Wettschuld eingelöst: Tommy radelt bis zum Tower!

Tommy Weigand


Tommy Weigand hat es tatsächlich geschafft: Um seine Wettschulden einzulösen, radelte der Fußball-Trainer des FC Nesselwang von seinem Heimatort bis nach London! Und erlebte emotionale Momente.

 

 

Tommy 2 RadtourDie letzten Kilometer quer durch London gerieten für Tommy Weigand zur Triumph-Fahrt. Um eine Wettschuld einzulösen, hatte der gebürtige Kemptener knapp 1100 Kilometer auf seiner siebentägigen Radtour vom Allgäu bis in die britische Hauptstadt abgespult. Entsprechend groß war die Euphorie des früheren Fußballers beim TSV Kottern bei der Zielankunft. „Als ich die Tower Bridge gesehen habe, standen mir Tränen in den Augen“, gesteht der 35-Jährige, der von seinem Kumpel Dieter Weinert (früher Trainer FC Kempten) empfangen wurde. Weigand fiel eine Last von den Schultern. Der heutige Trainer beim Kreisklassisten FC Nesselwang hat Wort gehalten.

Frankreich Grenze RadtourVor zwei Jahren hatte er mit Kumpels gewettet, dass keine zwei deutschen Mannschaften das Champions-League-Finale 2013 erreichen werden. Bis dato hatte es das auch noch nie gegeben. Doch am 25. Mai kam es im Wembley-Stadion tatsächlich zum deutschen Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (2:1). Damit war Weigands Tortur besiegelt. Denn der Produktionsplaner hatte vollmundig verkündet, im Falle eine Wett-Niederlage von seinem Heimatort Nesselwang bis nach London zu radeln. Jetzt löste er sein Versprechen ein. Bei seiner einwöchigen Solo-Tour auf dem Rennrad radelte er mit 14 Kilo Gepäck über Deutschland, Holland und Belgien nach Nordfrankreich und setzte dort mit der Fähre nach Großbritannien über. „Es war ein unglaubliches Erlebnis – auch wenn es teils eine richtige Quälerei war“, sagt Weigand.

Zwar war er dank 3000 Trainingskilometern im Vorfeld körperlich bestens gerüstet. Was ihm jedoch zu schaffen machte, waren technische Rückschläge. So funktionierte das GPS-Gerät nur eingeschränkt, was teils zu nervenaufreibenden Hotelsuchen führte. An einem Tag saß er über 14 Stunden im Sattel. „Da habe ich mir dann schon mal gedacht, weshalb ich mir das alles antue“, sagt der verheiratete Vater einer kleinen Tochter. Andererseits verschafften ihm die Landschaft und die Begegnungen auf der Strecke Glücksmomente. „Speziell in England waren die Leute super freundlich“, sagt Weigand.

Besonders groß war die Freude, als er an der Tower Bridge wie vereinbart von seinem Kumpel Dieter Weinert erwartet wurde, der nach London geflogen war. Gemeinsam wurde gefeiert und auf das erfolgreiche „Finish“ angestoßen. Mittlerweile sind die beiden wieder zurück im Allgäu – und Tommy Weigand hat schon das nächste Ziel vor Augen: Er will beim Mountainbikemarathon am 13. Juni in Pfronten antreten. Genug Kilometer hat er jetzt ja in den Beinen..