Schwaben-Greenhorn quält sich auf Schießl-Spuren

Nicolas Kampka
Diese E-Mail freut uns besonders: Nicolas Kampka aus Aalen hat sich gemeldet und sich für die „tollen Trainingstipps“ bedankt, die ihm der frühere Berglauf-Weltmeister Helmut Schießl auf unserm Blog gegeben hat. Kampka ist angehender Bergläufer, hat aber ein hohes Ziel: Der 26-Jährige will eines Tages am Zugspitzlauf teilnehmen. Vor Kurzem kam er ins Allgäu, um auf den Spuren von Schießl zu wandeln: Er lief das erste Mal an der Nagelfluhkette. Wie es dem schwäbischen Greenhorn beim Lauf im Allgäu ergangen ist, hat er uns offen und ehrlich geschrieben.

Hallo Allgäu-Ausdauer,

ich wollte Euch ein kleines Feedback für die tollen Trainingstips geben: Ich war heute das erste Mal im Allgäu an der Nagelfluhkette zum Laufen. Aus läuferischer Sicht war es sehr ernüchternd (fast schon enttäuschend), aber trotzdem ein sehr schöner Tag.

Angefangen hat alles damit, dass ich beim Anstieg auf den Mittag schon die falsche Route genommen habe (vor der Bahn links) und dadurch offenbar die Skipiste hoch gelaufen bin. Hier war die Strecke durch den Regen der Vortage extrem matschig und rutschig und die Pflanzen (Gras, Schilf, etc.) sind teilweise brusthoch gewachsen.

Als ich dann endlich an der Mittelstation ankam, sah ich schon aus wie ein Schwein 🙂 (Nach vereinzelten Ausrutschern waren neben den Schuhen auch Hose und Hände mit einer bemerkenswerten Matschschicht bedeckt.)

Also lief ich der „normalen“ Straße nach bis hoch zur Gipfelstation. Oben angekommen stellte ich fest, dass die ganze Sache mit dem Berglauf auf dem Papier (bzw. am Rechner) eine ganz andere Nummer ist, als dann endlich am Berg. Die „Hügel“ bei mir vor der Haustür mit ihren 200 – 250 HM stellten die letzte Zeit keine großen Probleme mehr dar (auch nicht 3 – 4 mal nacheinander), weshalb ich mich entschloss in meinem Urlaub einen Tag nach Immenstadt zu fahren.

Doch als ich dann am Gipfel des Mittags stand, war ich schon fix und fertig.

Damit die 1:45 Stunden Anfahrt sich mehr lohnten, entschloss ich mich, denoch mal die Richtung zum nächsten Gipfel einzuschlagen.  Die ganze Strecke war auch oben teilweise extrem matschig, was das Ganze nicht einfacher machte. Auch die Kühe, die meinten den Wanderpfad blockieren zu müsen (wodurch man über die Wiesen und teilweise durch kleine Sumpflöcher ausweichen musste) erblickte ich in diesem Moment nicht gerade mit all zu großer Freude…

Letztendlich habe ich meine Tour dann auf halber Strecke zwischen Steinköpfle und Stuiben abgebrochen. Eigentlich wollte ich hier eine kleine Pause an der Gund Alpe einlegen, welche ich dann jedoch wegen einem Wanderer-Stau am Abstieg doch nicht gemacht habe. Also lief ich wieder zurück und habe dann meine Pause (mit eigener Verpflegung) auf das Gipfelkreuz am Steineberg gelegt.

Als ich dann an der Gipfelstation der Mittagbahn angekommen war, genehmigte ich mir hier als Belohnung ein kühles Radler. Dies machte den Abstig ins Tal dann gleich viel angenehmer 🙂

Mein Fazit:
Die 12-km-Strecke vom Mittag zum Hochgrat sind auf keinen Fall mit 12-km zu Hause in Aalen zu vergleichen. Aber da es an der Nagelfluhkette so schön ist, werde ich so lange wieder kommen, bis ich die Strecke Mittag – Hochgrat – Mittag schaffe 😀

Viele Grüße,
Nico

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