Turbulentes Rennen für Thomas Reichl in New York

New York Marathon, Thomas Reichl
Macht auch vor den Wolkenkratzern mächtig Tempo: Thomas Reichl blieb beim Marathon in New York unter drei Stunden. Fotos: Kerstin Petsch

Früher war er Fußball-Torwart. Heute ist er als Ausdauersportler kaum zu bremsen. Thomas Reichl vom RC Allgäu hat sich ein lang ersehntes Ziel erfüllt. Der Obergünzburger kämpfte sich beim 44. New York Marathon ins Ziel – und blieb bei seiner NY-Premiere gleich mal unter drei Stunden. Obwohl es ganz schön turbulent zuging, wie der 32-Jährige Allgäu Ausdauer gleich nach dem Rennen schrieb.

Temperaturen um die sieben Grad und eisige Winde: Der New York Marathon verlangte von den 50 000 Startern alles ab. Auch an der Spitze wurde es ein spannendes Rennen, in dem sich Berlin-Sieger Wilson Kipsang auf den letzten 300 Metern durchsetzte. Der 32-jährige aus Kenia gewann in 2:10:58 Stunden. Zum Vergleich: In Berlin war er bei seinem Weltrekord 2:03:23 gelaufen. Zweiter wurde der Äthiopier Lelisa Desisa mit vier Sekunden Rückstand. Laut Statistik war es die langsamste Siegerzeit seit 2003, was wohl weniger über die Qualität an der Spitze, sondern mehr über die schwierigen Bedingungen aussagt. Und mit diesen hatten alle zu kämpfen. Auch Thomas Reichl. Unser Allgäu-Man in New York.

New York MArathon, Thomas ReichlIn 2:55:28 Stunden fightete er sich in Ziel und belegte damit den 403. Platz im Gesamtfeld der Männern sowie den 109. Platz in seiner Altersklasse. Damit war er zurecht einfach nur glücklich, wie er uns per Mail schreibt:

„Das war knapp an meiner Bestzeit vorbei, jedoch gefühlt mein bester gelaufener Marathon aufgrund der Bedingungen.“

Für Thomas Reichl hielt New York somit ein versöhnliches Ende bereit. Bereits 2012 wollte er in der US-Metropole laufen. Doch wegen des Sturms Sandy wurde die Veranstaltung damals abgesagt. Diesmal klappte alles, wenngleich der Wind kräftig durch die Häuserschluchten pfiff:

 „Die Bedingungen waren ziemlich hart weil heute sehr starker Wind war der meist von vorne oder der Seite kam. Es wurden heute Windböen von über 50 km/h vorhergesagt. Und die kamen auch :)“

Die Strecke führt durch alle fünf Stadtteile New Yorks. Allein schon der Start auf der Verrazano-Narrows-Bridge sei spektakulär, berichtet Thomas. Die ersten drei Kilometer führen nur auf dieser Brücke. Die Strecke danach sei alles andere als flach und hält etwa 400 Höhenmeter bereit. Somit erlebte er das Rennen als „ständiges auf und ab“. Zumal die Strecke immer wieder über Brücken führte, wo der Wind am stärksten zu spüren war.

Doch das brachte Thomas Reichl nicht aus dem Konzept. Vielmehr ließ er sich von den beeindruckenden Geschehnissen entlang der Strecke beflügeln – und stürmte erfolgreich dem Ziel im Centralpark in Manhatten entgegen.

„Die Stimmung war wirklich sagenhaft am Streckenrand. Etwa zwei Millionen Zuschauer waren da, sagt der Veranstalter. Darunter unzählige Bands am Straßenrand“.

Dank dieser unglaublichen Kulisse und eine super Zeit dürfte Thomas Reichle der New York Marathon noch lange in Erinnerung bleiben….

 

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