Mirco Berner über seine Transalp-Erlebnisse

Mirco Berner
Sind immer noch beseelt von ihrem Transalp-Sieg: Stephan Hugenschmidt und Mirco Berner. Foto: www.whisthaler.com Herzlichen Dank für die tollen Fotos vom Transalp!

Mirco Berner (20, Kempten) und Stephan Hugenschmidt (28, Radolfzell) sind am Ziel aller Bergläufer-Träume angelangt: Nach ihrem Sieg beim Transalpine Run erzählte beschrieb Mirco in der Allgäuer Zeitung wie es für ihn gelaufen ist. Besonders begeistert war er auch vom Zusammenhalt der Läufer untereinander, beispielsweise mit den Allgäuer wie Uli Morgen, Wolfgang Sieder oder Anton Philipp, die den Transalp ebenfalls erfolgreich finishten. Hier ein Auszug.

„Es ist vollbracht! Was für ein Wahnsinn. Gleich bei meiner ersten Teilnahme stehe ich ganz oben auf dem Podest. Nach 275 Kilometern und 13 000 Höhenmetern ist der Zieleinlauf in Sexten das absolute Highlight. Überall gratulieren Leute, die ich teils noch nie vorher gesehen habe. Das ist der schönste Tag in meinen Leben.
Im Ziel warte ich mit Stephan auf die anderen Allgäuer Teilnehmer. Derweil lasse ich es so richtig krachen – und trinke ein Bier. Normalerweise sind ja grüne Smoothies mein Lieblingsgetränk. Ich genieße die Sonne und denke: Eigentlich war der Transalp gar nicht so schlimm!!!

Ganz ehrlich: Ich hatte ihn mir schmerzhafter vorgestellt. Klar, es ist nicht schön, mit Blasen und einem blauen Zeh durch die Gegend zu laufen. Aber das habe ich bei anderen Läufen auch schon erlebt. Was mir Probleme gemacht hat, war meine Hüfte. Und zwar immer auf den flachen Passagen! Das habe ich im Vorfeld offenbar zu wenig trainiert. Sobald es dann wieder steil nach oben ging, war alles okay. Ich liebe nun mal die Berge! Deshalb habe ich mich selbst auf 2400 Meter Höhe im Schneegestöber wohlgefühlt. Wenn man läuft, ist einem warm genug. Und mein Partner Stephan hat mächtig Tempo-Druck gemacht.

Für ihn gibt es kein Langsam! Das Gute an unserem kleinen Team war, dass wir die Rollen klar verteilt hatten: Er ist der Chef und ich sage offen, wenn es mir zu schnell geht. Schade war, dass die führenden Schweden zur Mitte des Rennens wegen einer Verletzung aufgeben mussten. Das waren coole Jungs. Es wäre ein spannendes Duell geworden. Als sie raus sind, liefen wir trotzdem immer Vollgas weiter. Denn wer schnell ist, hat mehr Zeit zur Regeneration.

Übernachtet haben wir in Pensionen statt im Läufercamp. Ich brauche einfach meinen gesunden Schlaf. Und am Schluss hat es sich ausgezahlt: Ich habe 1000 Euro Preisgeld bekommen. Für mich als Student ist das natürlich toll. Aber ganz ehrlich: Für kein Geld der Welt lassen sich Erlebnisse kaufen, wie ich sie beim Transalp mitgenommen hab’.“

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