Lanza-Ironman: Brader bester Deutscher, Berger im Pech

CHristian BRaderChristian Brader ist beim Ironman auf Lanzarote verheißungsvoll in die Saison gestartet:  Der Memminger erkämpfte sich den sechsten Platz und war damit bester Deutscher. In 9:10:57 Stunden machte der 34-Jährige nach einem harten Wettkampf über 3,8 Kilometer Schwimmen (55:42), 180 Kilometer Radfahren (5:15:47)  und 42,2 Kilometer Laufen (2:52:51) einen Top-Ten-Platz klar. Pech hatte der zweite Profi aus unserer Region, Dominik Berger.

“Das ganze Körpergefühl passt. Alles ist jetzt gut aufeinander abgestimmt. Es könnte eine perfekte Saison werden”, hatte Brader vor Kurzem im Interview gesagt. Gleich zum Auftakt bewies der Profi aus dem Allgäu, dass nach einer verkorksten Saison 2013 wieder mit ihm zu rechnen ist. Mit einer starken Laufleistung, bei der er sogar  fünf Minuten schneller als Sieger Romain Guillaume (Frankreich) war, katapultierte sich Brader beim Kanaren-Klassiker in die Top Ten  und nährte damit die Hoffnung auf eine WM-Teilnahme 2014 auf Hawaii. Dass die Form stimmt, hatte er u.a. beim Halbmarathon in Kempten mit einem dritten Platz in 1:14:03 (siehe Foto oben) bewiesen. Jetzt konnte sie Brader nahtlos auf den Ironman übertragen.

Pech hatte dagegen Dominik Berger (Kleinwalsertal). Der 31-Jährige verlor nach einem starken Auftakt beim Schwimmen bei Kilometer 70 auf der Radstrecke seine Gels. “110 km auf Lanzarote ohne Gels ist einfach nicht möglich. Das musste ich heute feststellen”, schreibt er auf seiner Homepage. “Schade, dass es die Veranstalter nicht schaffen auf der Radstrecke Gels auszugeben. Schon ein wenig schwach.” Nach 3 km “spazieren” auf der Laufstrecke, stärkte Berger sich mit Bananen und Orangen (“etwas anderes gab es auch auf der Laufstrecke nicht”) und beendete trotz Frust den Wettkampf zumindest. Zum Schluss belegte er Platz 30. in 9:40 Stunden.

Der Sieg ging an Romain Guillaume in 8:47:39 vor dem Spanier Miguel Tinto Blanchart  in 8:58:06. Dritter wurde der Belgier Bert Jammaer in 9:00:44. Einen ausführlichen Rennbericht gibt es auf www.tri2b.com