Roland Blank: “Hawaii mein allerschwerster Ironman”

Roland_Blank_Rad
Roland Blank vom TV Memmingen finishte zum zweiten Mal erfolgreich auf Hawaii. Foto: privat

Hammerhartes Hawaii: So kann man die Erfahrungen zusammenfassen, die Roland Blank (55) vom TV Memmingen am Wochenende bei der Ironman-Weltmeisterschaft gemacht hat. Zum zweiten Mal nach 2012 finishte er erfolgreich, diesmal in 12:27:53 Stunden (wir berichteten). Für Allgäu Ausdauer hat er kurz nach dem Rennen sein Erlebnisse niedergeschrieben. Hier ist sein Bericht.

“Der Ironman Hawaii ist vorbei. Dieses Mal hat er, denke ich, allen Beteiligten alles abverlangt. Am angenehmesten war noch das Schwimmen. In der Nacht vor dem Rennen hatte es geregnet, dementsprechend waren dieses Mal die Wellen etwas höher und die Strömung stärker, da alle Schwimmzeiten langsamer waren. Von daher war ich auf Grund meines Trainingsrückstandes mit meiner Zeit 1:24:50 Std zufrieden.

Auf den ersten 30 Radkilometern hatte ich noch auf ein Rennen mit wenig Wind gehofft, aber dann blies der böige Wind auf dem letzten Stück des Queen Kaahumanu Highway und dann auf der Straße nach Hawi derart heftig, dass wir große Mühe hatten, das Rad auf der Straße zu halten. Oft benutzte ich nur die drei kleinsten Gänge.

Nach dem Wendepunkt blies der Rückenwind so stark, dass ich sogar abbremsen musste, weil immer wieder starke Böen von der Seite auf uns trafen. Zurück auf dem Queen Kaahumanu Highway fuhren wir dann die letzten 60km gegen heftigen Gegenwind. Mich plagte mein Ischiasnerv so stark, dass ich nicht mehr die Aeroposition halten konnte, sondern aufrecht sitzend radeln musste, daher auch die langsame Radzeit von 6:20:24 Std.

Dafür lief es beim abschließenden Marathon besser. Der Himmel war bewölkt und dadurch brannte die Sonne nicht mehr so stark.

Ich versuchte in den Verpflegungsstationen möglichst viel an Wasser, Eis zur Kühlung und Cola und Gel zur Ernährung zu bekommen. Wie alle war ich glücklich, als ich die Palani Road wieder erreicht hatte, die mich hinunter zum Alii Drive und nach 4:28:31Std ins Ziel brachte, wo wir von den begeisterten Zuschaern gebbührend gefeiert wurden. Die Gesamtzeit war 12:27:53 Std.

Von allen meinen Ironman Rennen war dies auf jeden Fall der Allerschwerste. Ich freue mich jetzt, hier eine Woche ausspannen und die Insel mit dem Auto erkunden zu können.

Schöne Grüße ins Allgäu und Aloha aus Kona, Roland”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.