La Diagonela: Hans-Werner Reichart bester Deutscher in der Schweiz

3Eigentlich hätte das Hauptrennen der La Diagonela in Zuoz (Schweiz) über 65 Kilometer in klassischer Technik ausgetragen werden sollen. Ideal zur Vorbereitung auf den 90 km langen Vasalauf in Schweden. Wenig Schnee zwang die Organisatoren allerdings dazu, die Strecke zu verkürzen und das Rennen auf einer knapp 15 Kilometer langen Runde auszutragen, die drei mal zu durchlaufen war. Für eine Überraschung sorgte der Westallgäuer Hans-Werner Reichart.

Hans-Werner Reichart war bester Deutscher und schickte uns dieses Foto von seinem Triumph.
Hans-Werner Reichart war bester Deutscher und schickte uns dieses Foto von seinem Triumph.

Dieses Jahr fand das Rennen zum zweiten Mal statt und war erstmals auch für Volksläufer offen. Vergangenes Jahr durften nur Profiteams an den Start. Diese waren auch dieses Jahr wieder zahlreich am Start. Umso erfreulicher, dass sich die (West-)Allgäuer Starter gut in Szene setzen konnten. Allen voran Hans-Werner Reichart, der für das Team Toko-Deutschland an den Start ging. Ausgerechnet der mit 44 Jahren älteste unter den Westallgäuern war am erfolgreichsten und wurde mit dem 47. Rang sogar bester Deutscher.

Bei Null Grad und Schneefall war Wachsen ein schier unlösbares Problem. Und so entschied sich Hans-Werner trotz einigen knackigen Anstiegen ganz auf Steigwachs zu verzichten und die Strecke im Doppelstock durchzuschieben. Das Rennen gestaltete sich aufgrund des stumpfen Schnees und des Schneefalls sehr schwer, hinzu kam, dass zunächst ein Skidoo die eingelaufene Spur direkt vor ihm zunichte machte und in der nächsten Runde die Organisatoren der Läufern etwas Gutes tun wollten und mit dem Loipengerät neue Spuren zogen. Diese waren allerdings noch langsamer, so dass Hans-Werner in einem Zwischenspurt das Loipengerät überholte.

Etwas unübersichtlich war anscheinend der Zieleinlauf. Der vermeintlich sichere Sieger, der bereits 1:30 Min. Vorsprung vor seinen Verfolgern hatte, bog 1,5 km vor dem Ziel falsch ab. Pechvogel Bill Impola erreichte erst 37 Minuten nach dem Sieger Pettersen Oystein (Norwegen, 2:03.11) das Ziel auf Rang 84, wurde aber dennoch für seine Leistung gefeiert.

Auch Hans-Werner bog an der gleichen Stelle zunächst falsch ab, bemerkte seinen Fehler aber sofort und konnte so ohne größeren Zeitverlust Richtung Ziel stürmen.

Die Platzierungen der Westallgäuer:

47. Reichart Hans Werner 1971 D-Scheidegg Team Toko Deutschland 2:18.32,2 42-M40 5.
54. Lau Michael 1990 D-Oberreute SV Oberreute 2:21.20,2 42-M20 25.
55. Mellert Michael 1972 D-Weiler-Simmerberg Team Toko D, 2:21.38,7 42-M40 7.
67. Fischer Simon 1981 D-Oberreute SV Oberreute 2:32.21,3 42-M30 26.
76. Lau Florian 1988 D-Oberreute SV Oberreute 2:35.50,8 42-M20 32.

…und der “restlichen Allgäuer”

65. Kuisle Michael 1995 D-Sonthofen SC Sonthofen 2:32.17,4 42-Mjun 1.
82. Haas Erwin 1957 D-Unterthingau RC Allgäu 2:39.52,3 42-M50 5.
91. Sommer Manfred 1966 D-Sulzberg TSV Buchenberg 2:42.53,3 42-M40 15.

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