Triathlon-WM in Kanada: Schnelle Ladys im Pech

Laura Zimmermann, Europameisterin Ironman 03
So jubelte Laura Zimmermann vor Kurzem nach ihrem EM-Titelgewinn in Wiesbaden. Mit ihrem achten AK-Platz bei der WM in Kanada war sie indes nicht zufrieden.

Eigentlich dachten alle, dass Mont Tremblant in Kanada ein guter Ort für die Allgäuer Triathleten ist. Vor Kurzem hat dort  immerhin Profi Christian Brader aus Memmingen mit einem vierten Platz beim Ironman sein Ticket für Hawaii klar gemacht. Entsprechend groß waren die Hoffnungen unserer schnellen Ladys Laura Zimmermann aus Marktoberdorf und Alica Noerthemann aus dem Westallgäu, die sich in ihren Altersklassen für die Weltmeisterschaft im Ironman 70.3 qualifiziert hatten.

Mit großer Euphorie waren die beiden Allgäuerinnen zur WM über die halbe Ironman-Distanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen) geflogen. Die Allgäuer Triathlon-Szene drückte die Daumen.

Doch nach dem Rennen herrschte Ernüchterung bei den Ladys. Zwar belegte Laura Zimmermann in der AK 19 bis 24 mit Platz acht ein Top-Ten-Ergebnis. Doch das stellte die in Würzburg lebende Triathletin nur bedingt zufrieden:

Leider habe ich heute nicht meinen besten Tag erwischt. Mit Platz acht bin ich ehrlich gesagt nicht ganz zufrieden. Es war ein hartes Rennen und zu Platz eins haben mir 4 Minuten gefehlt„, trauert die  AK-Europameisterin auf ihrer Facebook-Seite der vertanen Chance auf einen Podestplatz nach. In der Tat war es ganz schön knapp in ihrer Altersklasse. Den Sieg holte die Kanadierin Isabelle Rouleau bei ihrem Heimspiel in einem Herzschlagfinale in 4:45:16 Stunden. Laura kam nach 4:49:22 (31:28/2:41:42/1:29:57) ins Ziel. Jetzt will sie erst einmal ausspannen. Wir sind gespannt, was nach der Regenerationsphase von ihr in der nächsten Saison zu hören sein wird….

Auch für die eine Altersklasse höher startende Alica erwies sich Mont Tremblant ebenfalls nicht als bestes Pflaster. Nach studiumsbedingtem Stress  ging sie auch noch gesundheitlich angeschlagen ins Rennen. Schon bald merkte sie, dass sie einen „schlechten Tag“ erwischt hatte. Einen, an dem nur eines zählt – nämlich ins Ziel zu kommen. Das gelang ihr schließlich in 5:36:36 Stunden auf Platz 70 in ihrer Altersklasse. Mag zunächst auch der Frust durchschimmern: den Erfolg überhaupt bei der WM dabei gewesen zu sein, kann ihr keiner nehmen…

Kleiner Trost für die beiden: Sogar bei den Profis läuft nicht alles rund. Doppel-Weltmeister Sebastian Kienle hatte diesmal bei der Vergabe der Medaillenplätze kein Wörtchen mitzureden und belegte Rang 18. Für die Sternstunde aus deutscher Sicht sorgte Jan Frodeno (3:42:11), der sich die Silbermedaille hinter Javier Gomez (3:41:30) erkämpfte.

 

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