Manfred Herz&Abavent: Immer am Puls der Zeit…

Manfred HerzIn der Reihe „Who is Who im Allgäuer Ausdauersport“ geht es diesmal um einen Mann hinter den Kulissen, von dessen Arbeit wohl fast jeder Läufer, Triathlet oder Wettkampf-Radler im Allgäu schon einmal profitierte: Manfred Herz ist mit seinem Team von abavent immer am Puls der Zeit….


Manfred Herz hat ein Gespür für die Zeit. Der 51-Jährige aus Wildpoldsried war früher einer der besten Läufer im Allgäu. Für einen Athleten wie ihn, der eine Marathonbestzeit von 2:28 Stunden vorweisen kann, gehörte der Blick auf die Uhr zur Pflicht. Doch irgendwann merkte Herz, dass er seine eigene Kilometerzeit ziemlich präzise einschätzen konnte. Eine Fähigkeit, um die ihn viele beneiden dürften. Ein gutes Zeitgefühl hilft nicht nur Läufern, sondern erleichtert auch den Alltag. Doch warum hat es der eine und der andere nicht? Es wird wohl ein Rätsel bleiben. „Die Zeit ist ein Phänomen, über das man nächtelang diskutieren kann“, sagt Herz, der sich dem Thema voll und ganz verschrieben hat. Allerdings weniger in philosophischer, sondern vielmehr in pragmatischer Hinsicht.

Laufsporttag KemptenDer Elektro-Ingenieur kümmert sich seit vier Jahren hauptberuflich um die Zeitnahme bei sportlichen Großveranstaltungen, wie dem Laufsporttag in Kempten. Als Geschäftsführer von Abavent  hat Herz mittlerweile vier Festangestellte und zehn freie Mitarbeiter um sich geschart. Abavent ist eine Kombination der Begriffe Abakus (Rechenmaschine) und Event. 150 Veranstaltungen pro Jahr werden von der Firma betreut. Eine Zahl, mit der wohl niemand rechnete, als Herz vor 15 Jahren beim damaligen Triathlon in Wildpoldsried in seiner Freizeit als Zeitnehmer begann. Der Ausdauersportler bewies auch in diesem Metier langen Atem.

Er entwickelte und perfektionierte seine technische Ausrüstung – und erweiterte Stück für Stück den Wirkungskreis. Im Vorjahr wurde Abavent vom Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom übernommen – und greift nun auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes ins Geschehen ein. Im Mai wird Abavent bei der neu geschaffenen Radprofi-Rundfahrt in Aserbaidschan die Zeiten überwachen. Eine neue Ära könnte beginnen. Vom 1. bis zum 4. Mai waren die Jungs von Abavent auch beim Bike-Festival in Riva am Gardasee im Einsatz.

Die Zeiten der Stoppuhr sind bei Großveranstaltungen längst passé. „Heute will der Teilnehmer am liebsten alle Infos live erleben und zum Beispiel die Laufzeit sofort nach Übertreten der Ziellinie erfahren. Außerdem wollen die Zuschauer die Position und den Rennverlauf des Athleten live im Internet oder am Großbildschirm verfolgen“, erzählt Herz. Federleichte Einwegtransponder, die Athleten im Wettkampf mit sich führen, ermöglichen das so genannte „Live-Tracking“. Die Daten auf einem Mini-Chip werden via Mobilfunk direkt ins Internet übertragen. „Auch als Zeitnehmer muss man eben mit der Zeit gehen“, sagt Herz. Und in welche Zeit würde sich der Zeitreisende versetzen, wenn er tatsächlich die Möglichkeit dazu hätte?

Die Antwort kommt wie aus der Startpistole geschossen. „In die Nachkriegsjahre – am besten mit dem Wissen von heute. Das war eine Zeit voller technischer Möglichkeiten und Innovationen“, sagt Manfred Herz, der nicht nur im Allgäuer Ausdauersport immer am Puls der Zeit ist.

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