Fastenidee: Zurück in die Steinzeit….

Steinzeit-Ernährung: Makrele mit Yamswurzel.
Steinzeit-Ernährung: Makrele mit Yamswurzel. Fotos: Steffen Wittmann

 

 

Laufen, Steffen WittmannHeute beginnt sie wieder, die Zeit der guten Vorsätze. Von wegen Fasten und so. Unser Marathoni Steffen Wittmann hat da eine besondere Idee für Euch: “Probiert’s mal mit Ernährung à la Steinzeit”, sagt der 27-Jährige, der das einen Monat lang durchgezogen hat. Von seinen Erfahrungen berichtet er hier:

Kempten Lauf-Ass Steffen Wittmann ist meist einen Tick schneller. Im Vorjahr war der 27-jährige Kemptener schnellster Allgäuer auf der Marathon-Distanz: In 2:37:33 Stunden wurde er in Würzburg Fünfter bei der bayerischen Meisterschaft über 42,195 Kilometer. Jetzt i(s)st er erneut vornweg geprescht. Während für viele mit dem heutigen Aschermittwoch das Fasten beginnt, hat Wittmann seine entbehrungsreiche Zeit bereits abgeschlossen.

Einen Monat lang gab es bei ihm Essen à la Steinzeit!
Mit seiner Freundin Monika Reichart, 29, ernährte er sich den Januar über nach der so genannten Paleo-Diät. Heißt: Kein Zucker, keine Milchprodukte, kein Getreide, keine Kartoffeln, keine Konservierungsstoffe, keine Fruchtsäfte, kein Alkohol…
Stattdessen setzte das Paar auf einen Speiseplan der urigen Tour: „Es gab Gemüse, Obst, Nüsse, Eier, frisches Fleisch, Fisch und Wasser“, erklärt Wittmann.
Doch wie kam der Physiotherapeut überhaupt auf die Idee? Eine Diät hatte der 1,72 Meter große Läufer bei einem Körpergewicht von 67 Kilo ja wohl nicht nötig, oder? Nein, nein winkt Wittmann ab. „Für mich und meine Freundin war das einfach ein Experiment. Aber ich würde es auf jeden Fall wiederholen, beispielsweise in den Wochen vor einem großen   Lauf. Nach ein paar Tagen der Umstellung fühlt man sich sehr gut und leistungsfähig“, sagt der Top-Marathoni, der seit Monaten wegen einer Schambein-Entzündung kaum trainieren kann. Stattdessen wuchs er nun in der Küche über sich hinaus.

Steinzeit-Essen, Paleo
Brot aus Mandelmehl.
Steinzeit-Ernährung, Paleo-Diät
Seelachs-Filet mit Steinzeit-Salat.

Fleisch mit Yamswurzeln, Spinatrollen oder Brot aus Mandelmehl gehörten plötzlich zu den kulinarischen Höhepunkten. „Das einzige, was noch gefehlt hat, war ein offenes Feuer“, erzählt Wittmann grinsend. Ohne moderne Technik ging es für den Asket freilich nicht. Angeregt zur Steinzeit-Ernährung wurde er durch die TV-Sendung „Extrem schwer“ auf RTL 2; Rezepte jagte und sammelte er im Internet.
Nach vier Wochen Steinzeit-Ernährung stellte er eine erstaunliche Veränderung fest: „Man bekommt ein anderes Geschmacksempfinden, wenn man auf Zucker und Salz verzichtet. Unglaublich, was in unserem Essen an Geschmacksverstärkern steckt“, bilanziert der ohnehin schon drahtige Läufer, der zwei Kilo abnahm.
Trotz Diät-Disziplin: Ein Luxusgut gönnte sich das Paar. Pro Tag gab es eine Tasse Kaffee. Ohne Milch und Zucker, versteht sich. „Ganz zum Urmensch wollten wir auch nicht werden“, sagt Wittmann. Das „Steinzeitprojekt“ habe ihm in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet: „Ich werde künftig stärker darauf achten, was auf meinen Teller kommt und woher es stammt.“

2 Gedanken zu „Fastenidee: Zurück in die Steinzeit….“

  1. Klingt sehr interessant. Ich selbst ernähre mich seid 3 Monaten nach der “Dr. Feil Methode”. Sprich hier kommen keine Weizen- und Sojaprodukte auf den Tisch. Viel Gemüse, Quark und Gewürze (speziell Ingwer/Kurkuma/Pfeffer) bestimmen hier den Speiseplan.

  2. Dr. Feil? Sehr gutes Stichwort. Am 14. März findet unser Sporternährungsvortrag von und mit eben diesem Dr. Feil statt!
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    leistungsfördernde Basisernährung, ermüdungshemmende Wettkampfversorgung, schnellere muskuläre und hormonelle Erholungsstrategien
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    Anmeldung erwünscht. Ich freue mich auf euer Kommen!
    Herzliche Grüße, Joachim

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