Radlauf Altstädten: Knackige Kombi lockt 160 Teilnehmer. Wintersportler dominieren

Radlauf Altstädten, Sieger
Gruppenbild mit den Siegern der einzelnen Klassen beim Radlauf in Altstädten (Oberallgäu). Fotos: Gitti Schiebel

Von Gitti Schiebel

„Radeln ist der schönere Schmerz“, dieser Meinung ist Marc Dürr aus Hindelang, der heuer zum dritten Mal am Altstädter Radlauf teilgenommen hat. Der 18-jährige muss es wissen, schließlich hat er diesmal die 5-km-Strecke vom Haus des Gastes in Altstädten bis zum Altstädter Hof mit dem Rennrad bewältigt, während er die beiden Jahre zuvor als Läufer am Start war. „Laufen ist immer eine Quälerei“, ergänzt der angehende Mechatroniker. Mit Kilian Hage aus Knottenried hat er zum Glück einen Partner gefunden, der diese Disziplin gern mag und so werden die beiden jungen Athleten des TV Immenstadt als eines von 72 Teams beim traditionellen Altstädter Radlauf gewertet.

Radlauf, Altstädten, Quirin Schmölz (2)
Quirin Schmölz erreichte die drittbeste Einzellaufzeit.

Zum 24. Mal luden die Veranstalter des SC Altstädten zur ihrem Klassiker ein, gekommen sind rund 160 Sportler, darunter zahlreiche Größen der Allgäuer Ausdauerszene und international erfolgreiche Wintersportler. Die Langläufer waren es auch, die besonders eindrucksvolle Laufzeiten erreichten. Olympia-Teilnehmer Sebastian Eisenlauer (SC Sonthofen) gelang mit 26:39 Minuten die schnellste Zeit vom Ortszentrum in Altstädten bis zum etwa 450 Höhenmeter weiter oben gelegenen Ziel am Altstädter Hof. Er war damit rund 20 Sekunden schneller als Philipp Marschall, ebenfalls Weltcup-Langläufer. Quirin Schmölz aus Missen (Team Sport Haschko) erreichte die drittbeste Einzellaufzeit. „Ich habe mir heute etwas schwer getan. Meine Beine waren wohl noch müde von gestern.“ Am Tag zuvor startete der 27-jährige bei einem Team-Duathlon in Leutkirch. Auch bei den Damen war mit Sandra Ringwald eine Weltcup-Langläuferin erfolgreich. Über anderthalb Minuten war sie schneller als Monica Carl von der LG Welfen, Siegerin des diesjährigen Nebelhorn-Berglaufs.

Bei den Radfahrern hatten die Allgäuer Spezialisten die besten Beine. Richard Wolf aus Sonthofen (Allgäu Outlet Raceteam) blieb mit 20:54 Minuten als Einziger unter 21 Minuten, Roland Ballerstedt aus Isny (Team Sport Haschko) und Ralph Edelmann aus Leutkirch (RSC Kempten) brauchten etwa 20 Sekunden länger. Eine Klasse für sich war Florentine Striegel vom RSC Kempten. Die Mountainbikerin aus Wertach bewies, dass sie auch auf dem Rennrad schnell unterwegs ist. Mit 25:52 Minuten hatte sie einen deutlichen Vorsprung auf Christine Baldauf aus Niedersonthofen (28:41 Minuten).

Im Vordergrund steht beim Altstädter Hoflauf jedoch die Teamwertung. Die Zeiten von Radfahrer und Läufer eines Teams werden addiert und durch die Einzelstarts im 30-Sekunden-Abstand bleibt es bis zur Siegerehrung spannend, welches Team in der jeweiligen Kategorie gewonnen hat. Erfolgreich waren Alexander Wolz/Philipp Marschall (Männer I, Gesamtalter bis 65 Jahre), Roland Ballerstedt/Quirin Schmölz (Männer II, bis 80 Jahre), Klaus von Borstel/Frank Kauper (Männer III, bis 100 Jahre), Roland Mayer/Otto Hörmann (Männer IV, ab 101 Jahre), Johannes Rydzek/Coletta Rydzek (Mix I, bis 60 Jahre), Tanja Edelmann/Ralph Edelmann (Mix II, ab 61 Jahre), Sandra Ringwald/Katharina Franke (Damen I, bis 60 Jahre), Florentine Striegel/Nadine Hailer (Damen II, ab 61 Jahre), David Färber/Matthias Graf (Jugend).

Manfred Burger
Manfred Burger

Bereits die 23. Teilnahme am Altstädter Radlauf war es für Manfred Burger aus Burgberg. Nur einmal fehlte der 71-jährige, der auf eine über 50-jährige Laufkarriere zurückblicken kann. Nach respektablen 42:39 Minuten kam er am Altstädter Hof an.

Hätte er länger gebraucht, wäre das für seinen Teamkollegen Josef Happach aus Altstädten auch kein Problem gewesen. „Jeder gibt sein Bestes und hinterher gibt es keine Vorwürfe“, so lautet die Devise der Seniorensportler. Wenn beide gesund bleiben, wollen sie auch zur Jubiläumsveranstaltung im nächsten Jahr wieder gemeinsam an der Startlinie stehen.

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