Cook&Run mit Uwe Pfanzelt: „Mein Treibstoff sind Chia-Samen“

Uwe Pfanzelt In der Serie Cook&Run stellen wir Sportler und ihre Ernährungstipps vor. Diesmal baten wir Trail-Runner Uwe Pfanzelt um sein Erfolgsrezept.  Der 53-jährige Langstrecken-Spezialist aus dem Ostallgäu schwört auf mexikanische Chia-Samen. Doch lest am besten selbst…

Wenn Trail-Runner Uwe Pfanzelt aus Ingenried bei Kaufbeuren zu Extremläufen aufbricht, dann braucht er weder Gels noch Riegel. Der 53-Jährige schwört bei Wettkämpfen und im Training auf mexikanische Chia-Samen, die er tags zuvor in Wasser oder Saft einlegt und schluckweise aus der Flasche trinkt. „Das ist mein Treibstoff. Ich kann es jedem Ausdauersportler nur empfehlen, das auszuprobieren. Klar, jeder muss selbst rausfinden, was er gut verträgt. Mir selbst  bringt es jedenfalls enorm viel”, sagt der fünffache Finisher beim legendären Transalpine Run über die Alpen, der als OP-Pfleger arbeitet.

Uwe 993Seit über 20 Jahren ist Uwe Pfanzelt Läufer durch und durch. Der frühere Bayernliga-Fußballer beim FC Memmingen hat 1992 seinen ersten Halbmarathon in 1:37 Stunden gefinisht und war ab da nicht mehr zu halten. Mittlerweile fühlt er sich vor allem auf den langen Trails zuhause und hat so ziemlich alle Klassiker gemeistert, die es im Alpenraum gibt. Seine Lieblingsgerichte sind Lachs-Nudeln, Süßspeisen, Paprika-Schoten und Bratkartoffeln. Doch seine Kraft im Training und im Wettkampf bezieht er vor allem aus einer Quelle: Chia-Samen, die in Wasser oder Saft aufgelöst werden.

„Gels verträgt mein Magen nicht. Überhaupt halte ich nichts von chemischen Zusätzen. Ich setze auf die Kraft der Natur“, sagt der Chiathlet, der vor drei Jahren bei einem Lauf mit seinem Kumpel Steffen Wittmann das erste Mal Chia-Samen zu sich nahm. Zu Beginn war noch leicht skeptisch (“sieht aus wie Froschlaich”). Doch das änderte sich schnell. “Innerhalb kurzer Zeit war ich wirklich begeistert davon. Ich komme beispielsweise in keinen Hungerast mehr. Das Chia hält den Blutzuckerspiegel konstant hoch”, sagt Uwe Pfanzelt, für den es seither nicht mehr ohne geht. Weder in seinem stressigen Job mit Schichtbetrieb, noch im Training oder bei Wettkämpfen.

Beim Transalpine Run beispielsweise baut er während des Rennens voll auf das Naturprodukt. So hat er immer eine Getränkeflasche dabei, in die er einen halben Liter Flüssigkeit (Wasser, Saft oder auch mal Algavensirup) mit zwei bis drei Esslöffeln der geschmacksneutralen Chiasamen versah. Die Mischung setzte er Abends vor dem Wettkampf an, damit die Samen das Wasser aufziehen können.  “Das Ganze gibt eine gelartige Mischung, die alles beinhaltet, was ich brauche. Und ich vertrage sie weitaus besser als Gels”, erklärt er. Die Chia-Samen weisen demnach einen sehr hohen Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Proteinen, Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen auf.

Auch im Alltag vertraut  Uwe Pfanzelt auf die Kraft der Chia-Samen. „Ich esse insgesamt weniger, bin fitter und selbst nach Schichtwechseln weniger müde.” Der Vielfalt der Zubereitungsmöglichkeiten sei keine Grenzen gesetzt. Uwe Pfanzelt hat die Chia-Samen beispielsweise auch schon fürs Brotbacken oder als Salat-Dreingabe verwendet. „Letztlich muss jeder selbst herausfinden, was ihm schmeckt und gut tut. Bei mir ist es in jedem Fall Chia”, sagt Uwe Pfanzelt, der zur Regeneration zudem auf Knollen der Maca-Pflanze und Pulver der Moringa- Pflanze steht.

Seine Fitness will der 1,78 Meter große und 72 Kilogramm leichte Ausdauersportler im nächsten Jahr einmal mehr unter Beweis stellen. Er will den Transalpine Run mit Hans-Peter Danneberg, dem Chef von Chiamind Performance angehen.

Auf der Suche nach der passenden Wettkampfkost dürfte sich dieses Duo garantiert einig sein…

6 Gedanken zu „Cook&Run mit Uwe Pfanzelt: „Mein Treibstoff sind Chia-Samen““

  1. Auf Grund der Inhaltsstoffe die in dem Beitrag angegeben werden kannst Du unmöglich Deinen Blutzucker Spiegel hochhalten, wie Du schreibst..

    1. Hallo Hans-Uwe. Antwort
      Die Formung eines Polysaccharid-Gels aus Faser und Ballaststoffen verhindert den vorzeitigen Abbau der Kohlenhydrate durch die Enzyme im Magen und reguliert somit den Blutzuckerspiegel.Der Körper wird länger mit Energie versorgt.
      Hoffe du kannst was damit anfangen.
      P.S. probiere es mal aus.
      Lg Chiathlet Uwe

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