Christian Brader: „Auf dem Rad ließ ich zu viele Minuten liegen“

Hawaii, Ironman
Christian Brader berichtet von seinen Eindrücken von der WM auf Hawaii. Foto: Harald Eggebrecht, tri2b.com

Christian Brader kennt sich aus auf Hawaii. Zum siebten Mal hat er am Wochenende die Ironman-Weltmeisterschaft gefinisht. Diesmal erlebte er die bislang härtesten Bedingungen seiner Hawaii-Karriere. Hier geht es zu seinem Bericht:

Der Ozean hatte eine starke Brandung und Strömung. Beim Radfahren blies der Wind unerbittlich mit bis zu 50 km/h schon früh von vorne. Auf dem Rückweg drehte er natürlich – wie so häufig –  und kam wieder von vorn.

Bis dahin, die härtesten Bedingungen, die ich bisher auf Hawaii erlebt hatte.

Mein Rennen verlief nicht gerade nach Plan. Beim Schwimmen fand ich zwar ganz gut in den Rhythmus, kam aber trotzdem mit zu großem Rückstand aus dem Wasser. Das hat mich aber nicht überrascht. Deshalb ging ich auch ganz motiviert, aber gelassen ans Werk auf dem Rad. Hier lief es zuerst ganz passabel, doch mit stärker werdendem Wind konnte ich immer weniger Druck aufs Pedal bringen – obwohl es eigentlich umgekehrt sein sollte. Ich fühlte mich gut, aber es ging auch nicht schneller….

In knapp 5h bin ich mit meiner Radleistung weit hinter meinen Erwartungen und über meiner Bestzeit von 4:35  Stunden hier auf Hawaii geblieben.

Im Marathon versuchte ich nochmals alles und mich in aussichtloser Position zurück ins Rennen zu kämpfen. Das fiel mir auch gar nicht schwer, da es sofort gut lief und ich schneller als erwartet auf den ersten Kilometern am Alii drive unterwegs war. Die grosse Hitze blieb auch aus, sodass ich es fast schon angenehm empfand.

Bis zum Energy Lab lief alles sehr locker und kontrolliert. Danach konnte ich nochmal zulegen, einige Plätze gut machen und am Ende den viertschnellsten Marathon in 2:50h  laufen.

Mein Fazit: Platz 28. und 8:57 Stunden war weit unter meinen Möglichkeiten. Auf  dem Rad ließ ich zu viele Minuten liegen. Nach den Trainingsleistungen  war mehr zu  erhoffen….

 

Ein Gedanke zu „Christian Brader: „Auf dem Rad ließ ich zu viele Minuten liegen““

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.