Skibergsteigen: Allgäu-Trio stürmt bei PDG auf Podest

SkibergsteigenEin Überraschungserfolg gelang dem Allgäuer Trio Magnus Doll ( 24, Kaufbeuren), Lukas Rinner ( 21, Riezlern im Kleinwalsertal) und Cornelius Hipp ( 20, Pfronten) bei der Patrouille des Glaciers (PDG), dem größten Skitourenrennen der Welt, in der Schweiz.

Von Elisa Hipp

4370 Höhenmeter und 62,37 Kilometer (Anmerkung: die Veranstalter schreiben 53 Kilometer und 3994 Höhenmeter. Die Höhenmesser der Jungs haben allerdings das andere Ergebnis ergeben..) in 9 Stunden und 39 Minuten: Magnus Doll, Lukas Rinner und Cornelius Hipp sind bei der Patrouille des Glaciers (PDG) mitgelaufen, dem größten Skitourenrennen der Welt – und waren ziemlich überrascht, dass sie gleich den dritten Platz in ihrer Altersgruppe Senioren 1 (Bis 90 Jahre alle zusammengerechnet) schafften. Im Gesamtklassement macht das den vorläufig 12. Platz, da ein weiterer Lauf voraussichtlich am Sonntag startet. „Wir hatten während des Rennens alle unsere Höhen und Tiefen. Aber die Stimmung war trotzdem immer gut im Team“, freuen sich die drei nach dem Lauf.

331 Seilschaften à drei Läufer starteten über den Kurs von Zermatt nach Verbier. Um 1 Uhr nachts ging es für das Team „Schuh Sport Trenkle Pfronten“ los. (Text geht unterm Foto weiter…)

Die drei Allgäuer auf Platz drei von links:  Magnus Doll, Cornelius Hipp und Lukas Rinner.
Die drei Allgäuer auf Platz drei von links: Magnus Doll, Cornelius Hipp und Lukas Rinner.

Die ersten knapp 700 Höhenmeter mussten mit Laufschuhen zurückgelegt werden. Erst kurz vor dem Gletscher zogen die Seilschafften ihre Ski an: Hoch zum Tête Blanche auf 3650 Meter. Dann wieder runter nach Arolla, und über zwei weitere Aufstiege nach Verbier, in die französischsprachige Schweiz. „Durch Neuschnee waren dieSpuren langsam, die Abfahren schwer aber steinig“, erzählt Cornelius. „Durch vorhergehende Starter waren die Abfahrten in Buckelpisten verwandelt worden.“ Für den Anstieg zumTête Blanche mussten sich die Mannschafften zusammen ans Seil schließen. Das gesamte Material – darunter Helm, Seil, Klettergurt und Eispickel – trugen die Läufer immer bei sich. Mit den Ski wieder auf den Rücken rannten die Tourengeher – endlich am Ziel – durch die Ortschaft Verbier.

Die PDG ist ein internationaler militärischer Skialpinismus-Wettkampf der Schweizer Armee, an dem auch zivile Patrouillen teilnehmen dürfen. Sie fand erstmals im April 1943 statt. Das Schweizer Militär sichert den Lauf ab.

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