“Am härtesten war das Radfahren”. Doch die starken Allgäuer halten durch…

Allgäu-Triathlon
Allgäu-Triathlon, Florian LorenzEr zählt zu den besten Läufern im Allgäu. Jetzt wagte sich Florian Lorenz (Foto links) erstmals auf fremdes Terrain. Der 24-Jährige, der normalerweise für das Team “b_faster” startet, meisterte beim Allgäu-Triathlon die Olympische Distanz – und machte dabei eine gute Figur. Überhaupt waren die Allgäuer stark vertreten! Und zwar nicht nur zahlenmäßig…

Für Florian Lorenz vom TV Immenstadt war es ein echtes Abenteuer. “Ganz ehrlich: Vor dem Schwimmen hatte ich am meisten Bammel. Aber am härtesten war dann das Radfahren”, sagte der Triathlon-Debütant.

Im Neo sei ihm trotz der widrigen Temperaturen (9 Grad Luft, 16,6 Grad Wasser) am Alpsee schnell warm geworden. Der Läufer Lorenz fand sich gut  zurecht im Wasser und legte damit den Grundstein für ein erfolgreiches Finish. Schwimmen, Allgäu-TriathlonDie Auftakt-Disziplin hat er auch  fleißig trainiert. Nach dem Besuch eines Schwimmseminares von Allgäu Ausdauer, bei dem ihm  Trainer Erik Hanold Tricks und Kniffe verriet, kraulte er mit wachsender Begeisterung in der Triathlon-Schwimmgruppe beim TV Immenstadt. Das zahlte sich aus. Nach  26 Minuten kam Lorenz nach 1,5 km Schwimmen als 61. aus dem Wasser.

Beim Radfahren über 45 anspruchsvolle Kilometer auf der regennassen Strecke trat er umsichtig in die Pedale und erreichte in 1:33 Stunden die Wechselzone. Dass er seine Kräfte richtig eingeteilt hatte, bewies der abschließende Lauf über 10,5 Kilometer: In 35:23 legte er die zweitbeste Zeit hinter Josef Diensthuber (SV Wacker Burghausen, 35:21) hin!

Somit erreichte der Allgäuer Triathlon-Novize als 35. nach 2:59:53 Stunden das Ziel. Wichtiger als Zeit und Platzierung war das Ankommen. “Ich war richtig begeistert”, schwärmt er vom Finish. “Die Veranstaltung war super organisiert. Das wird nicht mein letzter Triathlon bleiben…”.

Bester Allgäuer auf der Oly-Distanz war Thomas Seitz vom RSC Auto Brosch Kempten auf Rang zehn in 2:26:25 vor Rodrigo Nebel (16., TV Immenstadt) und Pierre Schmitt (17., TV Memmingen).

Eine starke Premiere gelang bei den Frauen Jessica Schellenberg vom SV Pfronten. Die 26-Jährige hatte einen Startplatz beim Gewinnspiel der Allgäuer Zeitung gewonnen – und sie kam auf Anhieb unter die Top 10 der Frauen auf der Olympischen Distanz! Die Siegerin des Halbmarathons 2014 in Kempten erreichte als Siebte in 2:59:00 die Ziellinie. Damit war sie drittbeste Allgäuerin hinter der gebürtigen Marktoberdorferin Laura Zimmermann (2. Platz, 2:44:53) und Stefanie Schmölz vom RSC Kempten (6. Platz, 2:57:43). Gleich zum Auftakt beim Schwimmen legte Schellenberg die drittbeste Zeit hin.

Als Schnellste kam übrigens eine weitere Allgäuerin aus dem Wasser: Anke Rothmeier, die Ehefrau von Kampfrichter Stefan Rothmeier, war in 21:29 Minuten nicht zu halten! Kein Wunder: Sie hat 1996 die Olympische Silbermedaille in der Freistil-Staffel mit Franziska Almsick gewonnen. Anke Rothmeier (Team Erdinger Alkoholfrei) finishte als 23. und damit zwei Plätze hinter Tünde Terek vom TV Immenstadt, die auf Facebook den Spruch des Tages lieferte.

“Du bist Triathlet, wenn Du bei sieben Grad Außentemperatur und 16 Grad Wassertemperatur trotzdem ins Wasser steigst und nicht am Rad festfrierst!!! Und auch wieder merkst, dass du da noch Zehen hast, während Du läufst.”

Noch härter war es natürlich für die Mitteldistanzler – und auch hier war das Allgäu hervorragend vertreten. Gleich zwei Podestplätze gab es (wie berichtet) bei den Frauen durch die gebürtige Kemptenerin Tamara Hitz und Alexandra Hagspiel vom TV Immenstadt.

Allgäu-TriathlonBei den Männern setzte es gleich fünf Top 20-Platzierungen für Starter aus der Region: Dominik Berger (Kleinwalsertal) war auf Platz vier der beste Local Heroe vor Johannes Kiefer (10. Platz, Kleinwalsertal), Christian Brader (11., TV Memmingen), Alfred Ledermann (16., RSC Auto Brosch Kempten) und Tobias Baur (18. RSC Auto Brosch Kempten). Mit Lukas Krämer vom Tri Team Schongau belegte ein Athlet Platz drei, der zumindest ab und an auf dem Rad im Allgäu unterwegs ist…

Wie hart das Rennen selbst für die Siegerin Julia Gajer war, zeigt das Interview mit Harald Eggebrecht von tri2b.com 

 

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