Besser kraulen – auch ohne „Gummiboot“

Schwimmseminar Allgäu Ausdauer 30. November 2014
Erhielt viel Lob für seine Technik: den Lauf-Experten Axel Reusch aus Sonthofen hielt Trainer Erik Hanold für einen waschechten Schwimmer. Ein Ritterschlag gewissermaßen.

Ein bisschen Anspannung war schon dabei, als Meistertrainer Erik Hanold beim vierten Schwimmseminar von Allgäu-Ausdauer im Cambomare-Freizeitbad in Kempten mit der Videoanalyse begann: „Wo isch denn der Fluchtweg?“, stellte sich Teilnehmer Robert Diesch schmunzelnd auf einen gnadenlos Verriss des Schwimmexperten ein. Doch davon konnte freilich keine Rede sein. Zwar machte Erik aus seiner teilweisen Verblüffung keinen Hehl („Du hast Dich sicher noch nie schwimmen gesehen?!“). Doch unterm Strich war er sehr zufrieden – entweder mit der dargebotenen Technik oder mit dem Willen der Teilnehmer, diese zu verbessern. Denn die meisten waren ja keine waschechten Schwimmer, sondern Ausdauersportler bzw. Triathleten, die im Wettkampf auf „Gummiboote“ verlassen, wie Erik Neoprenanzüge nennt.

Erstaunlich: Ausgerechnet Lauf-Experte Axel Reusch brachte das beste Schwimm-Niveau mit. Und das obwohl laut Eriks Theorie ja Läufer einen entscheidenden Nachteil haben: Sie verfügen über ziemlich steife Fußgelenke, was beim Beinschlag nicht eben förderlich ist. Bei Axel merkte man von dieser „Krücke“ nicht viel. Wohl auch deshalb, weil seine Gleitphase und Wasserlage ruhig und stabil ist.

Von Eriks Lob war der mehrfache Hawaii-Finisher wohl selbst am meisten überrascht. „So was hat noch kein Schwimmer zu mir gesagt“, sagte er grinsend.

Die besten körperlichen Voraussetzungen brachte freilich Julian mit, der extra aus Ulm angereist war und bereits um 5.30 Uhr in der Früh (Respekt!!!) losgefahren war, um pünktlich im „Cambo“ zu erscheinen. Bei einer Körpergröße von 1,98 Meter und einer Schuhgröße von 47 dürfte von ihm noch einiges zu hören sein, wenn er die technischen Ratschläge berücksichtigt. Wir werden gespannt verfolgen, wie er sich bei seinem Ziel 2015, dem Engadin Swim&Run, schlägt. Der eine oder andere Konkurrent wird zu unserem „Langen“ (Erik) garantiert aufschauen…. 🙂

Angetan war Experte Erik auch von den Kämpfer-Qualitäten der Triathleten Bea, Antje, Alexandra und  Markus, die trotz der einen oder anderen unkonventionellen Fortbewegungsmethode („Könnte eine Macke sein, dann lassen wir es so. Macken soll man nicht ändern….“) bereits erfolgreich durchs Wasser pflügen. Mit Hilfe seiner Tricks („Verankern!!!“) dürften sie sich ihren Weg künftig wohl noch effizienter bahnen.

Das gilt mit Sicherheit auch für Cathrin, die über eine beachtliche Beweglichkeit in der Schulter verfügt und sehr elegant durchs Becken glitt. Erik gab ihr dennoch einen Tipp: „Das Wasser streicheln ist schön. Aber immer nur streicheln reicht nicht…“

Andererseits: Von zu viel „Draufhauen“ hält der Experte auch nichts. Es gilt die richtige Mischung zu finden – und genau an diesem Punkt könnten sich Robert, Jochen und Anne-Sophie relativ leicht tun. Ihre Schwimmkarrieren stehen im Vergleich zu den anderen in den Startlöchern. Die nötigen Grundlagen haben sie nun gelernt.

Das Schwimmseminar gab ihnen (hoffentlich möglichst viel) Auftrieb für künftige Ziele…

2 Gedanken zu „Besser kraulen – auch ohne „Gummiboot““

  1. Hallo,
    ich interessiere mich auch für ein Schwimmseminar. Könntet Ihr mich bitte auch auf dem Laufenden halten, wenn wieder eins angeboten wird? Würde mich sehr freuen. Es hört sich sehr interessant an.

    Grüße

    Ute

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.