Laura Zimmermann: Die nächsten Highlights im Blick

Foto: Sabrina Schindzielorz
Laura Zimmermann fotografiert von Sabrina Schindzielorz.

Im Kraichgau hat es Laura Zimmermann richtig krachen lassen. Die 24-Jährige aus Marktoberdorf holte sich beim Ironman 70.3 den deutschen Titel in der AK 25 bis 29. Und wurde obendrein Gesamt-Achte! Jetzt hat sie weitere Saisonhöhepunkt im Blick. Dazu zählen die Weltmeisterschaft in Zell am See  und – natürlich – im Vorfeld ihr Heimrennen: der Allgäu-Triathlon am 16. August in Immenstadt.


Auf das Heimrennen freut sich die Allgäuerin schon jetzt.  “Ich liebe die Umgebung und vor allem die Natur dort”, freut sich die frisch gebackene deutsche Meisterin auf den Allgäu-Triathlon. Bei ihrer Alpsee-Premiere im Vorjahr war sie gleich Zweite auf der olympischen Distanz geworden. Auf dieser Strecke will sie auch diesmal antreten, um den Wettbewerb als Vorbereitung auf die Ironman 70.3-WM in Zell am See am 30. August zu nutzen.  “Vor allem die Radstrecke hat es in Immenstadt ordentlich in sich und das Rennen ist fair und kein ,,Lutscherennen”.  Dort trifft man immer viele bekannte Gesichter. Ich finde es super, wie  den Veranstaltern die Verbindung zwischen Kult und Trend sehr gut gelungen ist”, meint sie und schiebt gleich noch ein Argument für eine Teilnahme hinterher: “Das Finisher-Buffet ist einzigartig gut! 😄”

Foto: Kilian Kreb
Foto: Kilian Kreb

Ordentlich Biss und Erfolgshunger bewies Zimmernann zuletzt im Kraichgau. Und bestens gerüstet für die Hitzeschlacht war sie auch. Bei Temperaturen um die 30 Grad ließ sie sich auf dem Laufkurs von einem Betreuer immer wieder Eiswürfel reichen. „Damit habe ich Hände, Nacken und Rücken gekühlt. Sonst wäre ich bei der Bullenhitze eingegangen“, erzählt sie. Die „eiskalte“ Strategie ging auf: Zimmermann gewann erstmals den deutschen Amateur-Titel auf der halben Ironman-Distanz in der Altersklasse 25 bis 29 Jahre. Für 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen benötigte sie 4:43:35 Stunden. Speziell die Laufzeit war einmal mehr eine Klasse für sich: In 1:26:51 beendete sie den abschließenden Halbmarathon.

Foto: Kilian Kreb
Foto: Kilian Kreb

Zum Vergleich: Mit dieser Zeit wäre sie heuer Dritte beim Halbmarathon in Kempten geworden. Mindestens genauso wie über den Titel freute sich Zimmermann, dass sie im Gesamt-Klassement im Kraichgau Platz acht bei den Frauen belegte. Beim Sieg der Dänin Camilla Pedersen (4:24:56) ließ sie etliche Profis hinter sich – und empfahl sich für den bezahlten Sport. „Theoretisch könnte ich jetzt schon eine Lizenz als Profi lösen. Doch ich möchte erst mein Examen im nächsten Frühjahr machen“, sagt die Zahmedizin-Studentin, die vor fünf Jahren beim SV 05 Würzburg zum Triathlon kam.

Bei ihrem raschen Aufstieg profitierte sie von einer guten sportlichen Grundlage, die sie sich in ihrer Jugend beim Schwimmen, Turnen, Tennis und Fußball angeeignet hatte. Mittlerweile staunt die Konkurrenz nicht nur im Allgäu über ihre Leistungen. Im Winter und Frühjahr hat sie bei drei Aufenthalten in südlichen Gefilden (Lanzarote, Fuerteventura, Mallorca) unter anderem als Guide bei “Hannes Hawaii Tours” vor allem Rad-Kilometer geschrubbt. „Da habe ich mich auf jeden Fall verbressert. Wenngleich ich im Kraichgau noch nicht alles abrufen konnte“, sagt Zimmermann, die pro Woche allein 200 bis 300 Kilometer im Sattel verbringt.

Mit ihrem Sieg hat sie sich für die Weltmeisterschaft am 30. August in Zell am See qualifiziert, wo sie sich einen Podestplatz in ihrer Altersklasse zutraut. Zur Vorbereitung will sie beim Allgäu-Triathlon (16. August) auf der olympischen Distanz antreten. Als weiteres Großereignis könnte sich Laura noch die Ironman 70.3 Europameisterschaft in Wiesbaden vorstellen. Obwohl ihr der Kraichgau-Erfolg die Qualifikation für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii einbrachte, wird sie beim Saisonhöhepunkt nicht antreten. „Ich will noch nicht auf die Langdistanz wechseln. Das kommt noch früh genug“, kündigt Zimmermann einen cleveren Formausbau an.