Auf die Knie….

09.03.2013: Extremsport, Braveheart Battle 2013 in Muennerstadt,
Peter Thalmeier (mitte) und Stefan Maurus (rechts) starten am Wochenende zum dritten Mal beim Braveheart Battle. Im Vorjahr war auch ihr Kumpel Bernd Mair (links) mit von der Partie. Archiv-Foto: Michael Oswald

 

 

Peter Thalmeier und Stefan Maurus können es einfach nicht lassen: Die beiden Triathleten vom TSV Moosbach werden am Wochenende wieder freiwillig im Schlamm robben! Sie nehmen am Braveheart Battle im Frankenland teil. Was sie daran fasziniert, erfahrt ihr hier:

Vor der großen Schlacht gaben Peter Thalmeier, 35, und Stefan Maurus, 37, klein bei. Ihre Ehefrauen machten ihnen eine klare Ansage: „Die Klamotten müsst ihr selber waschen.“ Verständlich, denn am Samstag werden die beiden Triathleten des TSV Moosbach im Matsch robben, Schlammhügel erklimmen und sich völlig verausgaben. Beim Geländelauf „Braveheart Battle“ im fränkischen Münnerstadt müssen auf einer Strecke von 28 Kilometern 35 künstliche und natürliche Hindernisse überwunden werden. Der Wettkampf ist die deutsche Version des legendären „Tough Guy Race“ im britischen Wolverhampton. 3000 Teilnehmer und 20 000 Zuschauer entlang der Strecke werden von den Organisatoren bei der fünften Auflage des fränkischen Rennens erwartet. Die Schwager Thalmeier und Maurus sind zum dritten Mal dabei – und können es einfach nicht lassen. „Im letzten Jahr haben wir uns einen Tag nach dem Rennen für die nächste Auflage angemeldet. Ein bisschen verrückt muss man schon sein“, erzählt Maurus. Doch was ist so faszinierend daran, sich etwa vier Stunden lang im Pulk durch Moder-Passagen zu quälen und auch noch völlig verschwitzt kalte Bäche und Flüsse zu durchqueren? Für Thalmeier und Maurus ist es das Adrenalin und die Energie, die freigesetzt wird, wenn 3000 Menschen gemeinsam losstürmen, um schier unüberwindbare Hindernisse zu meistern. „Die Zeiten sind zweitrangig. Es geht nur um das Erlebnis und das Zugehörigkeitsgefühl“, sagt Thalmeier. Ohne die gegenseitige Hilfe sind die Starter aufgeschmissen.
So bilden sie Räuberleitern, um steile Schlammhügel zu erklimmen. „Die Atmosphäre entschädigt für alles“, sagt Thalmeier. Bereits zu Beginn des Wettbewerbs, dessen Teilnahme 62 Euro kostet, stimmen sich die Starter mit einem Schwur auf die gemeinsame Herausforderung ein. „Das ist Kult“, sagen Thalmeier und Maurus, die sich mit gemeinsamen Läufen und einem Kältebad am Niedersonthofener See auf das Extrem-Rennen eingestellt haben.
Alle Kräfte sollten sie freilich nicht verpulvern. Denn bei der Rückkehr ins Allgäu geht es in die Verlängerung: „Dann müssen alle Klamotten mit dem Gartenschlauch abgespritzt werden, bevor die überhaupt in die Waschmaschine dürfen“, erzählen die beiden harten Burschen von ihrem Griff zu Waschmittel und Weichspüler.

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