Deutsche Meisterschaft im Ultra-Trail: Allgäuer auch im Pfälzer Bergland stark

Ultratrail
Kehrten mit Einzel-Medaillen zurück: (von links) Bernhard Munz, Barbara Guranti und Jörg Schreiber.

Im Vorjahr fand die deutsche Meisterschaft im Ultra-Trail noch in Kempten beim Voralpenmarathon statt. Diesmal waren die Teilnehmer im Pfälzer Bergland gefordert. Doch egal auf welcher Strecke: Mit den Läufern des TV Jahn Kempten ist offenbar immer zu rechnen. Jörg Schreiber berichtet.

Der Keufelskopf Ultratrail mit vielen Wald- und Wiesentrails, 85km und 3400 Höhenmetern ist mit Abstand die härteste Strecke, auf der die deutsche Meisterschaft je ausgetragen wurde, wozu auch die Hitze beitrug. So war die Siegerzeit von Rudi Döhnert (8:36) mehr als doppelt so lang als bei der letzten Meisterschaft beim Voralpenmarathon in Kempten, wo der TV Jahn beim “Heimspiel” viele Medaillen errang.

Aber auch diesmal war die wegen der weiten Anreise deutlich kleinere Jahn- Mannschaft erfolgreich: Barbara Guranti wurde  deutsche Meisterin in der W45 und Gesamtvierte in sehr guten 11:59h. Bernhard Munz wurde zum vierten Mal in Folge  deutscher  Meister in der M50 (11:11h), Jörg Schreiber wurde 3. in 11:45. Gemeinsam mit Uli Morgen in 11:41 wurde auch der Mannschaftstitel verteidigt – vor der DJK Schwäbisch Gmünd. Und dies obwohl sich Bernhard Munz und Uli Morgen bei der Marathonabzweigung auf Platz 2 und 3 liegend verliefen, die Streckenposten wünschten Erfolg, wiesen aber nicht auf den Fehler hin.

Sonst wäre ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen. Obwohl die Moral nach 6km Umweg dahin war, konnte Jörg Schreiber, der dann im richtigen Moment (mit ausgerenktem Finger) vorbei kam, beide zum Weiterlaufen bewegen, die Anstrengung wurde dann doch noch belohnt. Vizemeister wurde Achim Zimmermann vom FC Ebershausen in 9:31.

Deutsche Meisterin wurde die favorisierte Pamela Veith aus Württemberg in 10h27- nur 6 Männer der DM waren schneller.

Uli Guranti hatte 9 Tage davor beim 12h-Lauf in München mit 112km den 3. Platz belegt und lief deshalb „nur“ die Marathonstrecke mit 45km. In 5h46 wurde er 7. und gewann die M55.

www.sv-reichweiler.de/kut

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