Neues Gesicht in der Allgäuer Triathlon-Szene

Zell am See Ironman 70.3_2013
Alica Nörthemann betreibt erst seit zwei Jahren Triathlon. Dennoch hat sie sich für die WM im Halb-Ironman in ihrer Altersklasse qualifiziert. Unser Foto stammt aus dem Vorjahr und zeigt sie beim Finish beim Ironman 70.3 in Kaprun.

Quasi über Nacht ist die Allgäuer Triathlon-Szene um eine Senkrechtstarterin reicher: Alica Nörthemann (26) hat sich beim Ironman 70.3 auf Mallorca als Siebte in ihrer Altersklasse für die Weltmeisterschaft im Halb-Ironman am 7. September in Kanada qualifiziert. Die Studentin aus Göttingen lebt seit einigen Monaten in Argenbühl (Westallgäu). Von ihr dürfte wohl noch öfter die Rede sein.

Ihren ersten großen Wettkampf im Allgäu bestritt Alica beim Halbmarathon im April 2014 in Kempten, wo sie  in 1:41:48  Stunden Platz 16 belegte. “Es war ein tolles Event”, blickt sie zurück.

DSC05466 KopieNoch besser lief es für  die Wahl-Allgäuerin freilich zuletzt beim Halb-Ironman in Port d’Alcudia auf Mallorca. In 5:20 Stunden kam sie nach 1,9 Kilometer Schwimmen (34:03), 90 Kilometer Radfahren (2:48:54) und 21,1 Kilometer Laufen (1:50:30) als beste Deutsche in der Altersklasse 25 bis 29  ins Ziel. Damit qualifizierte sie sich automatisch für die WM – und das obwohl sie erst im vergangenen Jahr  ersten Triathleten in Harsewinkel bestritten hat. “Über das WM-Ticket bin ich sehr happy”, sagt die BWL-Studentin, die es der Liebe wegen im Dezember 2013 ins Allgäu verschlug. Ihren Partner, der ebenfalls aus Göttingen stammt, zog es aus beruflichen Gründen in die Region. Für Alica ist das Allgäu selbstverständlich auch sportlich interessant. “Keine Lauf- oder Radeinheit ohne Kraxeln. Das ist natürlich ein super Training”, bringt sie es schmunzelnd auf den Punkt. Kein Vergleich zum flachen Münster, wo sie als BWL-Studentin eingeschreiben ist und für das dortige Regionalliga-Team Mondi Trifish startet.

Mallorca_IRONMAN70.3_2014WN_A_DSC04504Kurios: Noch vor gut zwei Jahren hatte die damalige Hobbysportlerin mit Triathlon nichts am Hut. Sie war zwar viel beim Radeln und Laufen. Doch mit dem Schwimmen stand sie auf Kriegsfuß. Das sollte sich ändern, nachdem sie einen Freund bei einem Triathlon begleitete. Alica war Feuer und Flamme – und begann 2012 damit, an ihrer Kraultechnik zu feilen. Das Experiment Triathlon konnte beginnen.

Mittlerweile hat die Spätzünderin, die ihre Stärken beim Radfahren hat, einen vollen Terminkalender. Die erfolgreiche Qualifikation zur WM bringt zusätzliche Motivation. So konnte sie es in den vergangenen Monaten kaum erwarten, bis endlich das Freibad in Wangen öffnete. Hätte man Alica Nörthemann diesen Schwimm-Eifer vor drei Jahren prophezeit, hätte sie das wohl selbst kaum glauben können. Doch mittlerweile fährt sie eben voll auf  Triathlon ab – und ihr neuer Wohnort wartet mit einigen Highlights auf. So startete Alica am Sonntag beim “BMW Unterberger Triathlon” in Lindau und belegte im Volkstriathlon Platz drei.

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