Neuer Rekord beim 33,3-Stundenschwimmen im Cambomare

33,3-Stundenschwimmen, Kempten

Christian Schröder mit Pokalen
Christian Schröder. Fotos: Ludwig Haver

712 Teilnehmer verzeichneten die Organisatoren bei der dritten Auflage des 33,3-Stundenschwimmens im Cambomare in Kempten.  Insgesamt wurden von Samstag 9.13 Uhr bis Sonntag um 18.33 Uhr stattliche 3460 Kilometer zurückgelegt. Das macht im Schnitt 5,1 Kilometer pro Person. Umso überragender war die Leistung des Siegers: Christian Schröder aus Bernbeuren (Ostallgäu) schwamm 62 Kilometer! Auch bei den Frauen gab es einen neuen Rekord, den Sigi Thomas  aufstellte.

Das 33,3-Stundenschwimmen fand nach zwei Jahren Pausen heuer zum insgesamt dritten Mal statt.  Neben vielen Hobbyschwimmern waren auch einige ambitionierte Langstreckler am Start, die sich auf den Weg machten, die bisherigen Bestmarken weiter auszubauten. Als er aus dem Wasser stieg, fühlte sich Überraschungsmann Christian Schröder (21) dann auch wie erlöst. „Teils war es wirklich zäh. Vor allem mental. Irgendwann wird es langweilig, wenn man so viele Kilometer im Wasser unterwegs ist“, sagte der Schwimmer vom Team Buron Kaufbeuren, der beim dritten 33,3-Stundenschwimmen im Cambomare in Kempten eine Bestmarke aufstellte. 62 Kilometer kraulte er innerhalb dieser Zeitspanne.

Damit übertrumpfte er die bisherige Bestmarke des Baden-Württembergers Roland Klink (Neulingen) aus dem Jahr 2012 um zwei Kilometer.  „Ich war schon bei der Premiere des 33,3-Stunden-Schwimmens vor vier Jahren dabei. Damals habe ich mir vorgenommen, hier auch einmal auf dem Treppchen zu stehen“, sagt Schröder, 33,3-Stundenschwimmender bayernweit als starker Schwimmer auf den Mittelstrecken (200, 400 und 800 Meter Kraul) bekannt ist. Anders teilte er sich die Kräfte in Kempten ein. Hier ließ er es vergleichsweise ruhig angehen, um dafür umso länger durchzuhalten. Fünf bis sechs Pausen gönnte er sich bei seinem Rekord-Einsatz. Die längste dauerte vier Stunden.

Den Schlaf holte der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik am gestrigen Montag nach. Vorausschauend hatte er sich diesen Tag schon länger frei genommen.

Ganz schön geschafft waren auch viele weitere der 721 Teilnehmer und der 200 Helfer. Jeder gab sein bestes, damit am Schluss das vom Gastgeber TV Kempten anvisierte Ziel von 3333 zurückgelegten Kilometern auch erreicht wird. Das gelang mit 3460 Kilometern letztlich deutlich.

„Es waren einfach zwei tolle sportliche Schwimmtage die auch den Breitensportlern gezeigt haben, dass Schwimmen unglaublich Spaß macht und mehr ist als Kachelzählen“, sagte Abteilungsleiter Thomas Barmetler, der selbst mit bestem Beispiel voran ging. Trotz der Organisationsarbeit steuerte er selbst auch noch 25 geschwommene Kilometer bei.

Reichlich zu tun hatten bei so viel Tatendrang auch die Bahnenzähler: So legte allein Frauensiegerin Sigrid Thomas (49, Jungholz) 2266 Bahnen zurück! Ihre 56,650 Kilometer bedeuteten ebenfalls einen Rekord. Im Vergleich zu ihrer ersten Teilnahme steigerte sich Thomas gleich um über 15 Kilometer. Gut möglich, dass auch seine Bestmarke Christian Schröder ausbaut. Im nächsten Jahr will er wieder dabei sein.

Ergebnisse:
Die meisten Kilometer
Männer 1. Christian Schröder (Kaufbeuren) 62 km, 2. Sebastian Kraus 50 km, 3. Tobias Kupfer und Tobias Schmähling (TVK) je 42,2 km.
Frauen 1. Sigi Thomas (Jungholz) 56,650 km, 2. Friederike Wachs (Kempten) 48 km, 3. Antonia Haver und Rebecca Spielberger (beide TVK Kempten, jeweils 33,8 km).

3 Gedanken zu „Neuer Rekord beim 33,3-Stundenschwimmen im Cambomare“

  1. Klasse Leistung von allen und Gratulation an die neuen Rekordinhaber 🙂
    Aber auch die lockeren, mit Unterbrechungen geschwommenen 48 km von Fritzi lassen auf ein Spitzenergebnis kommendes Wochenende beim Zürichseeschwimmen hoffen 😉

  2. Vielen Dank an alle Teilnehmer und besonders die fleißigen Helfer. Ihr habt diese zwei Tage und die Nacht wieder zu einem besonderen, einmaligen Ereignis gemacht.
    Wir hoffen, dass Ihr – ähnlich wie nach der Auflage im Jahr 2012 – auch nach längerer Zeit noch schöne Erinnerungen an das Event habt … und wer weiß: vielleicht sieht man sich das nächste Mal (wann auch immer das sein wird) wieder!

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