Nadine Rieder hofft auf bessere Zeiten

Mountainbike, Nadine Rieder
Nadine Rieder hat schwere Wochen hinter sich. Sie hofft darauf, bald wieder ins Renngeschehen einsteigen zu können. Foto: Johannes Pöttgens

Normalerweise kennen sie alle als gut gelaunt und fröhlich. Doch derzeit ist die Stimmung beim Allgäuer Mountainbike-Ass Nadine Rieder getrübt. Die 24-Jährige aus Sonthofen verzichtete auf das Weltcup-Finale in Meribel (Frankreich) – und sie wird auch nicht bei der Weltmeisterschaft kommende Woche in Hafjell (Norwegen) dabei sein. Gesundheitliche Probleme zwingen sie zu einer Pause.


„Mein Hausarzt hat einen aktuen Eisenmangel diagnostiziert“, erzählt Nadine Rieder. Vermutlicher Auslöser: zu hartes Training in Verbindung mit zu wenig eisenhalter Ernährung. Mitlerweile arbeitet sie mit Fachmediziner Dr. Florian Porzig (Fischen) und Trainingswissenschaftler Günther Hartung vom Olympia-Stützpunkt Oberstdorf zusammen, um möglichst bald wieder fest im Sattel zu sitzen. Regelmäßig werden ihre Blutwerte kontrolliert. „Ich gönne mir Ruhe und tanke meine Eisenvorräte wieder auf“, erzählt Rieder. Bislang hat sie auf Fleisch weitgehend verzichtet. Jetzt steht auch mal ein Rinderfilet auf dem Speiseplan. Langsam, aber stetig geht es wieder aufwärts mit der WM-Vierten des Vorjahres.

Mountainbike, Nadine Rieder
Fröhlich und erfolgreich: So kennen Fahrer, Freunde und Fans Nadine Rieder. Foto: Maaswerd

 

Die vergangenen Wochen und Monate haben sie buchstäblich aus dem Tritt gebracht. Auf das intensive Intervall-Training mit mit Vollgas-Antritten von zehn Sekunden bis zu zwei Minuten hat ihr Körper offenbar negativ reagiert. Die Leistungen sanken in den Keller. Bei Weltcup-Rennen im Mai belegte sie nur die Plätze 13 und 14. Sie fühlte sich erschöpft und kraftlos. „Ich bin ins Training gefahren und konnte schon nicht mehr“, schildert sie den Leistungsknick.  Mitlerweile versucht sie, mit lockeren Einheiten wieder in Schwung zu kommen. So will sie heuer noch das Bundesliga-Finale  am 12. September in Bad Salzdetfurth ganz ohne Druck mitnehmen. Desweiteren ist die Teilnahme an einem Einladungsrennen auf Mauritius im November geplant.  „Ich denke, das ist ein guter Ort, um wieder einzusteigen“, sagt Nadine Rieder und lächelt bereits wieder.

Für die WM drückt die Daheimgebliebene allen Teamkollegen die Daumen! Vor allem natürlich Sofia Wiedenroth aus Niederstaufen im Westallgäu, die sich nach langer Verletzungspause mit einem 15. Platz in Meribel für U23-Auswahl empfahl.  Die beiden Allgäuerinnen fahren für das Team AMG Rotwild.

Ein Gedanke zu „Nadine Rieder hofft auf bessere Zeiten“

  1. Das ist natürlich schade, solche Neuigkeiten zu lesen. Dass bei ihr ein Eisenmangel nicht frühzeitig diagnostiziert wurde, ist natürlich unglücklich. Ich esse selbst hauptsächlich vegetarisch und habe beim Sport noch keine Veränderungen in der Leistung feststellen können, aber ich bin auch Hobbysportler und trainiere nicht wie sie als Profi. Soweit ich weiß, ist es für den menschlichen Körper einfacher, Eisen über tierische Nahrungsmittel aufzunehmen als über pflanzliche und man muss schon auf die Ernährung achten, um nicht auf Eisentabletten zurückgreifen zu müssen. Ich wünsche ihr jedenfalls, dass sie bald wieder fit ist für die kommenden Herausforderungen.

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