Uwe und Andy beim Transalp: „Eine Woche in einer eigenen Welt“

Transalpine RunErleichtert, stolz und glücklich:  Uwe Pfanzelt (53, links) und  Andy Brittain (44) haben den Transalpine Run (TAR) 2014 von Rupolding nach Sexten (Südtirol) gemeistert. Das „Team Laufbasis Allgäu“ startete in der Master Klasse. Für beide war’s die fünfte Teilnahme am Transalp, aber die erste gemeinsame. Sie kennen sich von früheren Transalps,  waren in der Vorbereitung aber nur zwei Mal zusammen gelaufen. Konnte das gut gehen?   Hier ist ihr Bericht:

Es klappte tatsächlich. Denn schon in der kurzen gemeinsamen Vorbereitung haben wir gespürt, dass wir als Team zusammenpassen – und das bewiesen wir beim TAR.
Nicht nur bei jeder einzelnen Etappe, sondern auch davor und danach.  Das ist für uns ein sehr wichtiger Faktor, um bei den Anstrengungen den Spaß nicht zu verlieren.  Transalpine Ein funktionierendes Team ist die halbe Miete! Jeder war für den anderen da. Die Hoch und Tiefs, die es oft genug gibt schweißen unheimlich zusammen, und machen einen richtig stark. Der diesjährige TAR war für uns bis jetzt der schwerste. Da sind wir der gleichen Meinung. Denn er hat uns psychisch und  physisch alles abverlangt. Das Wetter war ja zum Teil heftig: Nur Regen….Schlamm…rutschige Trails und Wiesenhänge sowie Schnee… Hagel (Gipfel Wildkogel) und eiskalter Wind (Bretterscharte auf 2500m).

Das waren aber nur äußere Einflüsse. Dazu kamen die körperlichen Probleme: Andy bekam einen Muskelfasrriss (Kniekehle) am zweiten Tag.  (Der Physio hat ihn zum Glück jeden Tag wieder so fit gemacht, dass er super durchkam.) Dann bekam er noch einen Ast ins Auge und sah zwischenzeitlich am zweiten Tag  nicht mehr (bis Augentropfen halfen…). Als ob das nicht schon reicht, stach ihn am fünften Tag
im Ziel in Sand in Taufers eine Wespe in den Arm.  Der Stich verursachte eine heftige Reaktion, so dass er Antibiotika nehmen musste.

Doch das ist alles wieder vergessen wenn man in der Früh am Start steht und „Highway to Hell“ hört und singt –  und es wieder auf eine harte Etappe geht.  Beim Transalpine Run ist man eine Woche in einer eigenen Welt und vergisst den Alltag. Nur laufen, essen, schlafen und ganz viele Freunde um sich rum haben, die aus allen Teilen der Erde kommen, und das gleiche Ziel haben…..ankommen.

Dann kommt noch der eigene Erfolgsdruck dazu. Bei uns lief es von Anfang an gut. Nach jeder Etappe konnten wir uns weiter verbessern und waren plötzlich ganz weit vorne, und das will man ja so beibehalten. Also: Jeden Tag alles geben und eventuell noch weiter vor zu kommen. Stress,  aber positiver.
Transalpine RunDer TAR ist ein wunderschöner Lauf mit viel Höhen und Tiefen und wenn man ihn einmal gelaufen ist, will man öfter starten. Er ist etwas absolut besonderes (für mich und Andy).

Egal ob Wetter gut oder schlecht: Es bleiben die positiven Erinnerungen, die man mit vielen Freunden teilt. Und: Bei jedem TAR kommen ganz viele neue Freunde dazu.

Klar: Unterwegs fragt man sich schon das eine und andere mal, warum tue ich mir so etwas an?  Die Antwort von uns heisst: „Weil wir es können.“ Wir können alle Dinge schaffen, wenn wir nur wollen. Der TAR ist ein gutes Beispiel, wie Menschen an ihre Grenzen gehen und durch das Durchhalten über sich hinaus wachsen.

Es ist einfach nur geil, wenn man über die Ziellinie läuft, alles gute und schlechte hinter sich lässt – und ein Gefühl von Stolz und Erleichterung spürt.

Andy und ich waren ein toll funktionierendes Team mit einem Ergebnis, das wir so nicht  erwartet haben: Platz 13 Master Men, Gesamt-Platz 46.

Doch gemeinsam geht das!

Viele Grüße Uwe und Andy

 

Ein Gedanke zu „Uwe und Andy beim Transalp: „Eine Woche in einer eigenen Welt““

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.