Illermarathon-Sieger Holger Jinczek: Von Null auf Hundert

Holger Jinczek
Feierte einen souveränen Sieg beim Illermarathon: Holger Jinczek. Foto: Gitti Schiebel

 

 

Gleich bei seinem ersten Marathon hat Holger Jinczek vom TV Memmingen für Aufsehen gesorgt: In einer starken Zeit von 2:45:21 Stunden gewann er den Illermarathon am vergangenen Sonntag in Immenstadt.  Doch wie wird man so schnell? Gitti Schiebel stellt Euch den 41-jährigen Senkrechtstarter und sein Geheimrezept vor.

 

 

 

Für seinen ersten Marathon hatte sich Holger Jinczek aus Woringen ganz bewusst den Illermarathon in Immenstadt ausgesucht. „Das Alpenpanorama gibt mir mehr als in einer Großstadt zu laufen.“ Erstaunlich daran ist, dass er den Blick in die Berge überhaupt genießen konnte. Bei seinem Marathondebüt gelang dem 41-Jährigen, der für den TV Memmingen startet, auf der anspruchsvollen Strecke über 42,2 Kilometer ein Start-Ziel-Sieg in der starken Zeit von 2:45:21 Stunden.

Der zweifache Familienvater läuft erst seit etwa vier Jahren „so richtig“. Zuvor war er lieber beim Training im Fitnessstudio, das er durch gelegentliches Joggen ergänzt hat. Beim Altstadtlauf in Memmingen schnupperte er 2008 erstmals Wettkampfluft und fing Feuer. Seitdem hat er die Trainingsumfänge kontinuierlich erhöht, mittlerweile sind es zwischen 80-120 Kilometer in der Woche. „Ich laufe im Prinzip jeden Tag nach Feierabend eine gute Stunde“, so der Versicherungsspezialist für Firmenkunden. „Und da ich auch im Training eigentlich nie über einem 4-er Schnitt laufe, kommen in dieser Zeit gleich mal 15-16 Kilometer zusammen.“

Am Wochenende stehen längere Einheiten auf dem Programm, die in das Familienleben eingebettet werden müssen. Manchmal läuft er bereits vor dem Frühstück 35 Kilometer, oder er joggt nach Kempten ins Cambomare, um dann dort mit seiner Frau und den beiden Kindern den Nachmittag zu verbringen. Als Ausgleich zum Laufen und um Verletzungen vorzubeugen, macht der Ausdauersportler seit einem Jahr auch regelmäßig Yoga.

Mit 42,2 Kilometern ist der Illermarathon die bisher längste Wettkampfstrecke für Holger Jinczek. Zuvor waren Distanzen bis zum Halbmarathon seine Spezialität. Bei einem Blick auf seine bisherigen Ergebnisse war jedoch absehbar, dass auch für die volle Distanz eine gute Zeit zu erwarten war. Erst vor zwei Wochen gewann Jinczek den Halbmarathon in der Kneippstadt Bad Wörishofen in 1:14:48 Stunden.

Für den Herbst hat sich Holger Jinczek vorgenommen, seine Marathonzeit nochmals zu verbessern. 2:38 Stunden wäre seine Wunschzeit auf einem flachen, schnellen Kurs. Um dieses Ziel zu erreichen, darf der Lauf dann auch gerne in einer Stadt stattfinden. In Ulm oder München beispielsweise.

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