Michael Schwarzmann: Ein Allgäuer für die Tour de France?

Michael Schwarzmann
Radprofi Michael Schwarzmann freut sich mit dem Team NetApp-Endura über eine Wildcard für die Tour de France 2014. Archiv-Foto: Hermann Ernst

Seinen Traum hat er schon vor Jahren im Gespräch mit der Allgäuer Zeitung klar umrissen: Michael Schwarzmann aus Betzigau will eines Tages bei der Tour de France mitfahren. Jetzt ist der 23-Jährige vom Profi-Team “NetApp-Endura” diesem Traum nähergekommen. Warum das so ist, lest ihr hier:

Mit Prognosen soll man bekanntlich vorsichtig sein. Ob Schwarzmann tatsächlich dabei ist, wenn am 5. Juli 2014 in Leeds (Großbritannien) die 101. Auflage des wichtigsten Etappenrennens der Welt startet, ist ungewiss. Aber die Chance ist zumindest da.

Denn sein Team hat erstmals eine Wildcard für die Tour erhalten. Damit mischt erstmals seit 2010 wieder eine deutsche Rad-Equipe im Konzert der 22 weltbesten Teams mit.

Kein Wunder, dass bei dem Rennstall aus Raubling (bei Rosenheim) derzeit große Freude herrscht. “Wir haben vom ersten Tag an auf dieses Ziel hingearbeitet”, sagte Teamleiter Ralph Denk der Süddeutschen Zeitung. Bei der Wildcard-Vergabe spielt neben sportlichen Erfolgen auch eine für den Profi-Sport geeignete Teamstruktur eine Rolle.

Diese Kriterien hat das deutsche-britische Radteam, in dem Talente wie Schwarzmann mit erfahrenen Profis wie dem Weltranglisten-13. Jan Barta (Tschechien) nun erfüllt. Zudem gab es eine Einladung per Wildcard für die Flandern-Rundfahrt im April.

Ob für Sprinter Schwarzmann, der früher für den RSC Kempten fuhr, Platz ist, muss sich zeigen. Der Konkurrenzdruck hat sich durch die Tour-Einladung weiter verschärft.

Derzeit fährt der Allgäuer mit seinen Kollegen die “Tour de Katar” und hofft, sich bei diesen und weiteren Rennen gut ins Szene zu setzen.

Vorerst letzter Allgäuer Teilnehmer an der Tour de France war Dominik Nerz aus Wangen, der 2012 für Liquigas-Cannondale antrat, und Platz 47 belegte. Im Vorjahr wurde Nerz von seinem damals neuen Arbeitgeber, dem BMC Racing Team, nicht für die Tour nominiert. Doch er machte wenig später bei der Vuelta a España beste Werbung in eigener Sache: Erstmals trat er als Kapitän auf und belegte bei der schweren 16. Etappe einen starken vierten Platz.

 

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