Kopf hoch, Hamza! Im nächsten Jahr ist der Bodensee fällig

Bodensee
Leider nicht immer Idylle pur: Der Bodensee (hier bei Meersburg). So mancher Schwimmer kann ein Klagelied davon singen. Foto: T.S.
Schwimmen, Hamza
Daumen hoch: Hamza gibt nicht auf.

Es war die wohl unglaublichste Meldung der Woche im Ausdauersport. Unser Allgäuer Extremschwimmer Hamza „hammerhart“ Bakircioglu wurde zum zweiten Mal am Bodensee abgebremst – und zwar nach 60 (!) von 64 Kilometern! Der 42-Jährige hatte das Ziel quasi vor Augen, als er wegen zu starker Strömung das Wasser verlassen musste. Klar: Sicherheit geht vor. Aber wie viel Pech muss denn noch sein? Zur Erinnerung: Im Vorjahr machte Hamza nach 56 Kilometern ein Gewitter einen Strich durch die Rechnung. Jetzt musste er erneut wegen äußerer Umstände auf dem Weg von Bodman in die Casino-Stadt Bregenz abbrechen. Die Allgäuer Ausdauerszene meint: „Kopf hoch, Hamza. Im nächsten Jahr knackst Du den Bodensee-Jackpot!“

Der Bodensee kann so friedlich und idyllisch sein. Vom Ufer aus. Doch wer schon mal ein längeres Stück darin geschwommen ist, der weiß, dass Wellengang und Strömung nicht zu unterschätzen sind. Nicht umsonst spricht man vom „Schwäbischen Meer“ …

Was Hamza Anfang der Woche darin leistete, war eine Klasse für sich. Bei einer Wassertemperatur von 22 Grad satte 27 Stunden zu kraulen, bedarf eines unbändigen Willens und einer extremen Härte.

Umso mehr hätte sich die Ausdauerszene mit dem „Fisch namens Hamza“ gefreut, wenn Hamza als drittem Schwimmer die Längsquerung ohne Neoprenanzug gelungen wäre. Bislang haben dies Christof Wandratsch (20:41 Stunden – der Wahnsinn, oder? ) und Bruno Baumgartner geschafft. Doch für Hamza, der Spenden sammelte für das Projekt „Von Welle zu Welle“  zugunsten der Allgäuer Werkstätten, sollte es erneut einfach nicht sein…

Am Dienstagabend waren bereits 60 der 64 Kilometer absolviert, als gegen 22.15 Uhr der Kapitän des Begleitbootes das Ende des Abenteuers Bodenseequerung verkündete. Doch so groß die Enttäuschung war und so tief der Frust zunächst auch gewesen sein muss, schon bald hatte Hamza seinen Optimismus wiedergefunden: „Aller guten Dinge sind drei. Jetzt habe ich wenigstens ein Ziel für nächstes Jahr“, sagte er im Gespräch mit der Allgäuer Zeitung (Donnerstagsausgabe).

Trotz des vorzeitigen Stopps: Anerkennung und Bewunderung hat sich Hamza für seine beiden bisherigen Versuche reichlich erkämpft. Jetzt fehlt nur noch die Krönung. Der Jackpot in Bregenz.

Allgäu Ausdauer meint: Auf geht’s Hamza: Im nächsten Jahr holst Du Dir auch diese letzten verdammten vier Kilometer….

 

Ein Gedanke zu „Kopf hoch, Hamza! Im nächsten Jahr ist der Bodensee fällig“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.