenes Begleitboot mit. Grundsätzlich brauchen alle Einzelschwimmer und jedes Team ihr eigenes Begleitboot. Ohne das ist der Start nicht erlaubt. Es ist immer ein wenig schwierig ein offizielles Boot zu ergattern, weil einfach viel mehr Bewerbungen hereinflattern als Boote vom Veranstalter gestellt werden. Deshalb ist es einfacher und sicherer angenommen zu werden, wenn man sein eigenes Boot hat.

Fritzi WachsUnd das hatte ich ja in 2013 schon getestet. Deshalb habe ich mich mit meinem Kapitän aus 2013 (meine liebe Freundin Gabi) kurzgeschlossen und sie hat mir sofort zugesagt. Der 2. Paddler war auch schnell gefunden, auch ein Freund, der Peter. Ok, das war geklärt, also konnte ich mich im Oktober 2014 in aller Ruhe bewerben und war dabei hochmotiviert und voller Enthusiasmus, dass ich sofort anfangen werde gaaaanz viel zu trainieren. Habe dennoch mit dem speziellen Training gewartet bis die Zusage des Veranstalters kam, die aber auch nicht allzu lange auf sich warten ließ. Das war dann im November letzten Jahres.

Damit ging es an die Vorbereitung. Das hieß Trainingspläne schreiben und Kacheln zählen im Wasser. Da ich auch diverse Triathlonveranstaltungen geplant hatte, durften sich die Trainingspläne nicht nur ums Schwimmen drehen. Ich beschloss dann, mich mal im Internet umzuschauen und eventuell online Trainingspläne zu ordern. Ich fand dann auch eine Website, die mir vertrauenswürdig und kompetent schien und bestellte dort meine Pläne. Allerdings behielt ich für mich, dass ich diverse Langstreckenschwimmen neben den geplanten Triathlon machen möchte, so dass die Pläne letztlich keine speziellen Inhalte in Bezug aufs Schwimmen hatten. Da dachte ich mir, das krieg ich dann schon selber hin. So begann ich im November mit dem Training nach diesen Plänen. Es dauerte nicht lange, bis ich bemerkte, dass mir das Training in dieser Saison sehr schwer fällt. Mein Körper und mein Geist waren irgendwie nicht bereit all die Dinge zu trainieren, so dass ich immer wieder Trainingseinheiten verkürzte und weg ließ.

Dies entwickelte sich immer weiter, dass ich vor dem ersten Triathlon im Juni beschloss, meine Pläne über den Haufen zu werfen und heuer keinen Triathlon zu absolvieren und nur das Schwimmen durchzuziehen. Puh, da fiel mir ein richtiger Stein vom Herzen und plötzlich machte der Sport auch wieder richtigen Spaß. Allerdings hatte ich Bedenken, ob das Schwimmtraining bisher ausreichte, um die 26 km zu überstehen. Ich war in Kilometern ziemlich weit hinter der Strecke, die ich in 2013 zu diesem Zeitpunkt schon runtergeschrotet hatte. Ab Juni ging`s gleich besser und da ich nur noch Schwimmen musste, lag meine ganze Konzentration darauf. So konnte mich dann auch teilweise zu zusätzlichen Einheiten aufraffen, so dass ich letztlich doch noch auf knapp 40 km pro Monat in der Vorbereitung kam. Wobei ich allein im Juli bis kurz vor Zürich 95 km zurücklegte. Nicht zuletzt kam diese große Distanz im Juli aus den 48 geschwommenen Kilometern beim 33 1/3 Stunden Schwimmen im Cambomare, was eine Woche vorher stattfand. Natürlich wollte ich mich dort nicht zu sehr verausgaben im Hinblick auf die 26 km. Da ergab es sich sehr günstig, dass ich kurzfristig Samstagnachmittag noch ein paar Stunden zu Revolverheld nach Füssen verschwinden konnte. Aber nachdem ich die 48 km abgewickelt hatte und die Durchschnittszeit auch zu meinen Berechnungen für Zürich passten, war ich mir ziemlich sicher, dass ich, wenn auch der See freundlich zu mir ist, unter den mir vorgenommenen 8 Stunden bleiben kann. So konnte ich doch in aller Ruhe am Samstag mit meinen 5 Begleitern zum See reisen.

Was wir dann auch mit Zelt, Luftmatratzen und Schlafsäcken im Gepäck am Samstagmorgen machten. Unterwegs blies der Wind ziemlich heftig und auch in Rapperswil sah man an den Wellenbewegungen des Sees, dass es kein Schwimmwetter war. Aber niemand wollte am Samstag schwimmen und für Sonntag waren beste Bedingungen angekündigt. Ab 15 Uhr fand die Registrierung in Rapperswil statt und um 17 Uhr war noch die Wettkampfbesprechung mit den letzten aktuellen Informationen. Danach widmeten wir uns noch ein wenig dem Städtchen Rapperswil mit seiner Burg und nach dem Essen ging`s zurück zum Zeltplatz. Dort saßen wir noch geraume Zeit gemütlich bei Bier (jeder weiß ja, dass Bier wichtige Nährstoffe für den Wettkampf enthält ;-)) und Lambrusco zusammen, bevor wir alle gegen 23 Uhr im Zelt verschwanden. Ich konnte dann Gott sei Dank gut einschlafen und stand am Sonntag um 5 Uhr früh auf der Matte. Nach letztem Check, ob am Abend alles (Verpflegung für mich und die Paddler) an der richtigen Stelle verstaut worden war, brachen wir zu viert (die Paddler Gabi und Peter, unsere Fahrerin Claudia und ich) gegen 6 Uhr zum Start auf. Das Wetter sah sehr gut aus, Luft und Wasser hatten 23/24°C und der See lag ganz brav vor uns. Am Einstieg fürs Boot, der an etwas anderer Stelle war als mein Start, wurden die Paddler zu ihren Vorbereitungen abgesetzt und ich ging mit Claudia zum Schlossbadi (die Schweizer ;-)), wo es noch ein kleines Frühstück und mehrere Toilettengänge gab. Die restliche Zeit quetschte ich mich in meinen Neo und wartete immer nervöser werdend und immer wieder denkend: „Warum mach ich das nochmal – 8 Stunden schwimmen?? Oh Mann, Fritzi, schwimm einfach schneller, dann biste auch früher raus aus dem Wasser.“

Ein paar Minuten bevor es ernst wurde, ging`s für alle ins Wasser und dann erfolgte um 7 Uhr der Startschuss. Ich löste mich Sekunden nach den anderen, um nicht so ins Getümmel zu geraten und schwamm los. Vorher hatte ich schon ganz aufgeregt nach meinem Begleitboot Ausschau gehalten, hatte es gefunden, aber dann doch wieder verloren. Aber, dachte ich mir, ist nicht schlimm, die werden dich schon finden. So war es dann auch nach höchstens 10 Minuten. Da tauchte es neben mir auf und die anfängliche Aufregung legte sich nach und nach. Das Boot an meiner Seite zu sehen, hat mir viel Ruhe vermittelt. Dann konzentrierte ich mich voll aufs Schwimmen. Und dann schwamm und schwamm ich und die Beiden paddelten und paddelten. Ich hatte ein gutes Gefühl, war auch der Meinung, dass ich gut vorankam. Als ich schon eine Weile unterwegs war, fiel mir links von mir in einiger Entfernung eine Yacht auf.

Die beschäftige mich dann auch, weil ich bei jedem Luftholen versuchte zu erkennen, ob sie eine Startnummer an der Seite hatte oder nicht. Irgendwann entdeckte ich diese dann, konnte sie aber nicht lesen und lies mir später sagen, dass es sich um männliche Konkurrenz handelte. Das beruhigte mich einerseits und andererseits entpuppte sich diese Yacht, die mich dann wirklich fast bis zum Schluss „begleitete“, als Motivator. Jedes Mal, wenn wir zur Verpflegung stoppten, fuhr sie mir davon und umgekehrt erreichte ich sie spätestens wieder, wenn der dazugehörige Typ verpflegt wurde. Jedenfalls schwamm ich und schwamm immer noch und hatte kein Problem, im Gegensatz zu vor 2 Jahren, mich geistig zu unterhalten. Ich war fast immer hochkonzentriert, weil ich unbedingt unter diesen 8 h bleiben wollte. Auch hatte ich mir vorgenommen, nicht ständig nach vorn zu schauen, wann denn der nächste Punkt kommt, um den wir rum mussten. Ich schaute nur, dass ich so gut wie möglich parallel zum Boot blieb. Erst wenn ich relativ sicher sein konnte, dass der ein oder andere markante Punkt nicht mehr weit war, schaute ich aber doch mal vor. Und die Nähe dazu motivierte mich sofort weiter.

Fritzi Wachs Des Weiteren hab ich auch nicht ständig gefragt, wo wir denn sind und hab die Strecke mit der verstrichenen Zeit verglichen. Nein, ich hab nur gefragt, ob ich im Zeitplan liege, den ich meiner Begleitung, zwecks Verpflegungsstopps mitgegeben hatte. Lange Zeit kam da immer als Antwort: „du liegst super in der Zeit, mach dir keine Sorgen“. Übrigens ein Wort noch zur Verpflegung. Ich habe einen Verpflegungs-/Zeit-/Distanzplan mit genauem Timing, wann ich verpflegt werden will und was ich dann möchte, verfasst. Es gab Wasser, Isogetränk, Cola, Banane, Traubenzucker und Gel. Die „Esserei“ hab ich variiert, das Trinken gab`s immer. Wobei ich nicht allzu viel brauchte, da mir das Seewasser auch vorzüglich mundete. Hätte man zumindest meinen können, so oft wie mir da ein Schluck in den Mund geriet J.

Die spannendste Marke war das Passieren der Fähre in Meilen bei km 14,3. Dies war außerdem der erste Cut-off Punkt, was bedeutet, wer dort nicht bis 13.30 Uhr durch ist, wird aus dem Rennen genommen. Das machte mir aber gar keine Sorgen, denn da waren wir schon kurz vor 11 Uhr. Nun zur Fähre. Meine Paddler leiteten mich von Beginn an so nah es ging am Ufer entlang, um die Strecke so kurz wie möglich zu halten. Das ist ihnen auch super gelungen. Vielen Dank dafür!!! Na jedenfalls fuhren wir auf Höhe Meilen ganz nahe an der Kaimauer im Fährhafen entlang und plötzlich seh ich doch, als ich nach links atme, die riesige Fähre wie so ein Riesenkugelfisch mit aufgerissenem Maul auf uns zurasen. Das sah bei dem kurzen Blick, den ich hatte, ziemlich eng aus, aber wir haben es geschafft vor der Fähre durchzukommen. Im blödesten Fall hätten wir stoppen müssen und warten bis die Fähre an- und auch wieder abgelegt hätte. Aber nein, auch die Aufsichtsperson, die an der Stelle die Begleitboote koordinierte, hat zu uns gesagt: „Ihr seid schnell, ihr schafft das noch“ und das haben wir. Ich musste gleich jubeln, da ich 2013 erst dort durchkam, als die Fähre wieder von Meilen weg schipperte.

Gut, immer wieder ging mein Blick beim nach links atmen auf die Suche nach der Yacht. War sie mal weiter vorn, gab ich etwas Gas, um wieder ran zukommen. So war ich wirklich immer irgendwie beschäftigt. Wir kamen weiterhin ganz gut voran bis ca. km 18/19. Dann merkte ich, wie die Kraft nachzulassen begann. Und ich hatte immer mehr das Gefühl, dass ich gar nicht mehr gut vorankäme. Ein Blick auf die Yacht links sagte mir, aha dem Typ geht’s wohl ähnlich. Er war mir noch nicht davongeschwommen, er war immer noch da. Aber, ich konzentrierte mich wieder, sagte mir immer „unter 8 h“, fing dann auch an meine Paddler zu nerven, indem ich zu jeder Pause fragte, ob ich es denn immer noch schaffe. Jetzt hieß es inzwischen: „ja, du schaffst es noch, du liegst immer noch unter dem Plan“. Und wieder schwamm ich und schwamm und sie paddelten und paddelten und ich behielt die Yacht im Auge. Dann kam das Küsnachter Horn bei km 21,8. Auch da schaute ich erst nach vorn, als ich der Meinung war, jetzt ist`s nicht mehr weit. So war das zwar auch, aber dann kam ein Verpflegungsstopp und als es weiter ging, sah ich: „hey hier waren wir schon“. Es hatte uns, weil`s doch etwas windig war und der Wind von vorn kam, etwas zurückgetrieben. Aber gut, auch kein Thema, weiter schwimmen. Dann rum ums Horn und das Wasser wurde wieder besser. Was macht die Yacht? Noch da. Ja dann kamen die letzten knapp 5 km. Immer wieder fragte ich, schaff ich`s noch? Ja, du schaffst es noch. Yacht war auch noch da. Dann etwa 2 km vorm Ziel, hatte mich grad wieder, und nun innerlich schon etwas verzweifelter, weil ich immer weniger das Gefühl hatte noch vorwärts zu kommen, erkundigt, ob ich es noch schaffe, tauchte plötzlich zwischen uns und „meiner“ Yacht ein anderes Kajak samt Schwimmer auf. Und, da bin ich jetzt auch etwas stolz drauf, den hatten wir ruck zuck hinter uns gelassen. Da sagte ich mir, weil auch mein Yacht-Begleiter irgendwie nicht mehr mithalten konnte, dass ich ganz so schlecht doch nicht unterwegs war.

Fritzi Wachs, ZürichseeZumal auch meine Luft noch soweit gereicht hat, meinen Paddlern die Anweisung zuzurufen, dass sie das Überholmanöver doch bitte filmen sollten. Sie erzählten mir hinterher, dass der Schwimmer, den wir eingeholt hatten, als er sah, dass eine Frau an ihm vorbeischwamm, sich nochmal kurz aufgebäumt hatte, aber schnell merkte, er kommt nicht mit und dann augenscheinlich ziemlich einbrach. Noch dazu, weil ja auf der anderen Seite ein männlicher Konkurrent auch noch an ihm vorbeischwamm. Ich konnte ihm tatsächlich noch 6 Minuten auf diesem letzten Stück abnehmen. Jedenfalls holte ich dann nochmal alles aus mir raus, um auch wirklich beide Männer hinter mir zu lassen und kam endlich überglücklich, weil ich wusste, ich hatte es unter den 8 h geschafft, im Badi (und wieder die Schweizer ;-)) Tiefenbrunnen in Zürich an. An Land wurde ich nach exakt 7:53:11 Stunden mit Medaille und Händeschütteln und Gratulation von den Veranstaltern und von meinen an Land gebliebenen Begleitern begrüßt. Und als mir dann noch unterbreitet wurde, ich sei auch als allererste Frau angekommen, da konnte ich es kaum fassen. Echt, ich hab mich riesig gefreut. Ok, kleines Interview und 2 Minuten später kam meine ständige männliche Begleitung mit der Yacht ins Ziel. Ein kleiner Dank gilt ihm für die dauernde Beschäftigung, die er mir lieferte. Inzwischen waren auch meine Paddler an Land, sie mussten woanders aus dem Wasser, da dies an dem Strandbad nicht möglich war. Dann gab`s natürlich fette Umarmungen und Jubel über die tolle Leistung, die wir hier miteinander abgeliefert haben.

 

Wir gingen zu dem Plätzchen der Anderen, die, während wir uns im See rum tummelten, dafür sorgten, dass unsere gesamten Utensilien vom Zeltplatz verschwanden. Dort gab`s für die

Fritzi erst mal ein ordentliches Bier aus dem Allgäu. JamJam, das war voll lecker!! So nach und nach wurden die Ergebnistafeln, die aufgestellt waren und nach jedem Ankömmling aktualisiert wurden, von uns gecheckt. Dort stellten wir dann auch fest, dass von den 44 gestarteten Schwimmern nur 3 Männer vor mir im Ziel angekommen waren. Das zauberte mir das nächste Lächeln aufs Gesicht. Ja und nach dem Bierchen ging ich duschen, gönnte mir noch eine tolle Massage und dann warteten wir auf die Siegerehrung, die natürlich noch 4 Stunden auf sich warten ließ, bis der letzte Schwimmer unter dem Beifall aller nach 11:57:39 Stunden kurz vor Zielschluss 19 Uhr das Strandbad erreichte. Es gab aber den ganzen Nachmittag über ein tolles Buffet, wo wir uns alle immer wieder bedienen konnten und natürlich beobachteten wir jeden weiteren Verrückten, der es geschafft hat. Dann packten wir noch vor der Ehrung all unseren restlichen Kram in die Autos, weil wir direkt danach gen Kempten fahren wollten. Für einen von uns war die Nacht nämlich schon am Montagmorgen um 3 Uhr zu Ende. Dann kam die Siegerehrung, bei der allen Schwimmern ein Pokal eine Urkunde und eine Tasche mit diversen Naturalien – Badetuch, Duschbad, Mango, Riegel, Saft etc. – und den jeweils ersten 3 ein Blumenstrauß überreicht wurden. Ich stand auch ganz oben und hab mich dort sehr wohl gefühlt. Tja, dann noch letzte Fotos und ab ging die Post nach Hause.

 

Das Grinsen vom Sonntag hab ich, glaub ich, immer noch im Gesicht und bekomm es so schnell auch nicht raus J. Und bis auf Schulterschmerzen und schweren Armen bin ich recht heil aus der Sache rausgekommen, was aber beides nicht in einem Muskelkater mündete und inzwischen auch verflüchtigt hat.

Nun möchte ich mich noch ganz herzlich bei meinen tollen Freunde auf dem See (Gabi und Peter) und um den See rum (Claudia, Anja und Holze) für ihre moralische Unterstützung und ihren körperlichen Einsatz beim Paddeln und Füttern, wie beim Zeltabbau und Transport all unserer Sachen von Rapperswil nach Zürich bedanken. Ohne euch hätte ich das nicht geschafft, auch das vorbereitende Training an Nieso und Rottachspeicher. Schön, dass es euch gibt J !!!

Zusammenfassend war alles perfekt, mein Ziel hab ich erreicht und viel mehr.

Es waren 44 Soloschwimmer gesamt aus 18 Nationen, davon 34 Männer und 10 Frauen. Aus Deutschland waren 8 Männer und 4 Frauen vertreten. Der beste Schwimmer kam nach 6:42:41 Stunden in Zürich an. Mit meinen 7:53:11 Stunden belegte ich den ersten Rang der Frauen gesamt, war damit bester deutscher Teilnehmer und habe in meiner Startkategorie meinen eigenen Rekord von 8:14:22 h aus dem Jahr 2013 gebrochen und nur 3 aller Männer waren schneller als ich. Was will man mehr?? NICHTS!!!!

 

Ich habe nun keinen Grund mehr, den See noch einmal durchzuschwimmen. Aber sag niemals nie J. Ich kann ja mal schauen, was es noch für Möglichkeiten gibt.

 

Fritzi

KE, 30.07.2015

 

 

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